Meine Australien-Impressionen
Meine Australien-Impressionen

Neues aus Down Under bis März 2017

Der Autor informiert sich regelmäßig über Australien.

 

Zur Pflichtlektüre gehört der morgendliche Blick in den Sydney Morning Herald.

Mein Lokalfavorit sind die Northern Territory News (fast täglich eine Meldung über ein Krokodil).

Meine Lieblingslektüre ist Australiens einzige deutschsprachige Zeitung Die Neue Woche

Die Australienseiten von SPIEGEL online - FAZ .net - Süddeutsche.dederStandard.at - NZZ.ch  uvam.

 

Die Tratsch-Geschichten landen in Chitchat-Aktuell - Lesen Sie bitte vorher  Chitchat-Basics

 

Hier der Überblick über die aktuellen 'seriösen' Meldungen:

 

aero.de - 27. März 2017

Lufthansa fliegt mit Cathay Pacific nach Australien

Lufthansa geht eine weitere Codeshare-Vereinbarung außerhalb der eigenen Reihen ein. Durch eine Zu-sammenarbeit mit Cathay Pacific können Kunden von Lufthansa, Austrian und Swiss ab dem 26. April vier Ziele in Australien und Neuseeland über das Cathay-Drehkreuz Hongkong erreichen. Die Unter-nehmen haben dazu am Montag in Frankfurt einen Codeshare vereinbart. Das bedeutet, dass die Cathay-Flüge nach Ozeanien auch unter Flugnummern der Lufthansa-Gesellschaften buchbar sind. Umgekehrt können Cathay-Kunden 14 weitere Ziele in Europa direkt buchen. Passagiere von Lufthansa, Austrian und Swiss haben mit Cathay Pacific Anschluss nach Sydney, Melbourne, Cairns und Auckland. Während Lufthansa in der Star Alliance zu Hause ist, gehört Cathay Pacific der Oneworld-Allianz an. Lufthansa ging zuletzt auch einen Codeshare mit Jet Airways ein, die gerade heftig von SkyTeam umworben wird.
Lufthansa arbeitet im Wachstumsmarkt Asien bereits mit Air China, All Nippon Airways (ANA) und Singapore Airways zusammen. Mit diesen Gesellschaften hat sie Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) gegründet, eine weit engere Zusammenarbeit als das Teilen der Flugnummern.

handelsblatt.com - 24. März 2017

Freihandelspakt mit China: Australien weist US-Kritik zurück

Der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull hat Argumente zurückgewiesen, nach denen sich sein Land zwischen den Vereinigten Staaten und China entscheiden müsse. „Wir haben einen stand-haften, starken Verbündeten in Washington, einen guten Freund in Washington - und einen sehr guten Freund in Peking“, sagte er vor Reportern. Sein Land werde daher nicht wählen. Bei dem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Canberra sagte dieser, keine dritte Partei ziele auf die Kooperation der beiden Länder ab.  China und Australien vereinbarten, ihren zwei Jahre alten bilateralen Freihandelspakt auszuweiten. Die Volksrepublik erklärte sich außerdem bereit, den Import von austra-lischem Rindfleisch nicht mehr nur auf elf Unternehmen zu deckeln. Diese verkaufen derzeit gefrorenes Fleisch im Wert von 300 Millionen (US-)Dollar an Konsumenten in der aufstrebenden chinesischen Mittelklasse. Zudem wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der eine chinesische und eine neuseeländische Firma gemeinsam eine Eisenerzmine in Australien bauen werden. Der Auftrag hat einen Wert von 4,57 Milliarden Dollar (3,23 Milliarden Euro). Zwischen China und den USA haben sich die Spannungen wegen Handelsstreitigkeiten erhöht. Zudem kritisieren die Vereinigten Staaten die schnell wachsende Handelsbeziehung zwischen Chinesen und Australiern. Sie hinterfragen unter anderem die Entscheidung Australiens, der chinesischen Firma Landbridge einen 99 Jahre währenden Leasingvertrag über den Hafen von Darwin zu gewähren. Die US-Marine trainiert in Darwin.

derstandard.at – 21. März 2017

Francisco Guterres gewinnt Präsidentenwahl in Osttimor

Dili – In Osttimor hat der frühere Guerilla-Kämpfer Francisco Guterres laut Teilergebnissen auf Anhieb die Präsidentschaftswahl gewonnen. Guterres erzielte 57 % der Stimmen, teilte die Wahlkommission mit. Demnach war die Mehrheit der Wahlzettel vom Montag ausgezählt. Sollte sich der Trend bestätigen, ist keine Stichwahl nötig. In das Rennen um das Präsidentenamt, das fast ausschließlich repräsentativ ist, waren acht Kandidaten gegangen, Guterres galt von Anfang an als Favorit. Er hatte die Unterstützung seiner Fretilin-Partei und des Unabhängigkeitskämpfers Xanana Gusmso von der dominierenden CNRT-Partei. Sein wichtigster Herausforderer, Bildungsminister Antonio de Conceicao, kam auf 33 % der Stim-men. Guterres, der weithin unter seinem Kämpfer-Namen "Lu-Olo" bekannt ist, folgt auf Präsident Taur Matan Ruak, der nicht erneut angetreten war. Osttimor hat rund 1,1 Millionen Einwohner. Die Beziehun-gen zum benachbarten Australien sind wegen eines Streits um Seerechte und den Zugriff auf Boden-schätze angespannt. Die Situation im Land ist auch deswegen äußerst angespannt, weil die Ölvorräte Ost-timors weitgehend aufgebraucht sind. Die Öleinnahmen machten bisher fast 60 Prozent des BIP aus.

RadioVatikan.va - 18. März 2017

Weltkirche: Anglikaner bestürzt über Missbrauchsfälle

Nach der katholischen ist es nun die anglikanische Kirche in Australien, die sich „tief beschämt“ wegen der Missbrauchsfälle in ihren Reihen zeigt. Der Erzbischof von Melbourne, Philip Freier, äußerte sich laut einem Bericht der BBC bestürzt über die Tatsache, dass die Stimmen der Betroffenen oftmals nicht ge-hört worden seien und die Verantwortlichen die vermeintlichen Interessen der Kirche an die erste Stelle gesetzt hätten. Am Freitag hatte die staatliche Kommission zur Untersuchung von Missbrauchsfällen in Sydney bekanntgegeben, dass es zwischen 1980 und 2015 insgesamt 1.115 Anzeigen zu entsprechenden Vorkommnissen gegeben habe. Die Anschuldigungen wurden von 1.082 Personen vorgebracht und be-trafen 569 Kirchenvertreter, darunter 247 Geistliche. Das Durchschnittsalter der von Missbrauch Betrof-fenen lag bei elf Jahren; 75 Prozent waren Jungen. Im Zuge der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der anglikanischen Kirche gab es auch erste Rücktritte. Der Bischof von Newcastle, Greg Thompson, kün-digte seinen Rückzug vom Amt an. Als Grund nannte er großen öffentlichen Druck, der auf ihm als Leiter des Bistums laste, seit das Ausmaß von Missbrauch in der anglikanischen Kirche bekanntgeworden sei.

 

DerStandard.at - 15. März 2017

In Kabul entführte australische Entwicklungshelferin wieder frei

Eine im November in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführte australische Entwicklungshelferin

ist wieder frei. Der Leiter der Kriminalpolizei in Kabul, Mohammed Salim Almas, sagte Mittwoch früh, Polizei und Geheimdienst hätten die Frau in einem zentralen Stadtteil von Kabul am Dienstagabend ge-funden und zur australischen Botschaft gebracht. Es sei niemand verhaftet worden. Aus dem austra-lischen Außenministerium hieß es laut einem australischen Medienbericht: "Wir danken den Behörden

in Afghanistan für ihre Hilfe." Die Familie der Frau freue sich über ihre sichere Rückkehr.

Süddeutsche.de - 12. März 2017

Atommüll unter die Erde in Australien?

Atommüll unter die Erde in Australien? Das Land selbst betreibt keine Atomkraftwerke, ist aber über den Uranabbau seit Jahrzehnten am Atomgeschäft beteiligt: Ein Drittel der weltweiten Uranreserven lagern in Down Under. Nun denken Politiker darüber nach, in der Wüste des Bundesstaates Südaustralien ein Endlager für hochradioaktiven Abfall zu errichten - in einer Region, in der vor allem Aborigines leben. Damit würden die Lebensgrundlagen von Ureinwohnern zerstört, sagt Dave Sweeney, Anti-Atom-Aktivist der australischen Umweltschutzorganisation Australian Conservation Foundation ...

NZZ.ch - 12. März 2017

Umstrittene Glencore-Mine: Die Regenbogenschlange schwimmt nicht mehr

Die McArthur River Mine von Glencore ist eine der grössten Zinkminen der Welt. Unter der lokalen Be-völkerung, fast alles Aborigines, ist sie sehr umstritten ... Devil Springs ist jener Ortsteil der Aborigines-Gemeinde Borroloola, der am nächsten an der McArthur-River-Mine liegt. Die Mine beutet eines der größten Zink-Vorkommen der Welt aus. Betrieben wird sie von McArthur Minings (MRM), die zu 100 % dem Schweizer Rohwarenkonzern Glencore gehört ...

Spiegel.de - 9. März 2017

Erbgut-Analyse: So erreichten die Aborigines Australien

Lange rätselten Forscher darüber, wie die australischen Ureinwohner auf den Kontinent kamen. Die Ant-wort darauf könnte in ihren Haaren liegen. Die ersten Menschen erreichten Australien wahrscheinlich vor etwa 50.000 Jahren. So alt sind die ältesten menschlichen Skelette und Werkzeuge, die dort gefunden wurden. Doch wie sind die Menschen eigentlich dorthin gekommen? Antworten liefert eine Haarsamm-lung von Aborigines, die nun im Fachblatt 'Nature' analysiert wurde. Die überraschende Antwort: Alle Aborigines stammen wahrscheinlich von einer Population ab, die vor 50.000 Jahren den Kontinent erreichte. Innerhalb einiger Jahrhunderte haben sich die ersten Menschen in Australien demnach entlang der Küste ausgebreitet. Über die darauffolgenden Jahrtausende blieb die Population nahezu isoliert ... Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Australien vor 50.000 Jahren noch eine Landmasse mit Neu-guinea gebildet hat. Die ersten Aborigines könnten so über Südostasien nach Neuguinea und weiter nach Australien gelangt sein ..."        Da gibt es aber noch ganz andere Theorien!!! - Siehe: DUBIOS.

HNA.de - 8. März 2017

Australien schickt 17-Jährigen zum Eurovision Song Contest

Australien geht beim Eurovision Song Contest (ESC) in diesem Jahr mit dem 17-jährigen Isaiah Firebrace ins Rennen. Der letztjährige Sieger der australischen Casting-Show „The X-Factor“ tritt mit der Ballade „Don't Come Easy“ an. Im vergangenen Jahr belegte Australien, das beim ESC durch eine Sonderrege-lung dabei ist, Platz zwei. „Das war immer ein Traum von mir“, sagte Firebrace dem Sender SBS. „Aber ich hätte nie auch nur eine Minute gedacht, dass das möglich wird. Ich werde Australien stolz machen.“ „Don't Come Easy“ stammt von den australischen Songschreibern David Musumeci und Anthony Egizii. Die beiden hatten den Titel für Dami In geschrieben, mit dem sich die australische ESC-Kandidatin 2016 auf den zweiten Platz sang. Das Finale findet in diesem Jahr am 13. Mai in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Deutschland ist mit Levina ('Perfect Life') dabei.

FAZ.net - 8. März 2017

Abgasskandal: Australien verklagt jetzt auch Audi

Volkswagen droht im Abgasskandal weiteres Ungemach in Australien. Die Verbraucherschutzbehörde ACCC verklagte die Konzerntochter Audi im Skandal um manipulierte Abgaswerte. Demnach wirft die Behörde dem Mutterkonzern VW vor, in 12.000 Fahrzeugen eine Software eingebaut zu haben, die bei standardisierten Tests für einen niedrigeren Ausstoß von schädlichen Stickoxiden sorgt. Volkswagen habe für Entwicklung und Einbau der Software in die Audi-Fahrzeuge gesorgt, lautet der Vorwurf.

Fruchtportal.de - 7. März 2017

Weiterhin anhaltendes Wachstum bei der Macadamianuss-Ernte

2017 soll die australische Macadamianuss-Ernte 54.000 Tonnen ungeschält bei 10 % Feuchtigkeitsgehalt (50.500 Tonnen bei 3,5 % Feuchtigkeitsgehalt) betragen. Dies wäre das vierte Jahr in Folge mit einer an-haltenden Steigerung in der Branche, wie von der Australian Macadamia Society (AMS) bekannt gegeben wurde. Die Ernte für 2017 soll um 7 % höher liegen als die Rekordernte des Jahres 2016. Für die Anbau-gebiete Bundaberg und Northern Rivers wird trotz der trockenen Anbaubedingungen eine Steigerung der Produktion erwartet. Das Ergebnis in South East Queensland könnte leicht zurückgehen, da einige der nicht bewässerten Plantagen von den trockenen Wetterbedingungen beeinträchtigt sein könnten.

deutschlandfunk.de - 5. März 2017

Skandal um britische Heimkinder: Australien arbeitet dunkles Nachkriegskapitel auf

Mehr als 7.000 Heimkinder wurden zwischen 1947 und 1967 von Großbritannien nach Australien ge-bracht und dort in staatlichen und kirchlichen Heimen schwer misshandelt. Von der Untersuchungskom-mission, die jetzt eingesetzt wurde, erwarten einige der Überlebenden, dass die Namen der Täter endlich ans Licht kommen ... Die englischen Kinder wurden in ganz Australien auf staatliche und kirchliche Heime verteilt. Doch statt einer Schulbildung gab es Prügel und Demütigungen. John und die anderen Kinder hatten keine Namen mehr, nur noch Nummern. Schwere, körperliche Arbeit und sexueller Miss-brauch waren Alltag. "Wir waren wehrlos, niemand wollte von uns wissen. Für die Priester waren wir nur Abschaum. Wer sollte uns schon glauben, dass sie uns missbrauchten ?"

Süddeutsche.de - 2. März 2017

Aus dem Wohnwagen zum 165 000-Dollar-Literaturpreis

Die Dichterin Ali Cobby Eckermann lebt mit ihrer Adoptivmutter im australischen Adelaide. Nun erhält sie eine der höchstdotierten Auszeichnungen der Literaturwelt ... Eckermann selbst ist Teil der Stolen Generations, der gestohlenen Generation von Aborigine-Kindern, die als Babys von ihren Müttern getrennt und zur Adoption frei gegeben wurden. Unter Zwang der australischen Regierung, die damit die Assimilation der Aborigines in die damals vorherrschend weiße Gesellschaft vorantreiben wollte. So wuchsen drei Generationen von Eckermanns Familie ohne ihre leiblichen Eltern auf: ihre Mutter, sie selbst und ihr Sohn. "Als ich 34 war", sagt die Dichterin heute, "habe ich meine Mutter gefunden. Vier Jahre später wurde mir mein Sohn zurückgegeben. Lyrik hat mir geholfen, das zu verarbeiten ..."

onvista.de - 2. März 2017

Medizinisches Cannabis für Australien

Tilray, GMP-zertifizierter Weltmarktführer in der Erforschung und Produktion von medizinischem Can-nabis, gab heute den erfolgreichen Export medizinischer Cannabisprodukte in den Bundesstaat Victoria in Australien bekannt (GMP: Good Manufacturing Practices, Gute Herstellungspraxis). Nach Aussagen der Regierung von Victoria werden 29 Kinder mit ernsthaften Erkrankungen die ersten Patienten des australischen Bundesstaates sein, denen medizinischer Cannabis legal verabreicht wird. Derzeit stehen die Produkte von Tilray bestimmten Patienten in anderen australischen Bundesstaaten und in Neusee-land über spezielle Access Pathways (Zugangswege) für nicht zugelassene Medikamente zur Verfügung.

FAZ.net - 1. März 2017

Wirtschaft: Australien macht weiter Tempo

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert kennt Australien keine Rezession. Auch diesmal übertrifft die Wachstumsrate der zwölfgrößten Volkswirtschaft der Welt die Erwartungen. - Australien wächst deutlich schneller als erwartet. Die Wirtschaftsleistung des bodenschatzreichen Landes legte im vergangenen Jahr um 2,4 %zu. Mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad im letzten Quartal hat das Bodenschatzland nun seit einem Vierteljahrhundert eine Rezession vermieden; sie schien zu drohen, als die Wirtschafts-leistung im Vorquartal im Vergleich zu den drei vorherigen Monaten leicht schrumpfte... Entgegen den Erwartungen stehen alle Zylinder, bis auf die produzierende Industrie, unter Dampf: Die höheren Preise für Bodenschätze wie Erz und Kohle stützen den Export. Der Ausstoß der Agrarwirtschaft stieg über das Jahr um kräftige 23,7 Prozent. Auch der Tourismus wächst längst jenseits der Rucksackreisenden: Im vergangenen Jahr wurde mit 8,2 Millionen Gästen ein Anstieg von 11 Prozent im Jahresvergleich gemessen und auch der Inlandstourismus erreichte das stärkste Wachstum seit Jahrzehnten ...

nzz.ch - 27. Februar 2015
Besuch des indonesischen Präsidenten: Austalien und Indonesien versöhnen sich

Indonesien ist einer von Australiens nächsten Nachbarn. An den engsten Stellen liegen die Küsten der beiden Länder nur ein paar hundert Kilometer auseinander. Doch die Hauptstädte Jakarta und Canberra trennen mehr als 5000 Kilometer und vier Zeitzonen. Und in den vergangenen Jahren haben verschiede-ne Ereignisse die geografische Distanz noch verstärkt: So wurde vor vier Jahren bekannt, dass Australien das Büro des indonesischen Präsidenten abgehört hatte; 2015 richtete Jakarta zwei austalische Drogen-händler hin und Anfang des Jahres wurde die australisch-indonesiche Militärzusammenarbeit auf Eis gelegt, weil in einem gemeinsamen Trainingslager Material aufgetaucht war, das Indonesien als beleidi-gend empfand. Der Besuch des indonesischen Präsidenten Joko Widodo stand daher im Zeichen eines Neustarts. Widodo und Australiens Premierminister Malcolm Turnbull unterstrichen die gemeinsamen Interessen. Beide Länder seien dynamische Demokratien, die für gegenseitigen Respekt und Diversität stünden, sagte Turnbull: «Wir teilen unser Bekenntnis zu Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und internationale Beziehungen, die auf anerkannten Regeln basieren und so für unsere Völker und die Regi-on Stabilität gewähren.» Die militärische Kooperation, in deren Rahmen unter anderem indonesische Spezialeinheiten in Australien trainieren, wurde vollumfänglich restauriert. Zusätzlich wurden verschie-dene Schritte angekündigt, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Ein weitreichendes Freihandelsabkommen wird verhandelt ...

