AUSTRALIEN-GESCHICHTEN
AUSTRALIEN-GESCHICHTEN

Kostenlose Leseprobe:

 

Buch-Neuerscheinung: AUSTRALIEN-GESCHICHTEN

eBook 2,99 € / Taschenbuch (200 Seiten) 9,95 €

 

Hintergründiges & Kurioses für Down Under Fans.

Kostenlose Leseprobe der Geschichte 'TRAUMZEIT'.

 

Alle 20 Geschichten sind bei AMAZON erhältlich!

 

 

 

Was soll ich Ihnen über den Inhalt

und meinen Schreibstil lange erzählen?

 

Die 20 Geschichten sind easy to read,  haben jeweils 6 - 12 Seiten.

Der Autor hat immer an IHREN Lesespaß gedacht!

Es gibt Reisetipps, Sprachhilfen und Unterricht in Straya-Etikette,

Histörchen - aber auch Hintergründiges aus der Historie des Landes.

Lernen Sie die Aussies & Ozzies in all ihren Facetten kennen:

Sheilas & Blokes,  Sex & Crime, Rekordjagden und Tierliebe ...

 

Viele Erlebnisse stammen aus der eigenen Erfahrung.

Alle anderen Infos habe ich sorgsam recherchiert.

Die 'Wahrhaftigkeit' aller Storys kann ich aber nicht garantieren!

 

Lesen Sie einfach einige Geschichten zur Probe:

 

 

Dieser Gastbeitrag erschien am

10. 10. 2018 bei Australien-Blogger.de :

 

Kurioses vom Fünften Kontinent

 

durchleuchtet Klaus Kilian

 

(Ausszüge aus der Geschichte Mark Twain)

 

 

 

 

1895 behauptete Mark Twain: „Die Historie Australiens liest sich gar nicht wie Geschichte, sondern wie eine Sammlung der schönsten Lügen, Überraschungen, Abenteuer, Ungereimtheiten, Widersprüche und unglaubliche Dinge.“ Klaus Kilian setzt sich in einer der 20 kurzweiligen Storys mit dem ungeheuren Vorwurf des Amerikaners auseinander. Nach sorgfältigem Studium der Fakten, gibt der Hamburger Autor Mark Twain in Teilen Recht:

So streiten sich die Gelehrten in Down Under bis heute: „Wer hat nach der Landung der First Fleet 1788 als erster Brite die neue Kolonie betreten?“ Zunächst nahm Major George Johnson den historischen Vorgang für sich in Anspruch. Erst Jahre später meldete sich der Strafgefangene James Ruse: „Ich habe Major Johnson Huckepack zum Strand getragen, da dieser sich nicht die Füße nass machen wollte.“

Wem gebührt nun die Ehre?

Sonderbares geschah auch auf Denison Island – das ist die kleine Insel gegenüber dem Sydney Opera House. Bei Ankunft der Briten nutzten die Kolonialherren das Eiland, um aufsässige Sträflinge bei Wasser und Brot darben zu lassen. Der Felsen erhielt den Spitznamen ‚Pinchgut‘ – ähnlich dem ‚Hungerturm‘ im Deutschen. Ab 1796 wurden dort auch zum Tode verurteilte Delinquenten gehängt. Zur Abschreckung der ankommenden Strafgefangenen ließ der Scharfrichter die Körper wochenlang am Galgen pendeln. Aufrechte Bürger baten, die Skelette zu entfernen. Der Henker reagierte empört: ‚Damit erfülle ich doch lediglich den letzten Willen der Gehenkten! Sie baten mich, den phantastischen Blick über den Hafen so lange wie möglich genießen zu dürfen!‘

Wenn das nicht kurios ist?

Zumal damals die Harbour Bridge noch gar nicht existierte! Bei der Einweihung des ‚größten Kleiderbügels der Welt‘ (wie Sydneysider die Brücke nennen) sorgte übrigens Francis De Groot für Aufregung! Der pensionierte Kavallerie-Offizier schoss auf einem Pferd an der Delegation der Offiziellen vorbei. Mit dem Schwert durchschlug er die über den Highway gespannten Girlanden und verkündete stolz: ‚Die Brücke ist eröffnet!‘ Die Delegierten nestelten die Bänder eiligst zusammen. Als wenn nichts geschehen wäre, wurde nun das Bauwerk offiziell freigegeben. Laut Sydney Morning Herald vom Dienstag, 22. März 1932, wurde de Groot zur Zahlung der Girlanden und 18 Tagen Arbeitsarrest verurteilt.