goldseiten.de - 24. Februar 2017

Bitcoin in Australien teurer als Gold – neues Allzeithoch

Wie der Sydney Morning Herald heute berichtet, hat die digitale Geldeinheit Bitcoin heute Nachmittag in Australien ein neues Allzeithoch erreicht und war damit teurer als eine Unze Gold in australischen Dollars. Den Angaben zufolge stieg Bitcoin auf bitcoin.com.au zwischenzeitlich über 1.634 A$, während Gold sich um die 1.620 A$ bewegte. Laut CoinDesk ist die digitale Währung im bisherigen Jahresverlauf sehr stabil und hielt sich stets über der Marke von 1.000 US-Dollar. Marktkenner sehen den Grund für die gute Kursentwicklung in der möglichen Genehmigung des ETF der Winkelvoss-Zwillinge durch die SEC. Dem Bericht der Zeitung zufolge, nennt Rupert Hackett, General Manager von bitcoin.com.au, für Bitcoin eine nach eigenen Angaben konservative Preisprognose von 2.000 US-Dollar bis Ende des Jahres.

wallstreet-online.de - 23. Februar 2017

Studie: Australien Zielland Nr. 1  für flüchtende Millionäre

Das dünn besiedelte Australien sieht sich derzeit einer wachsenden Migrationskrise ausgesetzt. Jahr für Jahr strömen mehr Menschen mit Vermögenshintergrund auf den Kontinent, um es sich dort in der feudalen Hängematte bequem zu machen. Sie kommen meist mit dem Flieger, manchmal aber auch auf Schiffen, deren Eigentümer sie selbst sind … Ganze 11.000 solcher Leute sollen im letzten Jahr die Gren-zen zum Commonwealth-Mitglied passiert haben. Demgegenüber suchten nur 10.000 Millionäre Schutz in den Vereinigten Staaten und gerade mal 3.000 in Großbritannien. Die Zahlen stammen von der inter-nationalen New-World-Wealth-Organization, die sich der Wohlstandsforschung verschrieben hat ... Im Falle Australiens zählen zu den größten Pull-Faktoren ein verlässliches Gesundheitssystem, eine hohe innere Sicherheit und die Nähe zu den asiatischen Schwellenmärkten, mit denen man dann noch schnel-ler Geschäfte machen kann ... "In den letzten zehn Jahren hat der gesamte australische Reichtum um 85 Prozent zugenommen, verglichen mit einem 30-prozentigen Anstieg in den USA und 28 Prozent Wachs-tum in Großbritannien", lautet ein Studienfazit. Die Willkommenskultur ist entsprechend groß: Statt über eine Obergrenze zu diskutieren, führte die Regierung 2012 extra ein neues Visum für besonders wohlhabende Immigranten ein, die vorhaben, viel Geld in dem Land zu investieren.

goal.com - 23. Februar 2017

Fußball - Vor Duell mit Deutschland: Australien testet gegen Brasilien

Der Confed-Cup, die Generalprobe zur WM 2018 in Russland, steht an. Deutschlands Gruppengegner  hat sich einen Fußball-Riesen zur Vorbereitung geangelt: Die australische Nationalmannschaft testet    vor dem Duell mit Weltmeister Deutschland beim Confed-Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) gegen Brasilien. Neun Tage vor dem Gruppenspiel gegen die deutsche Auswahl (22. Juni) tritt der Asienmeister in Melbourne gegen den Rekord-Champion an.

tagesschau.de - 21. Februar 2017

Fünf Tote bei Flugzeugabsturz in Melbourne

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein zu dieser Zeit noch geschlossenes Einkaufszentrum im Mel-bourne sind alle fünf Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind unter den Opfern vier US-Touristen und der australische Pilot. Die US-Botschaft in Canberra und australische Behörden wollten die Nationalitäten zunächst jedoch nicht bestätigen. Das Unglück sei wohl auf einen Triebwerkausfall zurückzuführen, sagte der stellvertretende Polizeikommissar des Bundesstaats Victoria, Stephen Leane. Das zweimotorige Beechcraft-Flugzeug war kurz nach dem Start vom Flughafens Essendon in Melbourne in das Direct Factory Outlet Einkaufszentrum gekracht. Dieses war zum Unfall-zeitpunkt noch nicht geöffnet.

tacheles.ch - 20. Februar 2017

Israels Premierminister Binyamin Netanyahu besucht Down Under

Kaum konnte der israelische Premierminister Binyamin Netanyahu am Freitag nach seiner Rückkehr von seinem Blitzbesuch bei US-Präsident Trump in Washington den Koffer auspacken, gings am Sonntag schon wieder auf Reisen. Dieses Mal stehen Besuche in Singapur und Australien auf dem Programm. Beiden Staaten hat ein amtierender israelischer Regierungschef noch nie einen Besuch abgestattet. Nach-dem der Premierminister 2014 und 2016 bereits Besuche «down under» annulliert hatte, wäre eine wei-tere Streichung in Canberra zu Recht als Beleidigung aufgefasst worden, nicht zuletzt auch wegen der engen Freundschaft, die die geografisch so weit voneinander entfernten Staaten seit jeher verbindet...  Während seines fünftägigen Aufenthalts in Australien wird Netanyahu den Gouverneur des Landes sowie dessen Premierminister treffen und auch den Oppositionsführer und jüdische Persönlichkeiten nicht auslassen. In den politischen Gesprächen stehen Friedens- und Sicherheitsthemen auf der Traktanden-liste, der Kampf gegen den «Islamischen Staat» (IS) und die Zukunft Syriens. Das Handelsvolumen zwischen Israel und Australien beläuft sich auf rund 1,1 Milliarden Dollar, wobei Israel letztes Jahr Güter und Dienstleistungen im Wert von rund 700 Millionen Dollar nach Australien exportiert hat. [TA]

proplanta.de - 20. Februar 2017

Rekord-Getreideernte in Australien

Nachdem praktisch alle Druscharbeiten abgeschlossen sind, hat das Australische Amt für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) seine Produktionsschätzung nach oben korrigiert, und zwar um 12 %. Die Experten aus Canberra veranschlagen die diesjährige Ernte von Winterfrüchten jetzt auf 58,87 Mio t; das ist gegenüber dem normalen Aufkommen der Vorsaison ein Zuwachs von 19,27 Mio. t bzw.  rund der Hälfte. Alle fünf Bundesstaaten des Festlandes konnten dabei neue Druschrekorde verzeichnen; in Victoria verdreifachte sich die Ernte gegenüber 2015/16 ... So legte die Erzeugung von Weizen um 45,4 % auf das neue Allzeithoch von 35,13 Mio. t zu. Bei der Gerste stieg die Druschmenge um 56,1 % auf ein bisher nicht erreichtes Niveau von 13,41 Mio. t. Eine neue Rekordmarke erzielten auch die Rapserzeuger mit einer Steigerung der Produktion um 40,8 % auf 4,14 Mio. t. Weiter auf Expansionskurs befand sich „Down Under“ der Anbau von Kichererbsen, deren Ernte mit 1,41 Mio. t um 40,0 % größer ausfiel als im Vorjahr. Zudem holten die Farmer auch mehr Hafer, Triticale, Lupinen und Bohnen vom Feld. Für die meisten Sommerfrüchte wie Baumwolle, Reis und Mais erwartet ABARES ebenfalls höhere Erntemengen. Insgesamt haben die Erzeu-ger denAnbau gegenüber der Vorsaison um 15,0 % auf 1,35 Mio. ha ausge-dehnt. Die Gesamtproduktion dieser Kulturen soll im Vergleich zum schwachen Erntejahr 2015/16 um 11,6 % auf 4,22 Mio. t zunehmen. Gerechnet wird dabei mit deutlichen Produktionszuwächsen bei Baum-wolle, Reis und Mais. Die Ernte von Sorghum soll dagegen wegen der kräftigen Anbaueinschränkung um bis zu 40 % kleiner ausfallen.

NorthernTerritoryNews.com.au - 13. Februar 2016

NT Police fear for safety of German tourists missing near Alice Springs

A GERMAN tourist has been found dead after going missing during an outback road trip near Alice Springs. The whereabouts of his wife remains unknown. A ground-and-air search was launched yesterday after a ranger found a car thought to belong to the man and woman, aged 76 and 73 respectively, at Trephina Gorge. The couple arrived in Australia at the start of the month and hired a car from Alice Springs Airport on February 9 ... dpa: Die Leiche eines deutschen Urlaubers ist nach Polizeiangaben im australischen Hinterland entdeckt worden. Der Mann war seit mehreren Tagen vermisst worden, wie die Polizei in Alice Springs mitteilte. Der 76 Jahre alte Mann war zusammen mit seiner drei Jahre jüngeren Frau im Naturpark Trephina Gorge unterwegs, etwa 70 Kilometer entfernt von Alice Springs, im Herzen des australischen Kontinents. Von seiner Frau fehlte trotz großangelegter Suche zunächst weiterhin jede Spur. Das Paar war Anfang Februar nach Australien gekommen. Am Donnerstag mieteten die beiden auf dem Flughafen von Alice Springs ein Auto. Am Tag danach machten sie sich auf den Weg nach Trephina Gorge. Dort verlor sich ihre Spur. Auf einem Parkplatz wurde nur ihr verlassener Mietwagen entdeckt. Im australischen Outback werden gerade Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. In den Fall haben sich auch die deutschen Auslandsvertretungen in Australien eingeschaltet.

faz.net - 10. Februar 2017

Hitzewelle als Argument für Kohlekraftwerke

Die Hitzewelle im Osten Australiens führt zu Aufrufen an Familien, nicht zu kochen , mit der Maschine zu waschen oder die Spülmaschine zu nutzen. Denn die veralteten Stromnetze des Landes sind so überlastet, dass es erneut zu einem Ausfall in Südaustralien kam. Nun soll dort ein abgeschaltetes Gaskraftwerk mit 240 Megawatt wieder angefahren werden. Sein Betreiber hatte erklärt, es sei nicht gewinnbringend zu nutzen. Vor allem aber liefert die Stromkrise der Regierung Argumente, ihre aggressive Kohle-Politik voranzutreiben. Damit bringt sie sich in die Schusslinie der Umweltschützer rund um die Erde. Minister-präsident Malcolm Turnbull und seine Regierung haben das Paris-Abkommen zum Klimaschutz zwar ratifiziert. Doch warnen sie zugleich vor einem Zuviel an erneuerbaren Energien: Turnbull sprach im Parlament von „Wahnsinn“ der Opposition, einen Energiemix mit der Hälfte aus Erneuerbaren zu fordern ... Kritiker halten der Regierung nicht nur den an der massiven und wachsenden Zerstörung des Barrier-Riffs abzulesenden Klimawandel entgegen. Sondern auch, dass ihren Berechnungen zufolge ein Arbeitsplatz in der Kohleindustrie 21mal so viele Subventionen frisst, wie eine Stelle im Sektor der erneu-erbaren Energien. Der Bau „sauberer“ Kohlekraftwerke, die nach Regierungsangaben die Emissionen um 27 Prozent senken würden, werde mit rund 62 Milliarden Dollar zu Buche schlagen, der Bau von Wind- und Solarkraftwerken mit bis zu 34 Milliarden Dollar, hieß es zudem. Turnbull selber hatte noch 2010, vor seinem Amtsantritt als Ministerpräsident, erklärt, Australien müsse auf eine Null-Emissions-Politik zusteuern. Heute plädiert seine Regierung für neue Kohlekraftwerke ...

katholisch.de - 5. Februar 2017

Wochen der Wahrheit in Australien

Der katholischen Kirche in Australien stehen schwierige Wochen bevor. Eine von der Regierung einge-setzte Kommission beginnt mit ihrer letzten Anhörung zum Umgang der Kirche mit sexuellem Miss-brauch ... In den nunmehr vier Jahren Kommissionsarbeit ist kaum ein Tag vergangen, an dem nicht neue Ungeheuerlichkeiten bekanntwurden. So erfuhren die Australier, dass in den vergangenen Jahrzehnten Kinder und Jugendliche durch Geistliche aller Religionen, durch Ärzte in Krankenhäusern, durch Trainer in Sportvereinen, durch Vorgesetzte und Kameraden im Militär sexuell missbraucht wurden. In 6.433 vertraulichen Einzelgesprächen schilderten Missbrauchsopfer ihre Pein. 1.899 Fälle wurden Behörden und der Polizei angezeigt...

onvista.de - 3. Februar 2017

Fresenius Medical Care kauft in Australien Mehrheit an Tagesklinik-Betreiber

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) verstärkt sich in Australien durch einen Zukauf.  FMC habe an dem Betreiber von Tageskliniken Cura Day Hospitals einen Anteil von 70 Prozent gekauft, teilte die Fresenius-Tochter mit. Es gebe eine Kaufoption für die restlichen Anteile, sagte ein Unterneh-menssprecher. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. In der australischen Zeitung "Australian Financial Review" wurde zuvor über die Transaktion spekuliert und ein Unternehmenswert von bis zu 319 Mio Euro genannt. Cura betreibt 19 Tageskliniken in Australien und wurde 2008 gegrün-det. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde ein Umsatz von 127 Millionen australischen Dollar (rund 87 Millionen Euro) erwirtschaftet. FMC rechnet mit einem positiven Beitrag von Cura zum operativen Ergebnis im ersten Jahr nach Abschluss der Übernahme. Fresenius Medical Care ist ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Mit dem Zukauf wächst das Netzwerk von Fresenius Medical Care in Australien auf rund 40 ambulante Einrichtungen.

FAZ.net - 2. Februar 2017

Australien und Amerika: Gekränkte Freunde

Viele Australier haben mit Befremden auf die Ausfälle des amerikanischen Präsidenten Donald Trump  gegenüber ihrem Regierungschef Malcolm Turnbull reagiert. „Rüde“ und „beispiellos“ nannte etwa der ehemalige Außenminister Bob Carr die Äußerungen Trumps. Dem Sender ABC sagte der Politiker, dass über den Stellenwert der „besonderen Beziehung“ zu Amerika nachgedacht werden müsse. Denn Austra-lien gehört zu den treusten Freunden Amerikas, ist der wichtigste militärische Verbündete im Südpazifik und damit auch Sicherheitsanker im Wettbewerb mit China. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat Australien in jeden bewaffneten Konflikt auf ausländischem Boden, an dem die Amerikaner beteiligt waren, eigene Soldaten zur Unterstützung geschickt ... Noch wichtiger als Höflichkeit im Umgang ist Canberra ist in diesen Tagen allerdings auch, dass der laut Trump „dumme Deal“ trotz wütender Telefonate derzeit noch nicht aufgekündigt wurde. Die australische Regierung wiederholt derzeit das Mantra, dass Trump zuge-sagt habe, die Vereinbarung einzuhalten. Und das obwohl einige der Flüchtlinge aus jenen Staaten kom-men, deren Bürger unter Trumps Einreiseverbot fallen.

nzz.ch - 2. Februar 2017

Trump blamiert Australien

Australiens Regierungschef Turnbull bezeichnete sein erstes Telefongespräch mit Präsident Trump am Sonntag als Erfolg. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Die Ohrfeige kam – wie könnte es anders sein – per Twitter: «Kaum zu glauben. Die Obama Administration hat sich bereit erklärt, Tausende von illegalen Immigranten von Australien zu übernehmen. Warum? Ich werde dieses dumme Abkommen untersuchen!», schreibt der amerikanische Präsident Donald Trump am späten Mittwochabend Washingtoner Lokalzeit ... Lecks auf amerikanischer und australischer Seite zeichnen mittlerweile ein sehr negatives Bild des Gesprächs. Trump soll es als das Schlechteste des Tages bezeichnet haben ...

In einem Radiointerview am Donnerstagnachmittag widersprach Turnbull dem Gerücht, dass Trump aufgelegt habe. Das Gespräch sei freundschaftlich verlaufen. Der australische Premier weigerte sich aber, den Inhalt des Gesprächs zu kommentieren. Er zeigte sich enttäuscht, dass die Diskussion, die «selbst-verständlich vertraulich» gewesen sei, an die Öffentlichkeit gebracht worden sei. Zum Tweet des ameri-kanischen Präsidenten sagte Turnbull, dass für ihn gelte, was ihm Trump persönlich gesagt habe. Für Australien kommt der Streit mit Trump als Schock. Canberra und Washington sind enge Alliierte – Politiker beider Seiten werden üblicherweise nicht müde, die Stärke der transpazifischen Freundschaft  zu beschwören. Zusätzlich löst Trump im australischen Politik-Establishment grosse Unsicherheit wegen seiner aggressiven Haltung gegenüber China aus. Während die USA der wichtigste Sicherheitspartner Australiens ist, ist China der größte Handelspartner und ausländische Investor. Canberra steht vor einem sehr schwierigen Balanceakt zwischen Peking und Washington.

Neues Deutschland.de - 31. Januar 2017

Trumps Einreiserestriktionen finden begeisterte Zustimmung und scharfe Ablehnung

Australiens Außenministerin Julie Bishop hat sich am Montag mit deutlichen Worten hinter die US-Regierung gestellt. Man werde mit der Regierung von Donald Trump weiterhin eng beim Thema Grenz-schutz zusammenarbeiten, sagte sie laut Medienberichten. »Wir teilen bei vielen Themen die gleiche Ansicht.« Und sie fügte hinzu: »Die besten Tage der australisch-amerikanischen Beziehungen liegen noch vor uns.« Auch der australische Finanzminister Scott Morrison weigerte sich in einem Radiointerview, den US-amerikanischen Präsidenten zu kritisieren. Dieser sah sich am Wochenende weltweiter Kritik ausgesetzt, nachdem er ein vorübergehendes Einreiseverbot für sieben überwiegend muslimische Länder - Irak, Iran, Syrien, Libyen, Jemen, Sudan und Somalia - verhängt hatte. Morrison urteilte, die Entwick-lung zeige, dass »die Welt zu Australien aufhole«. Er bezog sich dabei auf die australische Kontrolle des Indischen Ozeans zwischen Australien und Indonesien...

Handelsblatt.com - 30. Januar 2017

Trump will Flüchtlinge aufnehmen

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben des australischen Premierministers Malcolm Turnbull zur Umsiedlung von Flüchtlingen bereit, die in Lagern auf Inseln im Pazifik festgehalten werden. Trump habe während eines 25-minütigen Telefongesprächs am Sonntag zugestimmt, eine nicht näher angege-ene Zahl Flüchtlinge aufzunehmen, wie dies in den letzten Monaten der vorherigen US-Regierung von Barack Obama versprochen worden sei, sagte Turnbull am Montag. Die Obama-Regierung hatte zuge-stimmt, Flüchtlinge unter den fast 1.300 Asylbewerbern umzusiedeln, die in den Inselstaaten Nauru und Papua-Neuguinea festgehalten werden ... Die meisten der Asylbewerber sind Muslime aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien. Trump hatte am Freitag eine Anordnung zur Einwanderung herausgegeben, wo-ach Staatsbürger aus den sieben mehrheitlich muslimischen Ländern Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen drei Monate lang nicht in die USA einreisen dürfen. Turnbull wollte das nicht kom-entieren. Es sei nicht sein Job, „einen Kommentar zur Innenpolitik anderer Länder“ abzugeben, sagte er.

Handelsblatt.com - 29. Januar 2017

Allianz plant Milliarden-Übernahme in Australien

Bisher kümmerte sich der Allianz-Chef vornehmlich um den internen Umbau des Konzerns. Dabei soll es nicht bleiben: Oliver Bäte prüft intensiv den Kauf des größten australischen Versicherers QBE. Es wäre ein Milliarden-Deal ... Wikipedia: QBE Insurance entstand 1973 aus einer Fusion der australischen Unternehmen Queensland Insurance, Bankers' and Traders' Insurance Company und The Equitable Probate and General Insurance Company. QBE-Response to Media Speculation 30. 1.: QBE confirms that it is not in discussions with Allianz or other potential buyer ...

stern.de - 27. Januar 2017

Zehntausende sehen tödlichen Flugzeug-Absturz in Australien

Beim Absturz eines Flugzeugs während der Feiern zum australischen Nationalfeiertag sind zwei Men-schen ums Leben gekommen. Die Maschine - eine Grumman G-73 Mallard - stürzte am Donnerstag unter den Augen vieler Zehntausend Zuschauer in der westaustralischen Millionenmetropole Perth in einen Fluss. Die beiden Insassen - der 54 Jahre alte Pilot und seine 30-jährige Freundin - konnten nach Polizei-angaben vom Freitag nur noch tot geborgen werden. Das Amphibienflugzeug nahm an den Feiern zum Australia Day teil, zu denen in Perth bis zu 300 000 Menschen erwartet wurden. Der Absturz wurde von vielen Menschen mit ihren Smartphones gefilmt. Auf den Videos ist zu sehen, wie die Maschine in relativ niedriger Höhe über dem Fluss Swan River vermeintlich sicher ihre Kreise zieht, dann aber plötzlich nach unten wegbricht und ins Wasser stürzt. Die beiden Insassen konnten nur noch tot aus dem Fluss gezogen werden. Ein geplantes Feuerwerk wurde abgesagt.

derstandard.at - 25. Jänner

Chinas Stromriese State Grid kauft ein

Der weltgrößte chinesische Elektrizitätskonzern State Grid kauft Brasiliens größten privaten Stromver-sorger CPFL für 14,19 Milliarden Real, umgerechnet 4,17 Mrd. Euro. China State Grid übernimmt einen Mehrheitsanteil von 54,64 %, wie das brasilianische Unternehmen und chinesische Zeitungen berichte-ten. Mit der Übernahme erweitert der größte chinesische Elektrizitätsversorger seine bereits starke Präsenz auf dem brasilianischen Strommarkt, wo das Unternehmen seit 2010 tätig ist und heute 10.000 Kilometer an Leitungen betreibt. Das Tochterunternehmen State Grid Brazil Holding ist der zweitgrößte Stromverteiler in dem krisengeschüttelten lateinamerikanischen Land. Das größte chinesische Staats-unternehmen expandiert weltweit. Allerdings scheiterte im vergangenen Jahr der Versuch von State Grid, in Australien das Stromnetz Ausgrid zu übernehmen, an australischen Sicherheitsbedenken.

nzz.ch - 25. Januar 2017

Australia-Day - In Australien feiert nicht die ganze Nation

Zum Nationalfeiertag am 26. Januar, dem Australia Day, gehören wie anderswo Politikerreden, Feuer-werk und Fähnchenschwenken. Doch bei vielen hinterlässt der Tag einen schalen Geschmack. Andere, insbesondere die Ureinwohner des Kontinents, boykottieren gar den Anlass. Denn der Australia Day ist an dem Datum, an dem Gouverneur Arthur Phillip im Hafen von Sydney 1788 das Land zum Besitz der britischen Krone erklärte und die Kolonie New South Wales gründete. Für die Aborigines begann damit eine lange Leidensgeschichte, die sie an den Rand der Ausrottung brachte. 1938, zum 150-Jahr-Jubiläum der Koloniegründung, wurden Aborigines noch gezwungen, an einer historischen Nachstellung der Lan-dung von Phillip teilzunehmen. Im gleichen Jahr kam es aber bereits zu Demonstrationen gegen den «Tag der Trauer». Bei den 200-Jahr-Feierlichkeiten 1988 kam bei den Gegnern die Bezeichnung «Tag der Invasion» auf. Doch selbst damals war der 26. Januar noch kein offizieller, landesweiter Feiertag. Das wurde er erst 1994. Wegen dieses geschichtlichen Hintergrunds werden Aborigines und ihre Unterstützer auch dieses Jahr wieder gegen den Australia Day demonstrieren. 

DieZeit.de - 24. Januar 2017

TPP-Abkommen: Australien will Freihandelsabkommen retten

Australien will das Transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) auch ohne die USA umsetzen. Der australische Premierminister Malcolm Turnbull sagte, seine Regierung sei in "aktiven Diskussionen" mit den TPP-Staaten Japan, Neuseeland und Singapur. "Es gibt gewiss die Möglichkeit, dass China TPP beitritt." Ein Hauptziel des Abkommens war es zuvor, dem wachsenden wirtschaftlichen Einfluss von China im Pazifikraum entgegenzusteuern. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte zuvor per Dekret den TPP-Ausstieg seines Landes besiegelt. Damit hatte er ein zentrales Versprechen aus dem Wahlkampf umgesetzt, in dem er das 2015 unterzeichnete Pazifik-Abkommen als "Jobkiller" bezeichnet hatte. Das Abkommen würde nur großen Firmen nutzen, die Handel in Asien betrieben. Der Rückzug aus dem TPP-Abkommen sei eine "großartige Sache für den amerikanischen Arbeiter", sagte er bei der Unterzeichnung des Dekrets im Oval Office ... Die Absage des Abkommens sei eine große Schande, komme aber nicht unerwartet, sagte der australische Handelsminister Steve Ciobo. Jetzt müsse man sehen, ob das TPP als Abkommen von "12 minus 1"-Ländern funktionieren könne. Mit Kanada, Mexiko, Japan, Neuseeland, Singapur und Malaysia werde bereits nach einer Alternative gesucht.

spiegel.de - 22. Januar 2017

Flughäfen: Australien will Passagiere komplett elektronisch checken

Wer in Australien landet, muss am Flughafen vielleicht bald keinen Pass mehr vorzeigen und sich in keiner Schlange anstellen: Die australische Regierung plant, die Ein- und Ausreise fast komplett elek-tronisch abwickeln zu lassen, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" am Sonntag berichtet. Die Einreise- und Grenzschutzbehörde wolle in den kommenden Jahren in allen Flughäfen Technologien installieren, die Bordkarten überflüssig machen und Passkontrolleure mit elektronischen Stationen ersetzen, heißt es in dem Bericht... In Deutschland sind solche Projekte im Hinblick auf Datenschutz und Wahrung von Persönlichkeitsrechten höchst umstritten. Die Einführung der ersten Körperscanner 2010 wurde von vielen als Einbruch in die Privatsphäre kritisiert.

Handelsblatt - 20. Januar 2017

Australien: Riesenkrokodil tötet Mann

Als ein Mann einen Fluss in Australien durchqueren wollte, ist er laut Polizei von einem drei Meter großen Krokodil angegriffen und getötet worden. Die Stelle sei bekannt dafür, dass sich dort viele Reptilien aufhalten ... Passend zum Start der elften RTL-Staffel 'Ich bin ein Star - hol mich hier raus' häufen sich in den deutschen Medien wieder die Meldungen über Hai- und Krokodilangriffe auf dem Fünften Kontinent. - Lesen Sie mehr dazu in Chitchat-Aktuell.

euronews.com - 20. Januar 2017

Drei Tote bei Amokfahrt in Melbourne

In der australischen Millionenstadt Melbourne hat ein Autofahrer offenbar mutwillig zahlreiche Fuß-gänger überfahren und dabei drei Menschen getötet und mindestens 20 verletzt. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Polizeibeamte rammten das Fahrzeug schließlich mit einem Streifen-wagen, verletzten den unberechenbar agierenden Fahrer mit mehreren Schüssen und zerrten ihn aus dem Auto. Laut Behördenangaben handelt es sich um einen 26-Jährigen Mann griechischer Abstam-mung. Er ist er wegen psychischer Erkrankungen, häuslicher Gewalt und Drogendelikten bekannt und wird verdächtigt, kurz zuvor seinen Bruder erstochen zu haben.

aerztezeitung.de - 19. Januar 2017

Eher Bienenstich als Schlangenbiss

Wer an giftige Tiere in Australien denkt, dem kommen wohl als erstes Schlangen und Spinnen in den Sinn. Doch einer Studie der Universität Melbourne zufolge sind Bienen und Wespen für die meisten Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit giftigen Tieren verantwortlich.

Aus verschiedenen Datenquellen wurden Todesfälle in den Jahren 2000 bis 2013 sowie Krankenhaus-Einweisungen von 2001 bis 2013 betrachtet. Insgesamt wurden von 42.000 erfassten Patienten 33 Prozent wegen Bienen- oder Wespenstichen behandelt. 30 Prozent wurden mit Spinnenbissen einge-wiesen und nur 15 Prozent mit Schlangenbissen. Durch Bienen- und Wespenstiche starben ebenso viele Menschen wie durch Schlangenbisse, nämlich jeweils 27. Auch Ameisen und Quallen verursachten mehrere Todesfälle, wohingegen kein Fall von Spinnenbissen zum Tod führte. (dpa)

ntv.de - 17. Januar 2017

Mehr Eisenerz aus Australien: Rio Tinto forciert Produktion

Der Bergbaukonzern Rio Tinto hat im vergangenen Jahr die Produktion gesteigert und mehr Eisenerz ausgeliefert. Das Unternehmen steigerte die Auslieferungen aus der westaustralischen Region um 3 % auf 327,6 Millionen Tonnen. Die großen Minenkonzerne haben in den vergangenen Jahren massiv in ihre Produktion in Australien angesichts einer stetig steigenden Nachfrage aus China investiert.

 

Am Ausblick für das laufende Jahr, wonach die Auslieferungen aus Australien auf 330 Millionen bis 340 Millionen Tonnen zulegen sollen, hielt Rio Tinto fest. Ursprünglich lag die Prognose allerdings noch höher. Wegen Verzögerungen bei einem Bahnprojekt, bei dem die Züge künftig autonom fahren sollen, wurde der Ausblick allerdings reduziert. Rio Tinto will sich im neuen Jahr weiter auf Kostensenkungen konzentrieren. Zudem werde man ein Augenmerk auf Produktivitätsfortschritte legen, erklärte Konzern-chef Jean-Sébastien Jacques. Der Eisenerzpreis hat sich mittlerweile bei rund 80 US-Dollar je Tonne stabilisiert. Vor rund sechs Jahren während der Bergbaubooms lag der Preis noch bei etwa 190 Dollar je Tonne, vor gut einem Jahr wurden für eine Tonne allerdings nur noch 37 Dollar erzielt. Rio Tinto hatte deswegen zuletzt bereits verstärkt auf Kostensenkungen gesetzt.

Donaukurier.de - 28. Dezember 2016

Ölriese BP kauft mehr als 500 australische Tankstellen

Der britische Ölriese BP übernimmt mehr als 500 weitere Tankstellen in Australien. Die Supermarktkette Woolworths erhalte dafür 1,3 Milliarden Dollar (1,24 Mrd€), teilte BP  mit. Der Kaufpreis umfasst dem-nach 527 Tankstellen sowie 16 weitere, die sich noch im Bau befinden. BP besitzt in Australien bereits 350 Tankstellen; ungefähr tausend weitere verkaufen ebenfalls Benzin und Diesel des Konzerns.

 

tagesschau.de - 23. Dezember 2016

Polizei verhindert Terroranschlag in Melbourne

Die Polizei in Australien hat nach eigener Darstellung einen drohenden Anschlag am Weihnachtstag in  Melbourne verhindert. Bei einem Großeinsatz von rund 400 schwer bewaffneten Polizisten seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Es handele sich um sechs Männer und eine Frau - alle in den Zwanzigern. Polizeisprecher Graham Ashton sagte, die Festgenommenen hätten ver-mutlich an Weihnachten mit Sprengstoff, Messern und Gewehren an mehreren Orten in Melbourne zuschlagen wollen, unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street und der Paulus-Kathedrale. Dabei sollte auch Sprengstoff eingesetzt werden. Vier der Festgenommenen seien in Australien geboren und aufgewachsen. Sie hätten sich selbst radikalisiert und seien durch die Propaganda des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) zu ihren Plänen inspiriert worden. Zwei der Festgenommen seien bereits wieder auf freiem Fuß, mindestens vier müssten sich aber am Freitag vor Gericht verantworten.

 

FAZ.net - 19. Dezember 2016 / von Christoph Hein, Canberra

Rating: Australien kommt mit einem blauen Auge davon

Australiens Regierung hat eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes knapp vermieden. Nach der Vorlage des halbjährigen Haushaltsberichtes erklärten zwei der drei großen Ratingagenturen, der zwölftgrößten Volkswirtschaft der Erde werde weiter die Bestnote „AAA“ zugestanden. Das bodenschatz-reiche Land leidet unter der schwächeren Nachfrage aus China, niedrigeren Preisen für Rohstoffe und geringeren Investitionen der Rohstoffkonzerne. Die Einnahmen aus Lizenzabgaben und Steuern sinken, so dass die neue Regierung sparen muss. Schatzkanzler Scott Morrison senkte die Wachstumserwartung in diesem Fiskaljahr (1. Juli) auf nur noch 2 bis 2,5 Prozent ... Australien zählt zum exklusiven Club der „Triple-A“-Länder, die von den Agenturen als besonders kreditwürdig eingeschätzt werden. Dazu zählen auch Deutschland, Dänemark, Hongkong Liechtenstein, Luxemburg, Kanada, die Niederlande, Norwe-gen, Singapur, Schweden und die Schweiz.

Merkur.de - 15. Dezember 2016 / dpa

Abschreckung: USA erhöhen Militärpräsenz in Australien

Die USA werden 2017 ihre Militärpräsenz in Australien verstärken und dort Kampfflugzeuge stationieren.

Die am Mittwoch unterzeichnete Vereinbarung solle Aggressionen in der Region vorbeugen, teilte das US-Militär mit. Nach Angaben des Marine-Kommandeurs im Pazifik, Admiral Harry Harris, wollen die USA ihre modernsten Kampfflugzeuge von Australien aus starten lassen, um ein starkes Signal ihrer An-wesenheit im indo-asiatischen Pazifikraum zu geben. Die USA blieben ein wichtiger Akteur in der Region, unabhängig davon, wer gerade US-Präsident sei, sagte Harris in Australien, wo er den Premierminister Malcolm Turnbull und Außenministerin Julie Bishop traf. Ein „revanchistisches Russland und ein zunehmend selbstsicheres China“ sowie Nordkorea und der islamistische Terrorismus seien „spürbare Herausforderungen“ für die USA und Australien. Dies mache eine „glaubwürdige Kampfkraft“ nötig.

 

Standard.at - 12. Dezember / apa

Grünes Licht für zweiten internationalen Flughafen von Sydney

Die australische Millionenmetropole Sydney bekommt einen zweiten internationalen Flughafen. Nach jahrelangem Zögern gab die Regierung grünes Licht für den Bau einer ersten Landebahn in Badgerys Creek. Die Gegend 45 Kilometer westlich von Sydney gilt bereits seit 1986 als möglicher Standort für einen zweiten Flughafen der Stadt. Er soll in den Jahren nach 2020 fertig sein und von rund zehn Mio. Fluggästen jährlich genutzt werden. Premierminister Malcolm Turnbull geht davon aus, dass durch den Bau des zweiten Flughafens zehntausende neue Arbeitsplätze entstehen. Die "wirtschaftlichen Möglich-keiten" des Westens von Sydney würden so verbessert. Der neue Flughafen soll vor allem den bisherigen Airport Kingsford Smith entlasten, über den die meisten Reisenden nach Australien gelangen. Er ist in-zwischen an seine Grenzen gekommen. Im Jahr 2015 wurden dort 39,7 Millionen Passagiere abgefertigt. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Sydney-Reisenden in den nächsten 20 Jahren verdoppelt.

 

DiePresse.com - 12. Dezember 2016

Der Versicherer Zurich Insurance kauft in Australien für 551 Millionen Dollar zu.

Der Versicherer Zurich Insurance baut sein Geschäft in Australien aus. Für 551 Millionen Dollar wollen die Schweizer den größten australischen Reiseversicherungs-Anbieter Cover-More kaufen. Cover-More stimmte den Plänen von Zurich den Angaben zufolge zu, zeigte sich gleichzeitig aber offen für rivalisie-rende Angebote. Zurich erwarb in Australien zuletzt das Lebensversicherungsgeschäft von Macquarie Life. Einen Kaufpreis nannte der Versicherer nicht. Für Cover-More bieten die Schweizer 1,95 A$ je Aktie geboten, was einem Aufschlag von 48 Prozent auf den Schlusskurs des Papiers vom Freitag entspricht. Am Montag schossen die Aktien 42 Prozent in die Höhe auf 1,87 australische Dollar.

 

DieWelt.de - 11. Dezember 2016 / von Barbara Barkhausen, Sydney

Der deutsche Akzent verriet den Mörder

1983 verschwand die zehnjährige Louise Bell aus ihrem Bett und wurde nie wieder gesehen. Jetzt wurde der deutsche Lehrer und Auswanderer Dieter Pfennig in Australien zu 35 Jahren Haft verurteilt ... Dank des DNA-Funds wurde Dieter Pfennig nun über 30 Jahre später doch noch des Mordes an Louise Bell schuldig gesprochen und verurteilt. Pfennig, der bereits wegen seiner anderen Verbrechen im Gefängnis saß, erhöhte seine Strafe so um weitere 35 Jahre. Damit wird der 68-Jährige vermutlich hinter Gittern sterben. Für die Angehörigen der Opfer sind nach seiner Verurteilung zumindest einige offene Fragen beantwortet. Wo jedoch die Leichen von Michael und Louise begraben sind, dazu schweigt der einstige Lehrer nach wie vor. Einem Mithäftling soll er vor einigen Jahren zwar verraten haben, dass er die beiden am gleichen Ort begraben habe. Doch wo dies ist, dazu schweigt der Deutsche bisher hartnäckig.

 

NZZ.ch - 11. Dezember 2016  / von Patrick Zoll, Sydney

Australien überholt in naher Zukunft Katar als weltgrössten Exporteur von LNG

Fast wie Pilze schiessen sie gegenwärtig aus dem australischen Boden, milliardenteure Anlagen zur Verflüssigung von Erdgas. 200 Mrd. austr. $ (150 Mrd. Fr.) hat die Branche in den vergangenen Jahren in Abfertigungsanlagen für den Export von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) investiert. Wenn bis 2020 die insgesamt acht neuen Terminals in voller Produktion sind, kann Australien pro Jahr 65 Mio. Tonnen Flüssig-Erdgas zusätzlich exportieren. Das ist rund ein Viertel des diesjährigen globalen Markts. Damit wird Australien der grösste Produzent auf dem Weltmarkt. Läuft alles nach Plan, wird Down Under 2019 Katar als führenden LNG-Exporteur ablösen ...