1901 schlossen sich die Kolonien zum Commonwealth of Australia zusammen. Nun musste eine Hauptstadt her! 130 Städte bewarben sich: Albury, Armidale, Bombala, Cooma … um nur einige zu nennen. 1908 entschied aber das Parlament, nahe der Brindabella Ranges eine Stadt nach den Plänen von Walter Burley Griffin völlig neu aus dem Boden zu stampfen. Namen wie Olympus, Paradise oder Eucalypta wurden verworfen. Die Politiker bevorzugten das Aborigine-Wort ‚Canberra‘ – was je nach Stamm Treffpunkt oder Zwietracht bedeutet. Der Stadtplaner Walter Griffin hatte bei der Vorauswahl jedoch auf einen zwanzig Kilometer nördlich von Newcastle liegenden Naturhafen gesetzt. Griffin ließ das Gelände abstecken und Straßen bauen. Nach der Entscheidung für Canberra ging die Firma bankrott. Was übrig blieb, waren Straßenzüge und unbebaute Blocks! „Na und“, sagen Sie, „so etwas kann passieren.“ Dann schauen Sie bitte einmal in Google-Maps und geben ‚North Arm Cove‘ ein. Dort sehen sie das Werk des Stadtplaners Walter Burley Griffin – allerdings auch nach mehr als 100 Jahren immer noch unbebaut!

Und Kilian durchleuchtet die Ungereimtheiten: Wenn Sie irgendwann von Sydney durch die Blue Mountains fahren, kommen Sie über Bathurst nach Orange City. Von dort aus erreichen Sie in gut einer Stunde das Observatorium in Parkes. Zwischen grasenden Schaf- und Rinderherden werden Sie das 64-Meter-Teleskop entdecken, das am 21. Juli 1969 weltweit für Schlagzeilen sorgte: Die Amerikaner hatten Neil Armstrong zum Mond geschickt. Die Bilder des ersten ‚giant leap for mankind‘ sollten natürlich für Furore sorgen. Der Mond war zum Zeitpunkt der Landung leider in den USA nicht zu sehen. Daher hatten die Amerikaner die Australier um die Weiterleitung der Sensations-Bilder gebeten.
Was an diesem Tag im Parkes-Observatorium geschah, ist schwer nachvollziehbar. Die Darstellung in der Filmkomödie The Dish wurde sicherlich geschönt. Und die Story, die mir ein Wichtigtuer in einem Pub erzählen wollte, glaube ich auch nicht! Der Trunkenbold behauptete, die Techniker hätten die Mondlandung verpennt! Falls ich ihm ein Bier ausgebe, würde er mir die Kneipe nennen, in der die Mates gesessen haben sollen.

Womit wir bei der Fake-News-Euphorie wären.

Darauf lasse ich mich nicht ein! Ich zitiere die offiziellen Fakten: Ein Orkan kam auf, das Teleskop schwankte und drohte zu kippen. Buzz Aldrin schaltete in der Landefähre die Kameras ein. Die ersten Bilder flimmerten. Einige Sekunden war auf den Mattscheiben nichts zu sehen! Doch dann hatten die Jungs im Parkes-Observatorium die Situation voll im Griff! Dank ihrer coolen Köpfe sahen 600 Millionen Menschen im Fernsehen den spektakulären Mond-Hüpfer. Die NASA hat sich anschließend herzlich bei den Mates bedankt! Traue also nie Stammtischparolen! – Oder etwa doch?

In den weiteren jeweils abgeschlossenen Kurzgeschichten gibt Klaus Kilian Reisetipps, erteilt Lektionen in Aussie-English und Straya-Etikette. Er berichtet über die Schrullen und Macken der Australier. Seine Leser urteilen über das Buch: „Reiseführer für die Touristen, die Down Under besuchen, gibt es unzählige. Der Autor hat einen anderen großartigen Weg gewählt, Land, Leute und Geschichte des Landes den Besuchern näherzubringen. In vielen lustigen, traurigen, in jedem Falle aber interessanten Geschichten erzählt er leicht und spielerisch, was Australien ausmacht. Eine spannende Lektüre, die noch mehr Lust auf den Kontinent macht.

 

 

 

 

... und diese Geschichte

veröffentlichte Infobahn Australia.

(wenn auf das Bild klicken, sehen Sie auch das Qantas-Video)

 

 

TRAUMZEIT

 

 

Der australische Journalist und Satiriker Robert Croll schrieb 1840 diese Zeilen:

 

When God knocked off one night, he said:

'This earth is a rotten failure!

How to improve it? Let me see...’

Next day he made Australia.