 

schweizerbauer.ch - 11. Dezember 2016

Australien: Rekordgetreideernte wahrscheinlich

Aufgrund ausreichender Regenfälle und guter Aufwuchsbedingungen erwarten die Analysten jetzt für die Winterfrüchte in der Saison 2016/17 ein Aufkommen von 52,44 Mio t; das würde im Vergleich zur „nor-malen“ Erntemenge des Vorjahres einen Zuwachs von 12,80 Mio t oder 32,3 % bedeuten. Der Anstieg resultiert aus höheren Hektarerträgen, denn die Anbauflächen wurden lediglich um gut 1 % ausgedehnt. Der Ernteschätzung zufolge werden die australischen Farmer an allen Feldfrüchten größere Mengen als 2015/16 einbringen, ganz besonders soll das bei Weizen der Fall sein. Bei dieser Getreideart wird mit einem Produktionsanstieg um 8,45 Mio t oder 34,9 % auf die Rekordmenge von 32,64 Mio t gerechnet.

Auch bei der Gerste dürfte mit einer Zunahme der Druschmenge gegenüber 2015/16 um 23,9 % auf 10,64 Mio t ein neuer historischer Höchstwert erreicht werden. Bei Raps wird das schwache Vorjahresergebnis mit einer Ernte von 3,58 Mio t voraussichtlich um 637 000 t oder gut ein Fünftel übertroffen. Die Farmer „Down Under“ werden den Analysten aus Canberra zufolge auch mehr Hafer vom Acker holen; die Pro-duktion soll gegenüber 2015/16 um 38,0 % auf 1,81 Mio t steigen. Weiter auf Expansionskurs ist zudem der Anbau von Kichererbsen, deren Ernte mit 1,23 Mio t um 21,6 % größer ausfallen soll als im Vorjahr. Die Erzeugung von Bohnen, Triticale und Lupinen soll ebenfalls klar über dem Vorjahresniveau liegen.

Für die meisten Sommerfrüchte wie Baumwolle, Reis und Mais erwartet ABARES ebenfalls höhere Ernte-mengen. Insgesamt haben die Erzeuger ihre Anbaufläche gegenüber der Vorsaison um 15,0 % auf 1,35 Mio ha ausgedehnt. Die Gesamtproduktion dieser Kulturen soll im Vergleich zum schwachen Erntejahr 2015/16 um 20,8 % auf 4,56 Mio t zunehmen. Gerechnet wird mit deutlichen Produktionszuwächsen bei Baumwolle und Reis. Die Körnermaisernte soll mit 519 000 t um 18,2 % größer ausfallen als im Vorjahr.

 

Süddeutsche.de - 10. Dezember 2016

Neuer Rekord: Nonstop-Flüge von Australien nach London ab 2017

In der kommenden Woche soll der längste kommerzielle Nonstop-Flug weltweit genehmigt werden: Starten sollen die Maschinen im westaustralischen Perth, landen 17,5 Stunden später und 14 500 Kilometer weiter in London. Das berichteten australische Medien. Die ersten Flüge könnten Ende 2017 starten, wenn die Fluggesellschaft Qantas die erste Lieferung ihrer Langstreckenflugzeuge Boeing 787 Dreamliner erhalten habe. Bisher war die Rekordstrecke knapp eine Stunde kürzer: von Dubai nach Auckland, geflogen seit März von der Airbus A380-Flotte der Gesellschaft Emirates.

 

nzz.ch - 7. Dezember 2016

Erster BIP-Rückgang seit fünf Jahren: Australiens Wirtschaft schwächelt

Den kleinen Minus-Strich vor einer Wachstumszahl ist man sich in Australien nicht mehr gewohnt. Seit 25 Jahren hat das Land keine technische Rezession mehr erlebt. Seit 1991 waren die Wachstumszahlen nur während drei Quartalen negativ, aber nie in zwei aufeinanderfolgenden. Nun ist das vierte negative Quartal in einem Vierteljahrhundert da: -0,5% lautete die harsche Realität, die das Australian Bureau of Statistics (ABS) für die im September zu Ende gegangene Dreimonatsperiode bekannt gab. Das ist das schlechteste Resultat seit dem Lehman-Schock. Aufs Jahr gerechnet betrug das Wachstum noch 1,8% ... Besonders geschwächelt haben die Staatsausgaben (-10,4% gegenüber dem Vorquartal) und die Bauwirt-schaft (-4,9%). Dazu beigetragen hat laut ABS das schlechte Wetter, das Bauarbeiten verzögerte. Stark in den Büchern schlägt sich auch der Rückgang bei den Investitionen nieder. Diese waren bereits das zwölf-te Quartal in Folge rückläufig. Der Hintergrund ist vor allem, dass die grossen Investitionsprojekte der Bergbau- und Energiebranchen zum Abschluss gekommen sind. Seit dem Ende des Minenbooms gibt es wenig Nachfolgeprojekte. In der Produktion war der Bergbausektor dank der wieder etwas höheren Roh-warenpreise allerdings positiv. Trotzdem zeigt sich, dass der Übergang von einer stark von Rohwaren abhängigen zu einer mehr dienstleistungsorientierten Wirtschaft nicht so schnell und reibungslos ver-läuft, wie es sich die Politiker und Wirtschaftsführer erhoffen. Treasurer Scott Morrison sprach von einem «Weckruf», Australien können nicht einfach davon ausgehen, dass das Wachstum garantiert sei. Er wies aber auch darauf hin, dass das Land aufs Jahr gerechnet noch immer ein höheres Wachstum als sechs der sieben G7-Staaten aufweise. Einzig das Vereinigte Königreich stehe gegenwärtig besser da. Kommt dazu, dass es grosse regionale Diskrepanzen gibt. New South Wales mit dem Wirtschaftsmotor Sydney wächst stark, die ressourcenabhängigen Gliedstaaten Western Australia und Queensland hin-gegen hinken hinten nach. Selbst innerhalb der Gliedstaaten tun sich Gräben auf. Im flächenmässig relativ kleinen Victoria wuchs im Fiskaljahr 2015-16 die Hauptstadt Melbourne mit beeindruckenden

4,4 %. In den ländlichen Gebiete des Gliedstaates ging die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum jedoch um 1% zurück. Die grosse Frage lautet nun, ob Australien eine technische Rezession bevorsteht,

ob die längste Wachstumsphase in der Geschichte des Landes zu Ende geht. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass dies nicht passiert. Im 4. Quartal wird wieder mit einem positiven Resultat gerechnet.

 

ntv.de - 6. Dezember 2016

Unzulässige Kredite vergeben: Australien brummt BMW Millionenstrafe auf

Die Finanztochter des deutschen Autobauers BMW soll in Australien tausende Kunden mit leichtfertig vergebenen Krediten in die Überschuldung getrieben haben. Nun muss BMW die Betroffen entschädigen - und etwas für ihre ökonomische Bildung tun. Wegen der Vergabe unzulässiger Kredite an Autokäufer in Australien muss BMW den betroffenen Kunden umgerechnet rund 50 Millionen Euro zahlen. Die Dar-lehen seien von einer Finanztochter des Automobilherstellers gewährt worden, obwohl sich die Kredit-nehmer den Kauf eines neuen Wagens gar nicht leisten und das Geld offensichtlich nicht abstottern konnten, teilte die Aufsichtsbehörde Australian Securities and Investment Commission (ASIC) mit.

 

NewBusiness.de - 5. Dezember 2016

Bauer prüft weiteren Verlags-Kauf in Australien

Die Bauer Media Group prüft in Australien offenbar die Übernahme eines weiteren Verlagshauses. Der Hamburger Konzern, der 2012 mit dem Erwerb des führenden Magazinverlags ACP, Sydney, in den dor-tigen Medienmarkt eingestiegen war, soll an einer Übernahme des Rivalen Pacific Magazines interes-siert sein, heißt es in Branchenkreisen. Bauer habe dazu bereits mit dem Pacific-Eigner Seven West Media Gespräche geführt, so die (bislang unbestätigten) Spekulationen. Pacific mit Hauptsitz in Sydney ist zurzeit die Nummer zwei in der australischen Zeitschriftenbranche (Family Circle, Marie Claire, Men's Health etc.) ... Die Bauer Media Group äußerte sich auf 'new business'-Anfrage nicht zu den aktuellen Übernahme-Gerüchten. Der Hamburger Medienkonzern hat seine internationalen Aktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Der Anteil des Auslandsgeschäfts liegt mittlerweile bei 65,6 Prozent (Geschäftsjahr 2015) und ist damit gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen (2014: 64,9 Prozent). Bauer ist in insgesamt 20 Ländern aktiv.

 

DieZeit.de - 2. Dezember 2016

Australien verschärft Anti-Terror-Gesetze

Australien hat erneut seine Anti-Terror-Gesetze verschärft und die Sicherheitsverwahrung auch für ver-urteilte Attentäter eingeführt. Das Parlament stimmte für einen Gesetzentwurf der konservativen Regie-rung, der dem Generalstaatsanwalt die Möglichkeit gibt, beim Obersten Gerichtshof die Verlängerung einer Haftstrafe zu beantragen. Attentäter, die nach der Verbüßung ihrer Strafe weiter als unannehmba-res Risiko eingestuft werden, müssen dann weiter im Gefängnis bleiben ... In Australien gilt seit 2014 eine erhöhte Terrorwarnstufe. Nach Angaben von Justizminister Keenan wurden seitdem insgesamt 55 Ver-dächtige angeklagt, die bei 24 Anti-Terror-Razzien im Land festgenommen worden waren. 40 von ihnen stehen demnach wegen Terrorvorwürfen vor Gericht. Im selben Zeitraum wurden vier Anschläge verübt. Elf weitere seien durch die "großartige Arbeit" der Sicherheitsbehörden vereitelt worden, so Keenan.

 

Krone.at - 27. November 2016

Pollen-Sturm: Sechs Tote nach "Asthma- Gewitter" in Australien

Im australischen Melbourne sind nach einem als "Asthma- Gewitter" bezeichneten Wetterphänomen sechs Menschen gestorben. Tausende Einwohner der Metropole hatten nach einem schweren Sturm, der massenhaft feuchte Pollenteilchen in der Luft verteilte, so starke Atembeschwerden, dass sie medizinisch versorgt werden mussten ... Zum ersten Mal wurde das Wetterphänomen "Asthma- Gewitter" im Jahr 1987 in Melbourne beobachtet und dokumentiert. Ähnliche Berichte von einem drastischen Anstieg von Asthma- Beschwerden wurden seither auch aus Großbritanien, Kanada, den USA und Italien gemeldet. Wie Forscher im Rahmen einer 2007 veröffentlichten Untersuchung herausgefunden haben, müssen mehrere Faktoren zusammentreffen, damit ein derartiges "Asthma-Gewitter" ausgelöst wird. Zum einen bedarf es einer großen Menge an Gräserpollen oder Pilzsporen, zum anderen braucht es einen starken Sturm, der das allergene Material in bewohnte Gebiete weht. Notwendig sei zudem z.B. Wasser, das die Ähren oder Pilzsporen aufbricht und solcherart feinste allergene Partikel freisetzt, so die Wissenschaftler.

 

FAZ.net - 23. November 2016

Minen-Milliardärin will Trumps Politik für Australien

Während Unternehmer und Manager in Europa weiter vor dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seiner Politik warnen, unterstützt ihn die reichste Geschäftsfrau Australiens nun lautstark. Die Minenerbin und Groß-Farmerin Gina Rinehart empfiehlt der australischen Regierung sogar, Trumps Politik-Ansatz zu übernehmen. Andernfalls werde Australiens konservativ-liberale Regie-rung dem „griechischen Weg“ folgen, und „unverantwortlich die Ausgaben erhöhen und weitere Schulden machen“... Zugleich wandte sich Rinehart gegen eine drohende höhere Besteuerung der Bodenschatz-industrie in Australien: „Der Bergbau kann nicht immer wieder der Geldautomat der Regierung sein“, sagte Milliardärin und Mutter von vier Kindern, mit denen sie seit Jahren vor Gericht um das Erbe streitet. Ihr Konkurrent Jacques Nasser, der Vorsitzende des Verwaltungsrates des weltgrößten Minen-konzerns BHP Billiton, hatte vergangene Woche noch öffentlich gewarnt, Trumps angdrohte Handels-politik mir ihren hohen Zöllen drohe zu einem "Trauma" für die Weltwirtschaft werden.  

 

WAZ - 23. November 2016

Polizei hebt illegale Waffenschmiede in Australien aus

Bei einer Razzia in Australien hat die Polizei eine umfangreiche illegale Waffenschmiede ausgehoben. Fünf Menschen wurden festgenommen. Mitten im Urlauberparadies nahe der Stadt Gold Coast im Nordosten des Kontinents fanden Beamte Labore und 3D-Drucker, mit denen Waffen und Waffenteile hergestellt wurden, sowie Rauschgift. Ob die Polizei einem Terrornetzwerk oder Drogenbanden auf der Spur war, blieb zunächst unklar. Die Beamten stellten selbst gemachte Maschinenpistolen und andere Waffen sowie Munition und Schalldämpfer sicher.

 

Süddeutsche.de - 21. November 2016

Apec-Gipfel: Der noch nicht da ist

Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Apec-Staaten in Lima wurde von der Unsicherheit über eine mögliche Isolation der USA unter Donald Trump beherrscht. Barack Obama versuchte, diese Ängste zu zerstreuen ... Viele Apec-Staaten wollen TPP zwar noch nicht aufgeben. China werde aber die Lücke wohl füllen, sollte die künftige Trump-Regierung wirklich von den Freihandelsbemühungen ab-rücken, sagte Neuseelands Premier John Key. Australiens Premierminister Malcolm Turnbull warnte zugleich vor Protektionismus: "Das ist der Weg in die Armut." Nach Angaben aus Washington drang Obama bei dem Treffen auch darauf, dass Peking eine schärfere Gangart gegenüber seinem Verbündeten Nordkorea einlegt. Die USA wollten bei den UN darauf hinwirken, die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea wegen dessen Atomwaffentests auszuweiten und "maximalen Druck" auf Pjöngjang  auszuüben.

 

DeutscheWirtschaftsNachrichten.de - 20. November 2016

Australien verschärft Kampf gegen das Bargeld

In Australien mehren sich Stimmen, die für eine Abschaffung oder Eingrenzung von Bargeld eintreten. Vor wenigen Tagen erklärte die Schweizer Großbank UBS, dass die Abschaffung der australischen 100-Dollarnote und 50-Dollarnote „gut für die Wirtschaft und die Banken ist“ ... Die amerikanische Großbank Citigroup hatte kürzlich erklärt, dass sie in einigen ihrer Filialen in Australien ab sofort kein Bargeld mehr akzeptieren werde. Im Februar veröffentlichten Beamte des australischen Finanzministeriums im Sydney Morning Herald  ... dass die Abschaffung von Bargeld „Milliarden einsparen“ würde und dass  der „Weg hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft der nächste Schritt für den australischen Dollar“ sei. Viele Beobachter gehen davon aus, dass der Kampf gegen das Bargeld – welcher auch in Europa Anhän-ger findet und bereits zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins geführt hat – ganz andere Gründe hat, als in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Bargeld erlaubt es Sparern nämlich, ihre Guthaben aus dem Geldkreislauf der Banken herauszuziehen. Eine vollumfängliche Anwendung von Negativzinsen durch  die Zentralbanken wird dadurch verhindert. Solange die Bürger also über die Möglichkeit verfügen, ihre Ersparnisse in bar von den Konten abzuheben, sind die Möglichkeiten der finanziellen Repression durch die überschuldeten Staaten in Form von Sonderabgaben und Negativzinsen begrenzt.

 

Handelsblatt.com  - 19. November 2016

Die Lage der Ureinwohner wird nicht besser

Die gesellschaftliche Situation der Ureinwohner Australiens wird trotz zahlreicher Förderprogramme nicht besser. Obwohl die Regierung jährlich 30 Milliarden A$ (21 Mrd. €) aufwende, steige der Anteil der Ureinwohner in Gefängnissen, mit psychischen und Alkoholproblemen, berichtete die betriebswirt-schaftliche Aufsichtsbehörde der Regierung. Drei Prozent der rund 23 Millionen Einwohner identifizieren sich als Ureinwohner. Dazu gehören zahlreiche Stämme der Aborigines und die Bewohner der Torres-Strait-Inseln. Die australische Menschenrechtskommission prangert Diskriminierung gegen die Urein-wohner als „hartnäckiges aber verstecktes Phänomen“ an. Weiße Siedler haben die Ureinwohner nach ihrer Ankunft Ende des 18. Jahrhunderts von ihrem Land vertrieben und in Reservate gezwungen. Die Rate der Inhaftierung sei von 2000 bis 2015 um 77 % gestiegen, heißt es in dem Bericht. Um 56 % sei    die Rate der Krankenhausbesuche nach Selbstverletzungen und Suizidversuchen gestiegen. Drogenmiss-brauch sei acht % höher. Anteilmäßig seien zwar weniger Jugendliche in Gefängnissen, aber die Rate sei immer noch 24 mal so hoch wie im Rest der Bevölkerung. Immerhin erreichten mehr Ureinwohner höhere Schulabschlüsse und fänden Jobs. Darüber hinaus sei die Kindersterblichkeit zurückgegangen.

 

NZZ.ch - 17. November 2016
Bestechungsvorwürfe: Rio Tinto entlässt zwei Top-Manager
Eine Woche nach einer internen Untersuchung wegen Bestechungszahlungen entlässt das britisch-australische Großunternehmen den Verantwortlichen Energie und Mineralien und die Leiterin der Rechtsabteilung ... Nach Angaben der Financial Times ist der Verwaltungrat von Rio Tinto einstimmig zum Schluss gekommen,   dass dieser Schritt notwendig ist. Es geht wohl darum, grösseren Schaden vom Unternehmen abzuhalten. Vor einer Woche hatte der nach Börsenkapitalisierung zweitgrösste Bergbaukonzern der Welt die Behör-den in den USA, Grossbritannien und Australien über die interne Untersuchung informiert. Rio Tinto unterstrich, dass man mit den Untersuchungen der Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten, GB und Australien kooperiere. Darum gebe man gegenwärtig keine weiteren Details bekannt.
 

orf.at - 15. November 2016

Australien will verhasste Krötenart zu Wurst (für Wildtiere) verarbeiten

... Die unappetitliche Wurst ist nicht für den menschlichen Verzehr gedacht. Vielmehr soll wilden Tieren  damit beigebracht werden, Abstand von den Kröten zu halten, wie die Naturschutzbehörde berichtete. Die Wurst rieche nach Aga-Kröte, berichtete die Krötenbeauftragte der Behörde, Corrin Everitt. Ihr werde ein Salz beigemischt, das bei den Tieren Übelkeit verursache. „Diese Erfahrung soll Raubtiere  dann dazu bringen, die Kröten zu meiden.“ Bei kleineren Tests habe das gut funktioniert. Bis zu 70 %

der Tiere hätten nach dem Verzehr der Wurst einen Bogen um die Kröten gemacht. Wissenschaftler hatten die Krötenart vor mehr als 80 Jahren ins Land gebracht, um einer Käferplage auf Zuckerrohr-plantagen Herr zu werden. Ohne natürliche Feinde haben sich die Aga-Kröten aber verheerend stark vermehrt - auf inzwischen mehr als 200 Millionen Exemplare, schätzen Experten.

 

Handelsblatt.com - 11. November 2016

Flüchtlingsdeal: USA und Australien vor Einigung

Die USA und Australien stehen einem Medienbericht zufolge kurz vor der Bekanntgabe eines Flüchtlings-deals. Wie die Zeitung „The Australian“ am Freitag berichtete, will Washington der geplanten Vereinba-rung zufolge Hunderte Asylsuchende aufnehmen, die Australien in Internierungslager auf die entlegene Pazifikinsel Nauru sowie auf Papua-Neuguinea verbannt hat. Es geht um bis zu 1800 Flüchtlinge. Einer solchen von der Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama ausgearbeiteten Einigung könnte sich Obama-Nachfolger Donald Trump widersetzen. Vor seiner Wahl zum künftigen Präsidenten hatte Trump ein Aufnahmestopp oder eine starke Beschränkung der Einwanderung von Muslimen gefor-dert. Die meisten der betroffenen Asylsuchenden sind Muslime aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien. Die Vereinbarung könnte dafür sorgen, dass die Lager komplett geleert werden. Die Camps sind im In- wie im Ausland umstritten, Menschenrechtsgruppen haben sie als eine grausame Annullierung der Verantwortung Australiens hinsichtlich der Flüchtlingskonvention der Vereinten Nationen beschrieben.
Premierminister Malcolm Turnbull wollte die Verhandlungen mit den USA nicht kommentieren. Auch eine Sprecherin der US-Botschaft in Australien äußerte sich nicht zu dem Zeitungsbericht ... Das Land

in Down Under weigert sich allerdings seit Juli 2013, jeglichen Flüchtling oder Migranten aufzunehmen, der per Boot an seinen Küsten angekommen ist.

 

derStandard.at - 10. November 2016

Australien hat Klimaabkommen ratifiziert

Premierminister Malcolm Turnbull nannte das Abkommen am Donnerstag einen Wendepunkt, der die internationale Gemeinschaft wach gerüttelt habe. Der Staat gehört wegen seiner Kohleindustrie – pro Kopf der Bevölkerung gemessen – zu den Ländern mit den höchsten klimaschädlichen Emissionen der Welt. Australiens Regierung tut nach Meinung von Klimaschützern nicht genug, um Emissionen zu reduzieren. Unter Turnbulls Parteifreund und konservativem Amtsvorgänger Tony Abbott hatte Austra-lien als erstes Land der Welt einen Emissionshandel wieder abgeschafft, um die Industrie nicht zu sehr

zu belasten. Fast 200 Staaten hatten im vergangenen Dezember in Paris das Ziel vereinbart, die Erder-wärmung auf deutlich unter zwei Grad zu reduzieren. Das Abkommen trat Anfang November in Kraft, wird aber erst nach Ende des Kyoto-Protokolls 2020 angewendet. In Marokko tagen gerade Experten und Politiker, um Verfahren und Zeitpläne zur konkreten Umsetzung der Pariser Klimaziele ausarbeiten.

 

Schlagzeilen am 10. November im Sydney Morning Herald :

US Election 2016 Live: Donald Trump's ​​presidential win sparks protests ​in major US cities

With a long to-do list, Trump plans a major shake-up

Ten things Australia can learn from Donald Trump's supporters

The president-elect must bridge the gap between his overblown rhetoric and the task at hand.

Trump will lead US in the right direction. We should take note.

 

turi2.de - 7. November 2016

Die Bauer-Media-Gruppe verkauft fünf weitere Magazin-Titel in Australien 

"Bauer stößt in Australien die Adventure-Zeitschriften Caravan World, Campertrailer Australia, Motor-home and Caravan Trader, Travelin und Turu sowie deren Online-Angebote ab. Käufer ist eine Inve-storengruppe, an dessen Spitze der bisherige Bauer-Manager Robert Gallagher steht ... Zuletzt hatte Bauer in Australien bereits seine Vertriebstochter verkauft und die Cleo eingestellt." Weitere Infos dazu:

Bauer Media is Australia’s leading multi-platform publisher, with investments spanning magazines, digi-tal and live experiences. The portfolio includes some of the country’s longest-running and most successful brands including the country’s biggest-selling monthly The Australian Women’s Weekly, Australia’s number-one weekly magazine Woman’s Day, Dolly, NW, TV Week, Harper’s BAZAAR, Cosmopolitan, ELLE, Australian Gourmet Traveller, Australian House & Garden and Wheels ...

 

FAZ.net – 6. November 2016

Justiz: Casinos wackeln, wenn reiche Chinesen ausbleiben

Australische Großcasinos verdienen besonders an reichen chinesischen Gästen. Jetzt bekommen die Kon-zerne Ärger mit der Justiz  … Und so sind es schwere Tage für den Milliardär James Packer, dem 48,2 % des börsennotierten Konzerns Crown gehören. Die Sorge um die Zukunft seines Glücksspielkonzerns Crown Resorts hat den Kurs seiner Aktien in wenigen Tagen um gut 25 % fallen lassen … China hat in zwei Wellen 18 Manager und Angestellte von Crown, die über Hongkong fliehen wollten, festgenommen.  Es drohen ihnen Haftstrafen, da sie reiche Chinesen durch kostenlose Flüge, leichte Mädchen und zins-lose Kredite dazu bewegen sollten, in australischen Casinos zu zocken. Das ist gängige Praxis der Spiele-riesen, aber gleichwohl in China untersagt. Neben der Sorge um die in chinesischen Gefängnissen ver-schwundenen Mitarbeiter greift nun die Angst um die Konzerne um sich: Denn wenn das Geschäft mit den reichen Chinesen abbricht, die ihr Schwarzgeld in ausländischen Casinos waschen, wackelt das Ge-schäftsmodell. Die drei Großen, neben Crown Resorts die Star Entertainment Group und Sky City, woll-ten ihre Aktivitäten in Australien für rund 10 Milliarden Dollar ausbauen. Packer will mit seinem Lieb-lingsprojekt, einem mehr als 2 Milliarden Dollar teuren Turm im neuen Stadtteil Barangaroo in Sydney, vor allem sehr reiche Chinesen anlocken. Konkurrent Star plant ebenfalls in Sydney gut eine Milliarde Dollar zu investieren, einschließlich des Baus eines Ritz-Carlton-Hotels. In der aufstrebenden Metropole Brisbane will Star mit chinesischen Partnern ein weiteres Großcasino für gut 3 Milliarden Dollar bauen.

 

Sydney Morning Herald - 6. November 2016

Australian farmers are finally

having a golden moment

Stuart McCullough, the chief executive of industry body Australian Wool Innovation, says it is a "great time for agriculture", except for some crop-pers...   Although wool production has been shrin-king, demand for Australian wool rose after the resumption of marketing to European garment makers in August 2010. The five-year average price of a kilogram of wool rose from $5.43 in 2005, to $7.30 in 2010, to $10.84 in the period ending 2015, and a further hike to about $13.00 since then. Prices of lamb, beef – although cattle farmers were hit hard by drought – and goat have had similar increases ...

 

StuttgartnerZeitung.de - 3. November 2016

Niederländische Royals erobern Australien

König Willem-Alexander und Königin Máxima sind auf den Spuren des niederländischen Entdeckers Dirk Hartog nach Australien gereist. Dort begeistern sie mit ihrer freundlichen Art die Einwohner.

400 Jahre nach der Landung des ersten niederländischen Seefahrers in Australien wandelt das Königs-paar der Niederlande auf seinen Spuren. Königin Máxima (45) und König Willem-Alexander (49) erin-nern mit ihrem Besuch in Australien an die Landung von Dirk Hartog am 25. Oktober 1616 in Cape Inscription im äußersten Nordwesten Australiens. Hartog war nach allen bisherigen Erkenntnissen der erste Europäer in Australien ... Dazu kann ich mir ein Zitat aus DUBIOS nicht verkneifen: 'Bei der Überfahrt von Holland nach Indonesien wurden die Segler vom Kap der Guten Hoffnung entlang dem 40. Breitengrad von den Roaring Forties  Richtung Osten getrieben. Da es  mit der Bestimmung des Längengrades noch haperte, segelten die Schiffe häufig zu weit und landen vor der Küste Westaustraliens. Dies erlebte auch Hartog, der 1616 mit seiner Endracht in der Shark Bay strandete!'

 

RP-online - 2. November 2016

Streit mit Grundstückseigentümer: Dschungelcamp droht 2018 die Räumung

Eine der erfolgreichsten Promi-Shows scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn der Besitzer des australischen Grundstücks weigert sich offenbar, den Vertrag für die deutsche und britische Version der Fernsehshow zu verlängern ... Eine Gefahr für die kommenden Folgen, die im Januar 2017 beginnen soll, bestehe laut RTL nicht. "Die neue Staffel wird mit Sicherheit an Ort und Stelle stattfinden", sagte ein Sprecher des Senders unserer Redaktion. Angaben zum Streit mit dem Grundstückseigentümer oder Plänen jenseits der elften Staffel machte der Sprecher aber nicht ... Lesen Sie dazu auch unbedingt die  Chitchat-Analyse und die ZEIT-Glosse 'Australien ist over' von Anna Kemper!

 

Die Neue Woche in Australien - 1. November 2016

68. Frankfurter Buchmesse:  Buchmarkt Down Under zieht an

Die fünf Messetage voller Bücher und Ideen nutzten laut der „Australian Publishers Association“ auch 35 australische Aussteller. Sie gaben einen tiefen Einblick in die sich erholende Branche und den Buchmarkt Down Under, welcher im zweiten Jahr in Folge an Fahrt gewonnen hat. Laut Nielsen BookScan wurden 2015 mit 56,4 Millionen Büchern 979 Millionen Dollar umgesetzt. Im Jahr 2014 waren es noch 55,4 Millionen Bücher und 937 Millionen Dollar. Dies ist zwar sehr viel weniger als die 1,3 Milliarden Dollar Umsatz in 2010, doch die neuen Zahlen beinhalten weiterhin nicht die E-Book-Verkäufe, weil diese in Australien bislang nicht zuverlässig erfasst werden. Die E-Book-Verkäufe sollen Schätzungen zufolge recht stabil bei 20 Prozent Marktanteil liegen. Vergangenes Jahr veröffentlichten 3.996 australische Verlage insgesamt 19.971 neue Titel (2014: 20.877)… Laut BookScan kauften die Australier zu rund 46 Prozent Nonfiction, 24 Prozent Fiction und 30 Prozent Kinderbücher.      Dr. Olaf Konstantin Krueger

 

tagesspiegel.de - 30. Oktober 2016

Wie in Australien Chinas Appetit auf West-Produkte gestillt wird

Junge chinesische Frauen, beladen mit Tüten voller Babymilchpulver, Vitaminen, Medikamenten, Tam-pons und Kinderprodukten, sind kein seltenes Bild in australischen Supermärkten. Oft handelt es sich um sogenannte Daigous, was auf Mandarin so viel bedeutet wie 'im Auftrag von'. Sie kaufen nicht für den eigenen Bedarf, sondern verstehen sich als eine Art „Einkaufsberater“ für Kunden, die selbst in China sitzen ... Rund 40.000 solcher Daigous soll es in Australien geben, meist chinesische Einwanderer oder junge internationale Studenten, die sich mit den Paketen, die sie nach China schicken, ihre Miete, die Universitätsgebühren und den Lebensunterhalt finanzieren – mit einem Einkommen, das in der Regel unversteuert bleibt. Die meisten Daigous leben und handeln von Sydney aus: Dort stellten chinesische Einwanderer bei der Volkszählung 2011 vier Prozent der Gesamtbevölkerung, knapp 150.000 Menschen.

 

deutschlandfunk.de - 30. Oktober 2016

Papua Neuguinea: Australien lehnt Entschädigung für Flüchtlinge ab

Australien lehnt es weiterhin ab, Flüchtlinge zu entschädigen, die in einem Lager auf Papua Neuguinea festgehalten wurden. Die Anträge von 560 Betroffenen an das höchste Gericht von Papua Neuguinea wurden aus formalen Gründen abgewiesen. Die Richter folgten damit den von Australien finanzierten Anwälten der Regierung von Papua Neuguinea. Menschenrechtsorganisationen hatten Australien wegen der Lager auf den Inselstaaten mangelnde Transparenz vorgeworfen. Zudem verstoße die Regierung gegen verschiedene Menschenrechtskonventionen sowie gegen die Verfassung.

 

Stuttgarter Nachrichten - 28. Oktober 2016

Riesige Meeresschutzzone in der Antarktis beschlossen

In der Antartis entsteht eine riesige neue Meeresschutzzone. Darauf einigten sich in Australien 24 Staaten und die Europäische Union. Das Gebiet im Rossmeer ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern gut vier mal so groß wie Deutschland. Anfänglich hatte es Widerstand von Russland gegeben, nun gab

es den Durchbruch beim Treffen der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis. Ein Verbund von Umweltschutzorganisationen lobte die Entscheidung als bahnbrechend.

Es sei die erste Schutzzone dieser Art in internationalen Gewässern.

 

nzz.ch – 27. Oktober 2016

Mobile Konsulatsdienstleistungen für Schweizer in Australien

Im Riesenland Australien hat die Schweiz genau ein Konsulat … Bis 2010 die biometrischen Pässe ein-geführt wurden, konnten Passanträge ganz einfach per Post gemacht werden. Nun müssen die Daten persönlich erfasst werden. 25'000 bis 28'000 Schweizerinnen und Schweizer leben in Australien, die meisten von ihnen sind australisch-schweizerische Doppelbürger. Mit dem Auslandschweizergesetz, das letztes Jahr in Kraft getreten ist, müssen sich Auslandschweizer beim zuständigen Konsulat registrieren lassen ... Um das Prozedere eines neuen Passes zu erleichtern, hat der Bund das mobile Passbüro ein- geführt. 2667 Anträge für Pässe und Identitätskarten hat das Generalkonsulat in Australien letztes Jahr verarbeitet, fast ein Drittel der Gesuchsteller konnten ihre biometrischen Daten bei einem Einsatz des mobilen Passbüros erfassen lassen ... Man könne den Zeitpunkt der Datenerfassung nur beschränkt beeinflussen ... denn der Laptop-Computer mit Kamera, Lesegerät für Fingerabdrücke und dem Pad für die Erfassung der Unterschrift wird von Land zu Land geschickt. Wenn in Sydney die Daten aus Queens-land heruntergeladen und ins System des EDA überspielt sind, geht der schwarze Plastic-Koffer mit der Aufschrift 'Valise Diplomatique Suisse' nach Neuseeland. Auch dort gibt es Schweizer in abgelegenen Gebieten, die einen neuen Pass brauchen. Produziert werden die Pässe und Identitätskarten in der Schweiz. Wer seinen alten Pass bereits abgegeben hat, erhält den neuen direkt per eingeschriebener Post nach Hause geschickt ... Bleibt zu hoffen, dass die Pässe nicht in der Weihnachtspost steckenbleiben …

 

SüdwestPresse.de – 25. Oktober 2016

Kaufland (und Lidl) liebäugelt mit Australien

Die Handelskette Kaufland denkt über eine Expansion nach Australien nach. Das Unternehmen führe derzeit eine Machbarkeitsstudie durch, sagte eine Kaufland-Sprecherin … Gerüchte um einen Markt-eintritt der Schwarz-Gruppe in Australien gab es schon länger. Australische Medien berichteten darüber, dass der ebenfalls zur Schwarz-Gruppe gehörende Discounter Lidl sich im großen Stil Markenrechte gesichert habe. Bislang ist die Schwarz-Gruppe ... nur in Europa aktiv. Kaufland unterhält 1240 Filialen, davon gut die Hälfte in Deutschland und den Rest in Polen, Tschechien, der Slowakei, Kroatien,  Rumä-nien und Bulgarien. Lidl bereitet allerdings derzeit die Expansion in die USA vor. 2018 sollen dort die ersten Märkte eröffnet werden. Konkurrent Aldi ist bereits sowohl in den USA als auch in Australien unterwegs. Die größten Einzelhändler auf dem Kontinent sind Woolworths und Coles.

 

standard.at - 21. Oktober 2016

Pattstellung vor dem Walfanggipfel in Portoroz

Das 1986 in Kraft getretene Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) gilt zwar als großer Erfolg, doch die Organisation hat gegenwärtig einen begrenzten Handlungsspielraum. "Es gibt zwei Blöcke innerhalb der IWC", erläuterte Lukas Meus von Greenpeace zu Beginn der IWC-Tagung, die heuer im slowenischen Portoroz stattfindet. In einem der Blöcke sitzt Japan, das das Moratorium aufweichen will ... OceanCare-Konsulent Entrup lobte die IWC: "Sie hat auf Wirken einiger Staaten, darunter insbesondere Australien, Argentinien, Deutschland, aber auch Österreich und Monaco, im vergangenen Jahrzehnt zunehmend ihren Fokus ausgeweitet, um neben Walfangaktivitäten auch andere vom Menschen verursachte Gefahren zu adressieren. Vor dem Verbot des kommerziellen Fangs 1986 wurden im Schnitt über 40.500 Tiere pro Jahr getötet, seitdem waren es "nur" rund 1.550 jährlich ...

 

handelsblatt.com - 18. Oktober 2016

Größte Rinder-Ranch der Welt: Australiens reichste Frau und das liebe Vieh

Heute hält Hancock Prospecting unter anderem Schürfrechte für einige der größten Erzreserven der Welt. Gina Rinehart kontrolliert 50 Prozent der von Rio Tinto betriebenen Eisenerzmine Hope Downs. 30 Millionen Tonnen Eisenerz pumpt die Anlage jährlich auf die Weltmärkte. „Wie ein Wasserhahn, aus dem Dollarnoten fließen“, meint ein Branchenkenner. - Und jetzt Steaks? Eine Expansion in die Fleisch-industrie ist die logische Konsequenz zweier fundamentaler Entwicklungen, sagen Analysten: zum einen der Rückgang des Rohstoffbooms und zum anderen die global steigende Nachfrage nach tierischem Ei-weiß. Der Schlüssel zu einer der größten wirtschaftlichen Chancen, die das Land habe, liege im „einfachen australischen Bauernhof“, analysiert Hannah Bretherton von der Denkfabrik China Matters die Situation und ergänzt: „Wir können von Gina Rinehart lernen“ ...

 

standard.at - 16. Oktober 2016

Heuer größter Suchtgiftfund im Wert von umgerechnet 100 Millionen Euro

Australische Behörden haben 1,2 Tonnen der Droge Ecstasy im Wert von umgerechnet gut 100 Millionen Euro sichergestellt. Die Bundespolizei habe die zwischen Aluminiumplatten verborgenen mehr als vier Millionen Tabletten in einem Lager in einem Vorort von Sydney aufgespürt, teilte die Regierung mit. "Dies ist der bisher größte Suchtgiftfund in Australien 2016 und die viertgrößte Beschlagnahme von Ecstasy überhaupt", hieß es in einer Mitteilung. Zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren seien festgenommen worden. Sie sollen das Rauschgift aus Europa eingeschmuggelt haben.