 

Das Gedicht entspricht weder den Dreamtime-Geschichten der australischen Ureinwohner, noch stimmen die Aussagen mit der Bibel überein. Bei allen, denen ich damit zu nahe trete, möchte ich mich vorab entschuldigen. Doch ich finde die Idee inspirierend! So habe ich die Zeilen im Traum weitergesponnen:

 

Tags drauf betrachtet der Schöpfer das göttliche Werk. Zufrieden urteilt der Allmächtige: „Die Kimberleys, die Flinders Ranges und die Cradle Mountains sind mir ganz gut gelungen.

Die Strände, das Outback, die Savannen und der Regenwald können sich sehen lassen. Die Twelve Apostels, die Three Sisters und Wave Rock sind einzigartig!“

Doch dann rüffelt der Allvater seinen Adlatus: „Du hast die Landmasse völlig falsch platziert! Ich hatte Terra Australis gesagt – südliches Land! Und du Dussel hast den Kontinent neben Grönland gesetzt.“

Der Adjutant schiebt und ächzt eine Weile, dann salutiert er vor dem Chef: „Zwischen der Antarktis und Indonesien habe ich ein Plätzchen gefunden – ist das jetzt okay?“

„Irgendetwas fehlt mir noch!“, grummelt der alte Mann in seinen Bart, „ein Korallenriff, ein Riesenberg und ein tolles Fotomotiv wären nicht schlecht!“

So befiehlt der Schöpfer dem Assistenten: „Das Barrier Reef soll mit 2.300 Kilometern und 1.000 Inseln das größte Riff der Erde werden. Baue den Mount Kosciuszko 2.228 Meter hoch und lege ein alpines Panorama drum herum an – wie wir es in der Schweiz geschaffen haben. Und im roten Herzen des Kontinents errichtest du den Uluru – sorge bitte dafür, dass er beim Sonnenuntergang atemberaubend leuchtet.“

Der Weltenlenker lehnt sich zurück und sinniert über die nächsten Schritte: „Die Flora und Fauna sollen göttlich werden! Drei Klimazonen geben mir die Möglichkeit für Experimente:

Ich kreiere 20.000 Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf dieser Welt wachsen: Eukalyptus-und Akazienbäume, Kletter- und Farnpflanzen, Palmen und Mangrovenwälder …

Bei den Tieren lasse ich mir etwas völlig Neues einfallen: Kängurus, Koalas, Wombats, Emus und Goannas. Dazu schaffe ich Fliegen, Spinnen, Schlangen und 400 Vogelarten mit den buntesten Federn …“

Der Allmächtige wird in seinem Gedankengang unterbrochen.

„Chef, mit dem Barrier Reef bin ich fertig“, salutiert der Adjutant. „Ich habe 359 Steinkorallen-Arten und alle Seefedern verbraucht. Hast Du noch eine Aufgabe für mich? Sonst mache ich Feierabend.“

„Setze in den Ozean 1.500 Fischarten ein. Wale, Delphine und Schildkröten sehen immer gut aus. Vergiss nicht die Seesterne und den Seetang! – Wenn die Meeresbewohner schwimmen, schaue mal runter auf den Kontinent und berichte mir, ob dir mein Terra Australis gefällt.“

 

Nach einer Weile kehrt der Adjutant zurück: „Ich bin begeistert! Den Sonnenuntergang im Outback zu erleben – allein dafür hat sich der Trip gelohnt. Die roten Wüsten, die goldgelben Savannen und die grünen Regenwälder ergeben ein farbiges Mosaik. Selbst die entlegensten Landschaften sind grandios.

Mit der Pflanzen- und Tierwelt ist Dir ein göttlicher Coup gelungen. Aber was hat Dein Schöpfergeist beim Flaschenbaum, dem Schnabeltier und dem Kookaburra gedacht?“

 „Ein bisschen Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein!“, trällert der Allmächtige glücklich eine Melodie, die er gerade im Radio gehört hat.

„Und warum hast Du so viele Schlangen, Spinnen und Quallen giftig gemacht?“

„Wenn die Menschen – die ich später auf diesem Kontinent leben lassen werde – die Kreaturen und die Natur achten, wird ihnen nichts geschehen!“

 

Millionen Jahre vergehen, der Adlatus wird nervös:

 

„Chef, ich glaube, ich muss in Australien nach dem Rechten schauen! Da tauchen plötzlich Erdlinge auf, die Du nach Deinem Ebenbild geschaffen hast! – Wie sind diese Wesen nur auf den entlegenen Erdteil gekommen?“

Der Schöpfer wiegt das schwere Haupt: „Warte ab, es werden noch weitere Menschen das Land besiedeln. Das Zusammenleben wird nicht immer einfach sein – aber eines Tages nennen sich alle voller Stolz Australier!“

Zehntausende Jahre später hält es den Gehilfen nicht zurück: „Ich sehe mir das Leben auf dem Kontinent noch mal an!“

Der Allmächtige erteilt ihm seinen Segen.