 

spiegel.de - 15. Oktober

Teenager wegen IS-Terrorverdachts festgenommen

Die Polizei hat zwei 16-Jährige festgenommen, weil sie einen von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) inspirierten Anschlag geplant haben sollen. Die Jugendlichen hatten zwei große Kampfmesser dabei, als sie in einem Vorort von Sydney festgenommen wurden, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte. Sie hätten in unmittelbarer Zukunft einen Anschlag geplant. Beide waren der Polizei bereits bekannt. Sie hatten Verbindungen zu "Personen, die radikalisiert und für uns von Belang sind", wie die Polizei erklärte. Die jungen Männer hatten demnach auch Zettel mit religiösem Inhalt dabei. Örtlichen Medienberichten zufolge schworen sie darin dem IS die Treue. In den vergangenen Monaten sind in Australien mehrmals junge mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen worden. Im September wurde ein 15-Jähriger in Melbourne zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er geplant hatte, einen Polizisten zu enthaupten.

 

merkur.de - 13. Oktober 2013
 Great Ocean Road wieder durchgehend befahrbar 
Die bei Australien-Reisenden beliebte Great Ocean Road südwestlich von Melbourne ist wieder durch-gehend für den Verkehr geöffnet. Darauf macht der ADAC aufmerksam. Nach starken Regenfällen war die Küstenstraße Mitte September gesperrt worden. Überflutungen, Erdrutsche und umgestürzte Bäume hatten das Befahren unmöglich gemacht. Nun wurde das letzte gesperrte Teilstück zwischen Wye River und Separation Creek wieder freigegeben. Da neue Erdrutsche nicht ausgeschlossen werden können, ist vorerst aber nur eine Spur wieder befahrbar, berichtet die Tageszeitung "The Age" aus Melbourne. Die Great Ocean Road ist rund 250 Kilometer lang und verbindet entlang der Südküste des Bundesstaates Victoria die Städte Torquay und Allansford. Zu den Attraktionen entlang des Weges gehören der Great Otway Nationalpark bei Apollo Bay und der Port Campbell Nationalpark mit den oft fotografierten Zwölf Aposteln, einer Gruppe steiler, bis zu 45 Meter hoher Sandsteinfelsen in der Ozeanbrandung.

 

zeit.de - 11. Oktober 2016

 Opposition lehnt Referendum über Homo-Ehe ab 

Die australische Labor-Partei will nicht per Referendum über die gleichgeschlechtliche Ehe im Land abstimmen lassen. Alle Abgeordneten hätten sich gegen ein Referendum ausgesprochen, sagte Parteichef Bill Shorten. Das nicht bindende Referendum war für den 11. Februar 2017 geplant. Die linksliberale Labor sei zwar für die Einführung der Homo-Ehe, diese soll allerdings direkt im Parlament bestimmt werden ... Laut CNN wird das Referendum an dem Nein der Opposition scheitern. Die konservative Regierung von Premierminister Malcolm Turnbull ist auf die Unterstützung von Labor angewiesen, weil seine Regierung nur im Unterhaus eine knappe Mehrheit hat, nicht aber im Senat. Turnbull sagte, er lasse es auf eine Abstimmung im Oberhaus ankommen. "Wir drängen die Senatoren – alle Senatsmit-glieder, eingeschlossen die der Labor Party –, das Gesetz zu unterstützen und dem Volk das Wort zu erteilen." Der Plan des Premierministers sieht vor, dass das Parlament nach einem Ja in der Volksab-stimmung das letzte Wort in Sachen Homo-Ehe haben soll. Der Premier selbst ist für die Homo-Ehe,

hat dabei aber nicht alle Abgeordneten der Regierungsfraktion hinter sich ... Umfragen zeigen zwar, dass die meisten Australier die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare befürworten, doch fürchten Homosexuelle, dass sich dies in einem aggressiven Wahlkampf ändern könnte.

 

euronews.com - 8. Oktober 2016

Ford: Autoproduktion in Australien abgewickelt

Das war`s: Im australischen Staat Victoria ist der letzte australische Sechszylinder Ford Falcon vom Band gerollt, das von 91 Jahren Ford-Autoproduktion in dem Land. Begründet wurde dieser Einschnitt mit zu hohen Kosten für eine lokale Fertigung, dem starken australischen Dollar und zu geringen Absatzzahlen.

Die Schließung der beiden Ford-Werke im Bundesstaat Victoria bedeutet auch den Verlust von 1.200 Arbeitsplätzen. Ab Oktober 2016 wird Ford auf dem fünften Kontinent nur noch als Importeur präsent sein und rund 1.500 Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb und Entwicklung beschäftigen.

 

Eine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-AllEine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-AllderStandard.at - 6. Oktober 2016

Ariane bringt Satelliten für Australien und Indien ins All

Eine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Welt-raumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern.

 

Eine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-AllEine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-AllEine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-AllEine Ariane-5-Rakete hat zwei Telekommunikationssatelliten für Australien und Indien ins All gebracht. Der Lastenträger startete am späten Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit wurden die beiden Satelliten nacheinander im All ausgesetzt. Der Satellit Sky Muster II soll die Breitbandversorgung in Australien verbessern. Der zweite Satellit GSAT-18 kommt von der indischen Raumfahrtbehörde und soll Telekommunikationsdienste für den Subkontinent anbieten. Die High-Tech-Fracht wog auf der Erde insgesamt rund 9,8 Tonnen. - derstandard.at/2000045460637/Ariane-bringt-Satelliten-fuer-Australien-und-Indien-ins-All

Finanzen.net - 5. Oktober 2016

Neuer Notenbankchef Philip Lowe lässt Leitzins unverändert auf Rekordtief

Der Leitzins bleibe unverändert auf dem Rekordtief von 1,50 Prozent, teilte die Reserve Bank of Australia (RBA) mit. Experten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet und rätseln nun über mögliche künftige Zinssenkungen. Im August hatte Lowes Vorgänger Glenn Stevens den Leitzins auf das derzeitige Rekord-tief gesenkt. Mitte September löste Lowe seinen Vorgänger Stevens auf dem Posten des Notenbankchefs ab. Hinsichtlich der Teuerungsrate, der wichtigsten Zielgröße für die Geldpolitik, unterscheiden sich die Einschätzungen der beiden Währungshüter nicht. Die Inflation bleibe niedrig und "angesichts eines sehr gedämpften Wachstums der Arbeitskosten und geringem Kostendruck anderswo in der Welt dürfte dies für einige Zeit so bleiben", sagte Lowe ... Kritisch im Blick hat Lowe den Kurs des australischen Dollar. Eine zu starke Aufwertung der heimischen Währung könne notwendige wirtschaftliche Anpassungen "verkomplizieren". Ein wesentliches Hindernis für Zinssenkungen in Australien sind dagegen mögliche Risiken am Häusermarkt. Hier sieht Lowe zuletzt aber entspannte Signale. Regulatorische Vorgaben hätten die Standards bei der Kreditvergabe erhöht, viele Gläubiger seien vorsichtiger geworden, das Wachstum der Kreditvergabe am Häusermarkt sowie der Hauspreise habe sich unterm Strich zuletzt verlangsamt und der Anstieg der Mieten sei so gering wie seit "einigen Jahrzehnten" nicht mehr.

 

NZZ.ch - 4. Oktober 2016

GPS-Koordinaten stimmen nicht:  Australien auf Abwegen

–33,852526, 151,210571 − das sind die Koordinaten des Fahnenmastes auf der Sydney Harbour Bridge. Zumindest sind sie dies im Moment noch. Denn die Koordinaten des Global Positioning System für Australien sind falsch. Und sie werden immer falscher. Der Grund ist die Plattentektonik: Die Kontinen-talplatten gleiten auf dem darunterliegenden Erdmantel. Australien ist besonders schnell unterwegs: Der Kontinent bewegt sich pro Jahr etwa um sieben Zentimeter nach Norden und dreht sich dabei leicht im Uhrzeigersinn. Seit der letzten Anpassung 1994 hat sich eine Abweichung von rund eineinhalb Metern akkumuliert. Nun könnte man bei der Grösse des Landes meinen, dass es auf die paar Zentimeter nicht ankommt ...  Darum werden die Koordinaten Ende Jahr aktualisiert: Nicht bloss, damit alles wieder korrekt ist, nein, ein paar Zentimeter machen schon heute einen Unterschied. Etwa, wenn Maschinen GPS-gesteuert sind. So werden auf den gigantischen Farmen Australiens zum Teil die Traktoren per GPS-Koordinaten gesteuert. In den Eisenerzminen ... sind fahrerlose Lastwagen unterwegs. Diese Fahrzeuge, die je weit über hundert Tonnen Eisenerz transportieren, dürfen nicht vom Kurs abkommen.

 

Finanzen.net - 1. Oktober 2016

Australien unterzeichnet U-Boot-Auftrag mit französicher Firma DCNS

Nach dem für thyssenkrupp geplatzten U-Boot-Deal in Australien hat die Regierung in Canberra nun offiziell einen Vertrag mit den staatlichen französischen Hersteller DCNS unterzeichnet. Dies sei ein wichtiger Meilenstein, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems hatte im Rennen um den Auftrag zum Bau von zwölf U-Booten im Umfang von 50 Milliarden A$ (heute rund 45 Mrd Euro) im April überraschend den Kürzeren gezogen. Es ist die größte militärische Anschaffung in der Geschichte Australiens. Das erste U-Boot soll 2030 in den Dienst gestellt werden.

 

NZZ.ch - 30. September 2016
Stromausfall in Süd-Australien: Erneuerbare Energien als Sündenbock
Dass ein ganzer Gliedstaat mit 1,6 Mio. Einwohnern keinen Strom mehr hat, ist in einer entwickelten Industrienation eine Seltenheit. Der Schock über den Stromausfall in South Australia ist umso grösser, als auch mehr als zwei Tage später noch immer nicht alle Anschlüsse wiederhergestellt sind. Der Grund war ein gigantischer Sturm, wie er nur «einmal in fünfzig Jahren» vorkomme. Der Wind knickte Reihen von Hochspannungsmasten oder blies sie um. 80 000 Blitze gingen nieder, viele schlugen in Leitungen, Unterstationen oder Kraftwerke ein. Das System, so beschrieb es der Premier von South Australia, James Weatherill, habe sich abgeschaltet, um sich vor grösseren Schäden zu schützen. So plausibel dies klingen mag, für viele ist das inakzeptabel. So etwa für Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull. Er kriti-sierte die Gliedstaaten und meinte, dass diese zu ambitiöse Ziele hätten, wenn es darum gehe, auf erneu-erbare Energien umzusteigen. South Australia ist diesbezüglich ein Vorreiter, rund 40% des Stroms kommen hier aus erneuerbaren Energien, vorwiegend aus Wind ...
 

ntv.de - 27. September 2016

Work and Travel in Australien: Backpacker-Steuer kommt nun doch

Junge Ausländer, die in Australien jobben und reisen wollen, müssen ihre Einkünfte künftig versteuern. Das beschloss das Kabinett in Canberra am heutigen Dienstag. Allerdings rückte die konservative Regie-rung von ihrem ursprünglichen Vorschlag ab, die Verdienste mit 32,5 Prozent zu besteuern. Stattdessen setzte sie den Steuersatz ab 1. Januar 2017 auf 19 Prozent. Bislang blieben Einkünfte bis zu 18.000 A$  (gut 12.000 Euro) im Jahr steuerfrei. Kaum einer verdiente bei den Aushilfsjobs auf Farmen, in der Ernte oder in Cafés oder Restaurants mehr als das. Viele Bauern und Firmen hatten vehement gegen die soge-nannte Backpacker-Steuer protestiert. Sie fürchteten, keine billigen Hilfskräfte mehr zu finden. Der Präsident des Bauernverbandes, Brent Finlay, nannte den Kompromiss nun fair. Gut 225.000 junge Leute bekamen im Haushaltsjahr 2014/15 ein Work-and-Travel-Visum, das es ihnen erlaubt, ein Jahr lang in Australien zu arbeiten und zu reisen. Die meisten gingen an Briten. Deutsche stellten die zweit-größte Gruppe mit fast 25.000, gefolgt von Südkoreanern, Franzosen und Taiwanesen. Work and Travel bedeutet, für ein Gehalt oder Kost und Logis zu arbeiten und herumzureisen.

 

derStandard.at – 24. September 2016

Neue Gen-Analysen zeichnen Wanderwege des Homo sapiens nach

Drei internationale Genetiker-Teams liefern Daten darüber, wie der moderne Mensch die Welt eroberte... Nach der Out-of-Africa-Hypothese breitete sich die Gattung Homo von Afrika  über die Welt aus: Als erstes gelangte Homo erectus vor etwa 1,9 Millionen Jahren nach Asien und Europa. Vermutlich ent-wickelte sich aus ihm in Europa der Neandertaler, in Afrika der Homo sapiens. Dieser moderne Mensch verließ dann vor 60.000 bis 70.000 Jahren den afrikanischen Kontinent und zog aus in die Welt … Einer konkurrierenden Theorie zufolge verließen erste moderne Menschen schon vor gut 120.000 Jahren Afrika und besiedelten den australasiatischen Raum. Eurasien wurde anschließend von einer zweiten Auswanderergruppe über die Levante besiedelt. Welche der beiden Hypothesen zutrifft, beantworten auch die neuen Studien nicht. Die Wissenschaftler um David Reich von der Harvard Medical School sequenzierten das Genom von 300 Individuen aus 142 Populationen … Reich und Kollegen vermuten, dass sich die Gruppe, auf die letztlich alle heute lebenden Menschen zurückzuführen sind, bereits vor 200.000 Jahren in Afrika aufzuspalten begann. Ein Teil verließ den afrikanischen Kontinent und spaltete sich dann in eine ost- und eine westeurasische Gruppe. Die osteurasischen Menschen besiedelten später den australasiatischen Raum. Heutige Menschen in Australien und Papua Neuguinea wären dieser Theorie zufolge Nachfahren dieser Gruppe ...

 

NZZ.ch - 19. September 2016

Australien bedauert Luftangriff auf syrische Truppen

Er trauere wegen des Todes syrischer Soldaten durch das Bombardement, an dem australische Kampf-flugzeuge beteiligt waren, sagte Premierminister Malcolm Trunbull  in New York. Australien habe die Terrormiliz Islamischer Staat ins Visier nehmen wollen. Die Piloten hätten die Aktion abgebrochen, nachdem ihnen russische Kräfte klargemacht hätten, dass sie stattdessen Regierungstruppen unter Feuer genommen hätten. Verteidigungsministern Marise Payne versicherte dem australischen Sender ABC,

ihr Land würde niemals absichtlich und wissentlich syrische Armee-Einheiten attackieren. Die Piloten seien davon ausgegangen, dass sie IS-Kämpfer vor sich hatten. An dem Angriff waren auch amerikanische Flugzeuge beteiligt. Nach syrischen Angaben wurden mindestens 62 Soldaten getötet und mehr als 100 verletzt. Auch Amerika hat den Vorfall bedauert.

 

Express.de - 16. Septemer 2016

Ausgeraucht! In Australien kostet eine Kippen-Schachtel bald 28 Euro!  

Innerhalb der letzten sechs Jahre ist die Raucherquote in Australien auf unter 15 Prozent der Gesamt-bevölkerung gesunken. Ein Wert, von dem viele andere Länder nur träumen können. Doch es hat einen Grund warum auf dem Kontinent keiner mehr qualmen will - Tabak ist ein Luxusprodukt! In den letzten vier Jahren ist der Preis für eine Packung Kippen um über 50 Prozent gestiegen. Nun setzt die Regierung noch einen drauf. Wie der 'Indipendent' berichtet, will Australien den Preis für eine Schachtel Zigaretten im Jahr 2020 nochmal erhöhen. Und zwar auf sage und schreibe 40 Australische Dollar (knapp 28 Euro).

Dass bei diesen Preisen keiner mehr rauchen will, versteht sich dann aber auch irgendwie von selbst.

 

Reuters.com - 7. September 2016

Australien seit einem Vierteljahrhundert ohne Rezession

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeit-raum und damit so kräftig wie seit 2012 nicht mehr, wie das Statistikamt  bekanntgab. Dafür sorgten in erster Linie steigende Exporte. Eine Rezession - zwei Quartale in Folge mit schrumpfender Wirtschafts-leistung - hat das 24 Millionen Einwohner zählende Land zuletzt 1991 erlebt. Eine so lange Boomphase hat zuletzt keine andere große Industrienation geschafft: Deutschland etwa rutschte während der welt-weiten Finanzkrise 2009 in die Rezession. Die Konjunkturbelebung in Australien reicht aber bislang nicht aus, um die niedrige Inflation anzukurbeln. Die Zentralbank senkte deshalb im August ihren Leitzins auf das Rekordtief von 1,5 Prozent. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung in diesem Jahr auf 44 Prozent geschätzt.

 

STERN.de - 1. September 2016

Blinder Junge setzt Geldscheine mit Punktschrift durch

In Australien sind seit Donnerstag erstmals Banknoten mit Hubbeln im Umlauf. Das soll blinden Menschen helfen, zu erfühlen, welchen Geldschein sie in den Händen halten. Die neuen Scheine gehen auf die Initiative eines zwölfjährigen blinden Jungen zurück. Er hatte eine Online-Petition für taktile Geldscheine gestartet und 56.000 Unterstützer gefunden.

NTV - 30. August 2016

Tasmanische Teufel überleben vielleicht doch

Für die Tasmanischen Teufel schien das Ende besiegelt. Denn eine tödliche Gesichtskrebs-Erkrankung breitet sich rasant unter ihnen aus, eine sehr seltene Krebsart, die durch Körperkontakt übertragen wird. Ein Großteil der Tiere ist befallen. Doch nun gibt es Hoffnung... Tasmanische Teufel scheinen eine Waffe gegen den tödlichen Krebs zu besitzen, der sich unter den Tieren seit einigen Jahrzehnten rasant aus-breitet. Wissenschaftler fanden unter Angehörigen dreier Populationen einige genetische Merkmale, die den Tieren eine Resistenz gegen den ansteckenden Tumor verleihen. Dies sei eine außergewöhnlich schnelle evolutionäre Antwort auf die Ausbreitung der Erkrankung, berichtet "Nature Communications".

 

Süddeutsche.de - 30. August 2016

Riesiges zweites Riff am Great Barrier Reef entdeckt

Am Great Barrier Reef in Australien ist ein riesiges Algenriff entdeckt worden. "Wir wussten seit den 1970er und 1980er Jahren von diesen geologischen Strukturen im nördlichen Great Barrier Reef, aber ihre wahre Form, Größe und gewaltigen Ausmaße waren nie zuvor offenbart worden", sagte Robin Beaman von der James Cook University in Townsville. Forscher von drei australischen Universitäten hatten Daten der Marine des Landes ausgewertet, die den Meeresboden mit einer Art Laser-Radar  untersucht hatte. Dabei entdeckten die Forscher in 20 bis 40 Meter Tiefe das mehr als 6000 Quadrat-kilometer große Riff, wie sie im Fachjournal "Coral Reefs" schreiben.

 

NZZ - 30. August 2016
Australien und Osttimor im Clinch: Öl, Gas und Spionage

Gute Zäune schaffen gute Nachbarn... Wenn die beiden Nachbarn Länder sind, belasten unklare Grenz-verhältnisse häufig die bilateralen Beziehungen – so auch zwischen Australien und Osttimor. Ungeklärte Grenzverhältnisse sorgen seit längerem für Knatsch, obwohl 700 Kilometer Wasserweg zwischen den Ländern liegen. Mittlerweile ist Osttimor vierzehn Jahre unabhängig, doch der grosse Nachbar will von Verhandlungen über eine Seegrenze nichts wissen. Drei Abkommen regeln, wie die reichen Öl- und Gas-vorkommen unter dem Meeresboden geteilt werden. Einer der Verträge verschiebt die Frage der Grenz-ziehung auf das Jahr 2057... Vollends gekippt ist die Stimmung, seit die Anschuldigung im Raum steht, dass Australien während der Verhandlungen die timoresische Regierung bespitzelt hat. Vor zweieinhalb Jahren machte ein ehemaliger Mitarbeiter des australischen Auslandsgeheimdienstes publik, dass er zur kritischen Zeit in den Räumlichkeiten der timorischen Regierung Wanzen eingebaut habe. Canberra schweigt eisern zum Spionagevorwurf... Die am Montag in Den Haag begonnene Verhandlung wird sich ein Jahr hinziehen. Australiens Aussenministerin hatte mitgeteilt, dass man den Ausgang des Schlich-tungsverfahrens als bindend betrachte – sofern er sich nicht mit der Frage der Grenzziehung befasse. 

 

Handelsblatt.com - 27. August 2016
BHP Billiton mit Rekordverlust: Wie Australien seine Kohle verbrannt hat

Der Niedergang der Rohstoffindustrie in Australien schreitet voran. So hat der weltweite Rohstoffgigant BHP Billiton mit 6,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 5,7 Milliarden Euro) den größten Jahresverlust der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Umsatz von 30,1 Milliarden Dollar fiel um 31 % geringer aus als im Vorjahr. Marktbeobachter hatten dieses katastrophale Ergebnis erwartet. Noch im vergange-nen Jahr hatte der Konzern einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Eine lächerlich kleine Summe im Vergleich zum Rekordgewinn von 2010/2011. Damals meldete der Bergbaukonzern, der seine Geschäftsrisiken breit gestreut hat, satte 23,6 Milliarden Dollar Gewinn... Der Rohstoffboom in Down Under ist endgültig vorbei. Nach 20 Jahren steten Wachstums spürt die Volkswirtschaft seit Monaten schmerzlich das Wegbrechen zwei wichtiger Treiber: die Steuern und die Rekordgehälter aus dem Roh-stoffabbau. Die Niedrigpreise für einen Großteil an Mineralien – darunter die beiden wichtigsten Export-produkte Eisenerz und Kohle –hohe Lagerbestände, und das Bestreben Pekings, das wirtschaftliche Wachstum Chinas zu drosseln – all diese Faktoren setzen Australien mächtig zu ...        Glencore, BHP, Rio Tinto ... Namen, die der Laie nicht unbedingt kennt. Gern recherchiere ich für Sie die Hintergründe.

 

NTV - 24. August 2016

Glencore verkauft Minenanteil in Australien

Glencore leidet unter dem Verfall der Kupfer- und Kohlepreise. Deshalb wird der Rohstoffriese aktiv und verkleinert seinen Anteil an der australischen Mine Ernest Henry. Der Rohstoffkonzern Glencore arbeitet mit einem Anteilsverkauf weiter an der Stärkung seiner Bilanz. Das Unternehmen verkauft einen Anteil von 30 Prozent an der australischen Mine Ernest Henry für 880 Millionen australische Dollar, umge-rechnet knapp 600 Millionen Euro. Der Deal gewährt dem Käufer, der australischen Evolution Mining, die Rechte an der kompletten künftigen Goldförderung der Mine und an Teilen der Silber- und Kupfer-produktion. Der Verkauf ist Teil des Plans von Glencore, seine Bilanz weiter zu stärken. Glencore leidet unter dem Verfall der Preise auf seinen wichtigsten Märkten wie zum Beispiel Kohle und Kupfer. Die fallenden Preise zwangen Glencore-Chef Ivan Glasenberg, der den Konzern mithilfe milliardenschwerer Deals von einem Rohstoffhandelshaus zu einem der größten Bergbauunternehmen der Welt ausgebaut hat, zur Kehrtwende. Er strich die Dividende, führte eine Kapitalerhöhung durch und erklärte sich bereit, Aktiva zu verkaufen, um den Schuldenberg zu senken.

 

NTV - 11. August 2016

Publikumsmagnet in Australien: Sydney baut seine Oper um

Das Opernhaus von Sydney soll der umfangreichsten Erneuerung seit seiner Eröffnung vor 43 Jahren unterzogen werden. Wie der Vizepremier von New South Wales, Troy Grant, bei der Vorstellung der Pläne bekanntgab, will der Bundesstaat dafür 202 Millionen Australische Dollar (rund 139 Millionen Euro) ausgeben. Die Renovierung soll demnach im Mai kommenden Jahres beginnen und sechs Jahre dauern. Im Fokus der Renovierung liegt die Konzerthalle, dem mit 2600 Plätzen größten Saal. Dort soll die Akustik verbessert werden. Den Auftrag erhielt nach Angaben des Architekten Peter Bickle das Ingenieurunternehmen Müller-BBM GmbH aus München. Drei Viertel der Renovierungskosten gingen für die Verbesserungen in der Konzerthalle drauf, sagte die Geschäftsführerin des Opernhauses, Louise Herron. Der Konzertsaal werde dafür ab Mitte des Jahres 2019 für 18 Monate geschlossen bleiben.

 

Finanzen.net - 11. August 2016

Australischer $ gewinnt gegenüber Euro - Leitzinssenkung sorgt für Gegenbewegung.

Mit Verweis auf die niedrige Inflation hat die australische Notenbank am Dienstag ihren Leitzins von 1,75 auf rekordtiefe 1,50 % gesenkt. Der australische Dollar (AUD) reagierte bisher kaum auf diese Nachricht - nach den deutlichen Wertzuwächsen gegenüber dem Euro seit Ende Mai ist eine Korrektur jedoch über-fällig. Die Teuerungsrate werde angesichts des gedämpften Wachstums der Arbeitskosten und des gerin-gen Kostendrucks andernorts in der Welt für einige Zeit niedrig bleiben, sagte der Chef der Reserve Bank of Australia, Glenn Stevens. Vom Arbeitsmarkt seien zuletzt gemischte Signale gekommen. Zudem ver-wies der Notenbankchef auf die Probleme in einigen Schwellenländern und nannte ausdrücklich China, den wichtigsten Handelspartner von Australien. Eine Lockerung der Geldpolitik könne helfen, nachhal-tiges Wachstum zu sichern, sagte Stevens. Im ersten Quartal legte die Wirtschaft in Down Under zum Vorquartal um gute 1,1 % zu. Fürs Gesamtjahr 2016 prognostizierte der IWF im April ein BIP-Plus von 2,5 %, für 2017 rechnet er mit einem Wachstum von drei %. Größere Probleme in China könnten diese Pro­gnosen allerdings zu Makulatur machen. Die Notenbank versucht deshalb, frühzeitig gegenzusteuern. 

 

Reuters.com - 11. August

Australien stoppt aus Sicherheitsgründen Stromnetzdeal mit Chinesen

Australien hat wegen Sicherheitsbedenken den Verkauf des größten Stromnetzes des Landes an chinesi-sche Interessenten gestoppt. Finanzminister Scott Morrison teilte mit, er lehne den Verkauf an Chinas führenden Stromversorger State Grid und dem Infrastrukturkonzern Cheung Kong (CKI) ab. Nationale Sicherheitsinteressen sprächen dagegen, erklärte er. Hintergrund sei, dass der australische Netzbetreiber Ausgrid, der unter anderem in Sydney aktiv ist, sowohl Unternehmen als auch den Behörden wichtige Dienstleistungen anbiete. Der Deal sollte knapp sieben Milliarden Euro in die Staatskassen spülen.

Landwirt.com - 10. August 2016

Rinderknappheit in Australien

In Australien, einem der weltweit führenden Exporteure von Rindfleisch sowie von Zucht- und Schlacht-tieren, werden Rinder zur Mangelware. Nach Angaben des nationalen Statistikbüros wurden dort im Juni nur noch 627 400 Rinder geschlachtet. Das waren gut 18 % weniger als im Vorjahresmonat... Ursache des Rindermangels ist der starke Bestandsabbau. Infolge von mehrjährigen Dürreperioden hatten die Erzeu-ger vermehrt Tiere ins Schlachthaus geliefert. Ende Juni 2016 belief sich die australische Rinderherde laut MLA nur noch auf 26,1 Millionen Tiere. Das waren 1,3 Millionen weniger als ein Jahr zuvor und rund 3,0 Millionen weniger als im Juni 2014. Nach ausreichenden Niederschlägen und verbesserten Weide-bedingungen versuchen die Erzeuger mittlerweile, die Herden wieder aufzubauen. Entsprechende Tiere sind jedoch knapp und teuer. Der wichtigste Leitindex des Landes, der Eastern Young Cattle Indicator (EYCI) für männliche und weibliche Mastrinder bis zu einem Jahr, schloss am 8. August 2016 auf dem historischen Rekordniveau von etwas mehr als 7,00 A$ (4,82 Euro) pro Kilogramm Schlachtgewicht.
 

nzz.ch - 10. August 2016

Cyberangriff: Hacker stören Volkszählung in Australien

Australiens erster Versuch zum Abhalten einer Volkszählung im Internet ist von mehreren Cyberangrif-fen gestört worden. Das australische Statistikamt habe die Zensus-Webseite am Dienstagabend ausser Betrieb genommen, um bis dato abgegebene Daten zu schützen, sagte der leitende Statistiker David Kalisch. Zuvor sei die Seite viermal von Unbekannten aus Übersee attackiert worden... Eine Volkszählung findet in Australien alle fünf Jahre statt. Dass die Befragung in diesem Jahr erstmals online veranstaltet wird und die Informationen erst nach vier statt der üblichen eineinhalb Jahre gelöscht werden sollen, hatten Datenschutzbedenken in Down Under ausgelöst. Durch den Schritt ins Internet sollen Kosten in Höhe von schätzungsweise 100 Millionen Australischen Dollar eingespart werden.

 

Süddeutsche.de - 8. August 2016

Nach Brexit: Briten liebäugeln mit Auswandern

Nach dem Brexit-Votum haben die Einwanderungsbehörden Neuseelands und Australiens einen An-sturm von britischen Besuchern auf ihren Webseiten erlebt... Die Briten sprachen sich bei dem Volksent-scheid am 23. Juni dafür aus, die Europäischen Union zu verlassen. Das dämpft die Konjunkturaussich-ten in Großbritannien und anderen europäischen Ländern ... Die EU ist für beide Länder der drittgrößte Handelspartner - im Fall Australien nach China und Japan. Beide machen mit Abstand die meisten EU-Geschäfte mit GB. Aus Neuseeland gehen knapp ein Drittel der EU-Exporte nach Großbritannien, bei Australien sind es fast 40 %. Aber Großbritannien allein spielt als Handelspartner eine untergeordnete Rolle: nur 3,0 Prozent der neuseeländischen Exporte gingen 2014 nach GB. Bei Australien waren es 2015 1,5 Prozent der Waren- und 7,6 Prozent der Dienstleistungsexporte. Neuseeland und Australien wollen nach dem EU-Austritt der Briten einen neuen Freihandelsvertrag mit Großbritannien aushandeln.

 

BILD.de - 7. August 2016

2:2 gegen Australien: Rumpel-Tor rettet unsere Fußball-Mädels

Unsere Fußball-Mädels holen in ihrem zweiten Gruppenspiel bei den Olympischen Spielen ein glückli-ches 2:2 gegen Australien. Kerr schockt unsere Mädels nach sechs Minuten mit dem 0:1. Kurz vor der Pause erhöht Foord auf 0:2, ehe Däbritz in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 1:2-Anschlusstreffer erzielt. Lange sieht es nach der ersten Niederlage aus, doch dann hilft eine Standardsituation. Bartusiak läuft in eine hohe Hereingabe rein und bringt den Ball mit etwas Glück zum 2:2-Endstand im Tor unter.

 

FAZ.net - 5. August 2016

Zahlungen gestoppt: Entwicklungshelfer soll Millionen an Hamas geschleust haben

Australien stoppt Gelder für die christliche Hilfsorganisation World Vision im Gazastreifen. Das Land reagierte damit auf die Festnahme eines ranghohen World Vision-Mitarbeiters wegen Unterstützung der radikalislamischen Hamasbewegung, die im Gazastreifen regiert. Israel lobte die Entscheidung Austra-liens. Der israelische Geheimdienst Schin Bet wirft dem Leiter der World-Vision-Zweigstelle im Gaza-streifen vor, 45 Millionen Dollar an Hilfsgeld veruntreut zu haben, rund 60 Prozent des gesamten World Vision-Budgets für Gaza. Er soll der Hamas das Geld für Waffenkäufe gegeben haben. Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas wies die Vorwürfe als „Lügen“ zurück.

 

Handelsblatt.com - 4. August 2016

Transparenz: Australien verschärft Bankenaufsicht

Australien nimmt seine Banken stärker an die Kandare. Die großen Institute müssen künftig 1x im Jahr vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments Rede und Antwort stehen, wie Regierungschef Turnbull ankündigte ... Australiens vier Großbanken National Australia Bank, Commonwealth Bank of Australia, Westpac Banking Corp und die Australia & New Zealand Banking Group (ANZ) standen zuletzt in der Kritik. Nach einer Reihe von Affären wie verfehlter Finanzberatung, Zinsmanipulation und Versiche-rungsbetrug waren Rufe laut geworden, eine umfangreiche staatliche Untersuchung einzuleiten.

 

sputniknews - 4. August 2016

Australien neugierig auf russisch-chinesische Seemanöver im Südchinesischen Meer

Australien schickt voraussichtlich Militärkräfte ins Südchinesische Meer, um die für September ange-setzten gemeinsamen Seemanöver der chinesischen und der russischen Marine zu verfolgen, berichtet die Webseite NEWS.com.au. Wie der chinesische Armeesprecher mitteilte, finden die Seeübungen Chinas und Russlands planmäßig statt und sollen die Zusammenarbeit zwischen den Flotten der beiden Ländern verstärken. Zwar hieß es im australischen Verteidigungsministerium, die Seeübungen seien gegen kein anderes Land gerichtet, aber Australien will die Kräfte Chinas und Russlands in der Region beobachten ...

 

euronews - 1. August 2016

Gefängnisskandal: Chef der Untersuchungskommission tritt zurück

Die Gewaltvorwürfe gegen Vollzugsmitarbeiter haben am Wochenende erneut Demonstranten auf die Straßen getrieben. In Sydney forderten sie die Aufklärung der Vorkommnisse. Dabei geht es um Miss-handlungen von Jugendlichen in mindestens einem Gefängnis in den Northern Territories. Am Montag trat der Chef der staatlichen Untersuchungskommission zu den Vorfällen, Brian Martin, zurück. Viele

der mutmaßlichen Misshandlungsopfer sind Aborigines ...  Die australischen Ureinwohner machen 94 % der jugendlichen Gefängnisinsassen in den nördlichen Territorien aus. Die Vorwürfe gegen die Gefäng-nismitarbeiter sind schwerwiegend, wie Aufnahmen des chinesischen Staatsfernsehens zeigen. Aufge-nommen wurden sie von Überwachungskameras in einem Jugendgefängnis in Darwin.

 

Am 2. August 2016 berichtet die Northern Territory News über den Gefängnisskandal:

Five mates of  ‘boy in the hood’ ... who were called the Territory’s ‘worst of the worst’

THEY are the five best mates of Dylan Voller, the boy pictured in a “spit hood and restraints” in Darwin’s horrific Don Dale juvenile facility. Voller and the five boys forged a friendship in the worst of circumstan-ces, locked up as children in “appalling conditions” in adjoining cells in the infamous detention centre ... Voller, now aged almost 19 and older than most of the boys, has remained loyal to “my mates” as he ser-ves a sentence in an adult prison for car theft and assault... Dylan Voller has now launched court action seeking damages from the Government for injuries caused during his incarcerations.

 

Handelsblatt.com - 31. Juli 2016

Ungenaue GPS-Daten: Australien verruscht auf der Weltkarte

Um wieder in Einklang mit den globalen Navigationssystemen zu sein, wird Australien seine Längen-

und Breitengrade überarbeiten. Derzeit sind die Angaben um mehr als einen Meter unpräzise, wie die Behörde für Geowissenschaften erklärte. Jedes Jahr bewegt sich der Kontinent aufgrund normaler tektonischer Bewegungen rund sieben Zentimeter in Richtung Norden – das soll nun endlich bei den geographischen Koordinaten eingerechnet werden.

 

Welt.de - 29. Juli 2016 

Waffen für Australien: Deutschland kämpft um einen Mega-Panzerdeal

Australien plant unter dem Projektnamen Land 400 die komplette Modernisierung seiner Flotte von fast 700 Panzern unterschiedlicher Typen für gut 20 Milliarden Dollar. Ein Baustein – Phase 2 – ist der Er-satz der seit 1994 eingesetzten 225 Radpanzer (ASLAV) für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen. Die Kosten für den Austausch und die spätere Wartung der neuen Radpanzer werden auf bis zu acht Milliarden Dollar geschätzt. Das australische Verteidigungsministerium hat jetzt entschieden, dass aus einem größeren Interessentenkreis nur der deutsche Bewerber Rheinmetall Landsysteme mit seinem Boxer-Modell sowie ein britisch-finnisches Konsortium aus BAE Systems und Patria mit dem Modell AMV35 in die Endausscheidung kommen. Theoretisch haben die Deutschen damit eine 50:50-Chance. Nunmehr soll ein Jahr geprüft werden, welche Risiken in den beiden Radpanzer-Modellen stecken und was sie können. Die Entscheidung samt Vertragsabschluss wird Ende 2018 erwartet.

 

euronews.com - 27. Juli 2016

Australien profitiert vom russischen Doping-Skandal

Der Doping-Skandal rund um das russische Olympia-Team sorgt in einigen Disziplinen für unerwartete Nachrücker. So hat die Sperre von 20 russischen Athletinnen und Athleten durch den Ruder-Weltver-band für eine unverhoffte Teilnahme des australischen Damen-Achters gesorgt. Da die Entscheidung des Ruderweltverbands nur drei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele dem australischen Team mitgeteilt wurde, bleibt den Damen aus Down Under so gut wie keine Vorbereitungszeit.