Die Zeit vergeht. Endlich kehrt der Adjutant heim: „Deine Idee mit dem Naturschutz haben die Leute da unten angenommen: Mittlerweile gibt’s über 500 Nationalparks – aber wenn die im Barrier Reef so weitermachen, ist damit bald Schluss.“

Der große Schöpfergeist macht ein paar Notizen. Dann fragt er den Heimkehrer sorgenvoll: „Bist du denn satt geworden? Wie haben dir Speis und Trank gemundet?“

„Als Nektar bevorzugen die Ozzies Bier. Statt Ambrosia stillt das Volk den Hunger mit Meat Pie! – Deine mit Liebe kreierten Goannas werden als Kost leider verschmäht. Ein Irdischer meinte tatsächlich: ‘Well, you can live on it, but it tastes like shit.’.

Ansonsten sind die Aussies eine freundliche und sportliche Nation – nur ab und zu schwer zu verstehen. Wenn du mit ihnen befreundet bist, rufen sie dich ‚Mate‘. Dein Terra Australis kürzen sie ab und sagen ‚Straya‘.

„Und wie schlägt sich mein Lieblingsland im internationalen Vergleich?“

„Ob Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft oder Sicherheit – der Kontinent schneidet in allen Statistiken exzellent ab.“

„Du klingst ja echt begeistert“, streicht sich der alte Herr über seinen weißen Bart. „Gibt es zwischenzeitlich auch Städte?“

„Städte?“, juchzt der Gehilfe, „Megacitys – eine attraktiver als die andere! Sydney und das Opernhaus sind Publikumsmagneten. Melbourne wird pausenlos zur ‚lebenswertesten Stadt der Welt‘ gekürt. Meine Favoritenstadt ist jedoch Adelaide. Brisbane, Perth, Cairns und Darwin finde ich ebenfalls cool. Ich habe etliche Fotos mit dem Smartphone geschossen: Schau Dir die Bilder in Ruhe an. Dann kannst Du ja selbst entscheiden.“

„Ist schon gut“, unterbricht der große Schöpfergeist. „Ich sehe deine Begeisterung. Sind die Australier auch stolz auf ihr Land?“

„Die meisten Mates sagen, Australien sei besser als jedes andere Land auf der Welt. Du solltest mal die ausflippenden Patrioten am Australia-Day sehen!“

Dann wird der Adlatus sentimental: „Eines Deiner Geschöpfe hat das Gedicht ‚My Country‘ geschrieben. Die Dichterin heißt Dorothea Mackellar. Die australischen Kinder lernen diese Zeilen bereits in der Schule.

 

Ich trage Dir mal eine Strophe vor:

 

"I love a sunburnt country, a land of sweeping plains,
Of rugged mountain ranges, of droughts and flooding rains.
I love her far horizons, I love her jewel-sea,
Her beauty and her terror - the wide brown land for me!"

 

Der Schöpfer scheint ergriffen. Zwei Tränen rollen über seine roten Wangen. Hektisch winkt der Assistent die Cherubinen herbei. Lautlos nimmt die Engelsschar auf den Wolken Platz. Aus ihren goldenen Kehlen erklingt eine himmlische Melodie. Der Adlatus bringt sich in Positur: „Chef, Peter Allan hat ein Lied komponiert. Die Ballade hat den Titel ‚I still call Australia home‘. Die Choreografie habe ich aus der Qantas-Werbung auf YouTube übernommen.“ Es ertönt der sonore Bariton des Adjutanten:

 

I've been to cities that never close down
from New York to Rio and old London town,
but no matter how far or how wide I roam
I still call Australia home.

 

I'm always traveling, I love being free,
and so I keep leaving the sun and the sea,
but my heart lies waiting over the foam.

I still call Australia home ...

 

Der Allmächtige lehnt sich majestätisch zurück „Dieses Werk ist mir wohl gelungen. Sollte ich einmal die Erde besuchen, dann ist das ganz bestimmt STRAYA! “

 

Ich drehe mich in meinem Bett herum und reibe meine Augen: ‚Ach, war das ein fantastischer Traum!‘

 

 

 

Irina Schukowski gefielen meine Reisetipps so gut, dass sie die Geschichte (natürlich mit meiner Genehmigung) in ihrem Blogg Aussie-Bushfunk veröffentlichte.

 

Haben IHNEN diese GESCHICHTEN gefallen?

Die kompletten AUSTRALIEN-GESCHICHTEN 

gibt's bei AMAZON !!!