 

Northern Territory News - 22. Juli 2016

Australiens reichste Frau kauft zwei Cattle-Stations südwestlich von Katherine

Gina Rinehart’s Hancock Prospecting has bought Riveren and Inverway cattle stations, estimated to be worth more than $50 million. The cattle industry in the Territory is booming at the moment with high prices and good land conditions. The purchase expands her investment in the cattle industry to five stations including her latest acquisitions, Fossil Downs, Liveringa and Nerrima in Western Australia’s Kimberley Region. The two new stations cover over 550,000 hectares of land with a combined herd of 40,000 head of cattle. They were bought by the Indonesian company in a historic move in 2013 off the Underwood family ... The stations are situated on the Inverway fertile black plains, productive Wavehill Basalt and Antrim soil types located in the southern parts of the Victoria River district.

 

Neue Luzerner Zeitung Online - 19. Juli 2016

Premier Turnbull in Australien eingeschworen

Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull ist zweieinhalb Wochen nach seinem hauchdünnen Wahlsieg im Amt vereidigt worden. Auch die 23 Minister traten ihr Amt offiziell am Dienstag an, darun-ter Aussenministerin Julie Bishop, die seit 2013 Topdiplomatin ist. Turnbull, der einst der Republikaner-bewegung in Australien vorstand, musste dabei Königin Elizabeth II. die Treue schwören, "Königin von Australien", wie er sagte. Australien gehört zum Commonwealth der einstigen britischen Kolonien, in denen die Königin nach wie vor Staatsoberhaupt ist. Turnbull hat im neuen Parlament nur noch eine Mehrheit von einer Stimme. Seine konservative Koalition verlor 14 Sitze. Sie kommt jetzt auf 76 der 150 Sitze, die Labor-Opposition legte 14 Sitze auf 69 zu. Fünf Sitze gingen an kleinere Parteien.

 

Blick.ch - 18. Juli 2016

Australiens Ex-Premier Rudd möchte UNO-Generalsekretär werden

Der frühere australische Premierminister Kevin Rudd will neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen werden. Rudd habe Australiens Regierung offiziell um die Nominierung für die Nachfolge des UNO-Spitzendiplomaten Ban Ki Moon gebeten ... Der Labour-Politiker Rudd stand von 2007 bis 2010 und noch einmal für kurze Zeit im Jahr 2013 an der Spitze der australischen Regierung. Er verlor dann die Wahl gegen die Konservativen, die nach wie vor die Regierung stellen. Rudd ist gelernter Diplomat, er spricht fliessend Mandarin-Chinesisch. Momentan leitet er das Politikinstitut Asia Society in New York ...

Bans Nachfolger soll den Posten am 1. Januar antreten. Die Auswahl des Kandidaten soll dieses Mal transparenter erfolgen als früher: Interessenten müssen ein Bewerbungsschreiben einreichen und sich einer öffentlichen Anhörung stellen. Zu den erklärten Kandidatinnen für den Posten zählen die aus Bulgarien stammende UNESCO-Chefin Irina Bokova und die frühere neuseeländische Premierministerin Helen Clark. Die letzte Entscheidung über den neuen Generalsekretär obliegt dem UNO-Sicherheitsrat.

 

tagesschau.de - 10. Juli 2017

Ergebnisse der Parlamentswahl: Australiens Konservative können weitermachen

Acht Tage lang mussten die Wahlhelfer in Australien zählen, jetzt steht fest: Die konservative Regierungs-koalition kann das Land trotz massiver Stimmenverluste weiter führen ... Das vollständige Ergebnis ist aber weiter offen. Mehr als ein Viertel der Stimmen ist immer noch nicht ausgezählt. Nach Angaben der Wahlkommission führt Turnbulls Koalition in 76 Wahlkreisen, Labor in 69. Kleine Parteien und unab-hängige Kandidaten liegen in fünf Fällen vorn. In einer Reihe von Wahlkreisen lagen die Kandidaten nur wenige Hundert Stimmen auseinander. Um eine Regierung zu bilden, sind 76 der 150 Sitze im Parlament nötig. Das heißt, entweder Turnbulls konservativ-liberale Koalition bekommt nach dem endgültigen Er-gebnis tatsächlich eine knappe Regierungsmehrheit oder sie muss eine Minderheitsregierung bilden, die auf Unterstützung von Unabhängigen und Abgeordneten kleinerer Parteien angewiesen ist.

 

NZZ.ch - 3. Juli 2016

Australiens Parlamentswahl endet mit einem Patt

Das Ergebnis der Wahlen für die beiden Kammern des australischen Parlaments ist so knapp, dass unklar ist, wer gewonnen hat. Es könnte Wochen dauern, bis das Resultat mit Sicherheit feststeht... Am frühen Sonntagnachmittag Lokalzeit, 20 Stunden nachdem die letzten Urnen geschlossen hatten, waren noch bei 13 von 150 Sitzen im Unterhaus, dem Repräsentantenhaus, unklar, wer sie für sich entschieden hatte. Nach der Auszählung von fast 80% der Stimmen liegt laut Hochrechnungen des nationalen Rundfunks ABC die gegenwärtig oppositionelle Labor-Partei mit 67 Sitzen leicht im Vorsprung. Turnbulls Koalition unter Führung der Liberals hat bis jetzt 65 Sitze, 5 gehen an Kleinparteien und unabhängige Kandida-ten... Die Unsicherheit könnte länger dauern, denn die Zählung geht erst am Dienstag im grösseren Stil weiter... Wenn keine der beiden grossen Parteien die Mehrheit der Sitze im Unterhaus erhält, so sprechen die Australier von einem 'hung parliament' ... Für Turnbull ist die Wahl ein herber Verlust. Dass er die Auswirkungen kleinzureden versucht, ist typisch für den Politiker und ehemaligen Banker, dessen Selbst-bewusstsein häufig an Arroganz grenzt ... Turnbull verspielte mit den vorgezogenen Wahlen eine stabile Mehrheit im Unterhaus. Turnbull blüht damit das Schicksal seines Vorgängers, dass er durch einen parteiinternen Rivalen vom Amt verdrängt wird - wenn er denn überhaupt eine Regierung bilden kann.

 

Süddeutsche.de - 30. Juni 2016: Doch sie müssen wählen

Am Samstag wählen fast 16 Millionen Australier beide Kammern ihres Parlaments. Jeder muss seine Stimme abgeben, es herrscht Wahlpflicht. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorher zwischen Turnbulls liberal-nationaler Koalition und Shortens Labor Party. Womöglich erreicht kein Lager eine Mehrheit im Parlament, weil im Unterhaus und erst recht im Senat Grüne und Unabhängige auf den Querbänken zwischen Mehrheitsfraktion und Opposition Platz nehmen könnten. Zwar werden Rechts-populisten, hoffnungslos zersplittert, Umfragen zufolge kaum nennenswert Stimmen gewinnen...

Die Zufriedenswerte für Premierminister und Oppositionsführer sind miserabel. An der Lage im Land kann das nicht liegen, den weitaus meisten Australiern geht es gut. Der robusten Wirtschaft konnte die Bankenkrise nichts ausmachen. Und der Verfall der Rohstoffpreise hat zwar die mächtige Bergbaubran-che getroffen, nicht aber das Wachstum. Für dieses Jahr wird es auf mehr als 3 % geschätzt. Grundsätz-liche Richtungsentscheidungen stehen nicht an, egal, was die Wahlkämpfer tönen: Turnbull verspricht, Unternehmenssteuern zu senken, Shorten will das nur für Kleinunternehmer und Steuerprivilegien für Reiche kürzen... Es träfen da "ein gestaltloser Mann und gesichtsloser Mann" aufeinander, beschrieb der Sydney Morning Herald die Mattigkeit des Wahlkampfs.

Der Mann ohne Gestalt wäre Malcom Turnbull. Dabei ist der 61-Jährige eigentlich einer der farbigsten Politiker Australiens. Der Mann aus Sydneys  wohlhabendem Osten zählt zu den paar Hundert reichsten Australiern, allein sein Privatanwesen im Millionärsviertel Potts Point mit Blick auf die Hafenbucht taxieren Makler auf umgerechnet mehr als 35 Millionen Euro. Turnbull, Sohn eines Maklers und einer

Premier Malcom Turnbull

Schriftstellerin, hat sich das alles selbst verdient. Schon der Jurastudent galt als brillanter Redner und Selbstdarsteller, schrieb nebenbei als Journalist für renommierte Zeitungen in London und Sydney - und knüpfte beste Kontakte. Er heiratete in eine der angesehensten Juristenfamilien Sydneys ein: Lucy, geborene Hughes, ist Tochter eines ehemaligen Justizministers und wurde als erste Frau Bürgermeisterin von Sydney. Turnbull arbeitete erfolgreich als Menschenrechtsanwalt und Konzernberater, als Verlagsmanager und Inter-net-Unternehmer. Er war Australien-Chef der Großbank Goldman Sachs und gründete eine Investment-Bank ...   Sein Herausforderer Bill Shorten, 49,

Bill Shorten husband and dad (and dog owner)

dagegen gilt als Mann des Labor-Parteiapparats. Der Sohn eines Gewerkschaftsfunktionärs und einer Anwältin aus Melbourne  kam mit 34 Jahren an die Spitze einer der größten Gewerk-schaften. Bestens in Labors rechtem Flügel vernetzt, gehörte er bald zu jenen, auf die es im parteiinternen Klüngel um Macht und Posten ankam. Sein zweimaliger Frontwechsel machte Shorten nicht populärer bei den Australiern, die der Partei-intrigen überdrüssig sind. Zumal sogar Parteifreunde dem zwar eloquenten, aber weitgehend humorfreien Spitzenkandidaten ein "Charisma-Problem" unterstellen. Immerhin gewann er zuletzt ein Fernsehduell gegen den telegenen  Premier ...

 

StuttgarterNachrichten - 24. Juni 2016

Märkte im Fernen Osten und Australien schließen nach Brexit-Votum tief im Minus

Die Finanzmärkte in Ostasien und Australien haben am Freitag mit heftigen Verlusten auf die Brexit-Entscheidung der Briten reagiert. Die stärksten Kursabschläge verzeichnete der Nikkei-Index in Tokio, der mit einem Minus von 7,9 Prozent bei 14 952 Punkten aus dem Handel ging... Große Verunsicherung machte sich auch unter Anlegern in Australien breit: Der S&P/ASX 200 in Sidney ging 3,1 % schwächer bei 5117 Punkten aus dem Handel. "Durch den Brexit entsteht viel Unsicherheit. Und Investoren mögen keine Unsicherheit", sagte der australische Ökonom Tony Farnham.

 

The Sydney Morning Herald - 24. Juni 2016 / Comment by Michael Gordon, Political editor The Age

Malcolm Turnbull shows leadership but Brexit vote holds "nothing good" for Australia

Malcolm Turnbull has shown leadership in not overtly seeking to exploit the end of the world as we know it for political gain. As the Prime Minister says, there is no cause for Australians to be alarmed. We've weathered external shocks before and this one should have limited impact on Australian markets or trade deals. As Bill Shorten says, we withstood the last one on Labor's watch - and emerged in better shape than any other of the developed economies. Markets go down when there are shocks, but they rebound, and opportunity can spring from adversity. The bottom line, though, comes from economist Saul Eslake: "It's hard to know how much bad there is for us out of this, but I think we can be fairly sure there is nothing good for us." The political reality, one week from polling day, is that external shocks assist the incumbent - and economic shocks will assist an incumbent that voters see as the preferred economic manager. At a point in the campaign when both sides are stretching credulity with their attacks on each other, Turnbull was wise not to seek partisan advantage and to offer a measured response to the outcome Australia did not want or expect. Whether the restraint continues, we will see. Treasurer Scott Morrison was not quite as constrained: "Even in the midst of the uncertainty of the global economy which we are facing, increa-sing the deficit, increasing the debt and increasing taxes is not going to put the Australian economy in a stronger position, particularly now, particularly right now," he said. The truth of it is that the negatives of this shock transcend politics and offer neither side solace. One is the potential for the decision to dampen enthusiasm around the world for globalisation, openness and free trade, which would hurt Australia. Another danger is that the vote is indicative of an anti-establish-ment mood elsewhere, the kind that could see Donald Trump become president and the ultra-right wing seize influence elsewhere. That, too, would be bad for Australia. One thing that should give a measure of comfort is what this says about voluntary voting, especially when dealing with single issues. Far better to demand of all who will be affected that they state a preference, as we do. 

 

Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 20.06.2016

Steuerabkommen mit Australien: Deutschland und Australien haben ein Doppelbesteuerungsab-kommen abgeschlossen. Daher hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 12. November 2015 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen sowie zur Verhin-derung der Steuerverkürzung und -umgehung ( 18/8830 ) eingebracht. Das frühere Abkommen von 1972 entspreche besonders im Bereich der grenzüberschreitenden Unternehmensbesteuerung nicht mehr den heutigen Anforderungen, erläutert die Bundesregierung.

 

topagrar - 20 Juni 2016           

Reichlich Getreide in Australien erwartet

Die australischen Farmer sind gut in die neue Anbausaison 2016/17 gestartet und können aufgrund des bisherigen Witterungsverlaufes höhere Erträge erwarten. Zu diesem Schluss kommt das Australische Amt für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES). Laut jüngster Prognose soll sich die Druschmenge bei den Winterfrüchten insgesamt auf 42,3 Mio t belaufen; das wären 2,6 Mio t oder rund 7 % mehr als in der Vorsaison. Zugleich wäre es das höchste Aufkommen seit der Rekordernte 2011/12.
 

TirolerTageszeitung.online - 15. Juni 2016 

Zwei ehemalige Polizisten in Australien wegen Mordes verurteilt

In Australien sind zwei ehemalige Polizisten wegen Mordes an einem Studenten verurteilt worden. Das Bundesgericht in New South Wales sprach die beiden Männer am Mittwoch schuldig, den 20-jährigen Student Jamie Gao bei einem Drogendeal erschossen zu haben. Die Leiche des jungen Mannes war 2014 vor Sydney im Meer gefunden worden. Die Verurteilten, der 75-jährige Roger Rogerson und der 57-jährige Glen McNamara, hätten sich während des Prozesses gegenseitig der Tat bezichtigt und jeweils ihre eigene Unschuld beteuert. Das Gericht sah es aber als erwiesen an, dass sie gemeinsam die Tat begangen hatten. Wegen eines Drogendeals hätten Rogerson und McNamara den BWL-Studenten in einen Vorort von Sydney gelockt und ihn dort erschossen. Anschließend hätten sie die knapp drei Kilogramm Crystal Meth, die Gao bei sich trug, an sich genommen. Das Gericht verurteilte sie deshalb auch wegen Drogenbeschaffung. Um die Tat zu vertuschen, packten nach Auffassung des Gerichts beide Männer die Leiche des BWL-Studenten in eine Surfbrett-Tasche und versenkten diese im offenen Meer.

 

klimanretter.info - 12. Juni 2016

Sprung bei Erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien haben 2015 14,6 % des Strombedarfs gedeckt. Wie aus dem Clean Energy Australia Report 2015  hervorgeht, baute das Land damit seinen Grünstroman-teil innerhalb von zwölf Monaten um 1,1 %  aus. Wasserkraft lieferte 40 % des erneuer-baren Stroms, Windkraft trug  34 % bei. Photovoltaik machte 17 % aus, wovon 16 Prozentpunkte aus privaten Aufdachanlagen mit weniger als 100 Kw stammen. Ende 2015 lag die installierte Solarstromleistung bei 4.730 Megawatt. Australien hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund 33 Milliarden Kilowattstunden Strom regenerativ aus Großkraftwerken zu erzeugen. Ende 2015 wurden in dieser Kategorie 15 Milliarden Kwh erreicht. Die deutsche Firma Juwi hat heute 900 Kilometer nördlich von Perth das weltweit größte Solar-Hybrid-Kraftwerk in Betrieb genommen. Ein 10,6 Megawatt starker, einachsig nachgeführter Solarpark ist mit einem Sechs-Megawatt-Batterie-speicher gekoppelt und liefert so rund um die Uhr Sonnenstrom an das Bergwerksunter-nehmen DeGrussa.

WienerZeitung.at - 8. Juni 2016

Militär: Australien und Neuseeland rüsten auf

Nach Australien hat auch Neuseeland ein milliardenschweres Aufrüstungsprogramm angekündigt. Die Regierung reagiere unter anderem auf eine wachsende Terrorbedrohung, Spannungen im Südchinesi-schen Meer, Aufruhr im Nahen Osten und Afrika und das gespannte Verhältnis zwischen Russland und "dem Westen", heißt es im Weißbuch zur Verteidigung. Die Regierung will in den nächsten 15 Jahren für 20 Milliarden neuseeländische Dollar (12,3 Milliarden Euro) Schiffe und Flugzeuge ersetzen, sich besser gegen Cyber-Kriminalität wappnen und Überwachungssysteme modernisieren. So soll die Kontrolle der exklusiven Wirtschaftszone rund um die Küsten sowie des Südlichen Ozeans und der Antarktis verbessert werden. Australien hatte Anfang 2016 neue Rüstungsausgaben von 195 Milliarden australischen Dollar (127 Milliarden Euro) über die nächsten zehn Jahre angekündigt.

 

Merkur.de - 6 Juni 2016

Tödliche Unwetter auch in Australien

Auch außerhalb Europas wüten schwere Unwetter - mancherorts mit tödlichen Folgen. In Australien kamen bei Überschwemmungen nach heftigen Stürmen mindestens drei Menschen ums Leben. Vier weitere würden vermisst, teilte die Polizei mit. Bei den Toten handelt es sich um drei Männer, die im südöstlichen Bundesstaat New South Wales und der Hauptstadt Canberra in ihren Autos von den Fluten mitgerissen wurden. Unter den Vermissten ist ein Schwimmer, der trotz Badeverbots und meterhoher Wellen am berühmten Bondi Beach in Sydney ins Wasser ging... Laut STERN hat Premierminister Malcolm Turnbull seine Wahl-Tour unterbrochen und die verwüsteten Gebiete besucht.

 

heise.de - 31. Mai 2016

Australien will 24.500 Bitcoin versteigern

Die australischen Behörden wollen 24.518 Bitcoin im Wert von aktuell rund 12 Mio  Euro versteigern lassen, die von der dortigen Polizei beschlagnahmt wurden. Die Versteigerung wird von der Wirtschafts-prüfergesellschaft Ernst & Young vorgenommen und soll vom 20. bis zu 21. Juni stattfinden... Auch wenn die aktuelle Bekanntmachung keine weiteren Angaben zur Herkunft macht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Geld aus dem Besitz eines bereits 2012 verhafteten Drogen-Dealers, der auf dem Onlinemarktplatz Silk Road aktiv war. Der Mann wurde 2014 zu 11 Jahren Haft verurteilt. Es war die erste Inbesitznahme von Kryptogeld durch australische Behörden.

 

NZZ.ch - 26. Mai 2016

Neues Überschallflugzeug in Australien getestet

Der Traum von einem Zweistundenflug von Sydney nach London ist einen Schritt näher gerückt: Ein US-australisches Forscherteam meldete einen erfolgreichen Test für ein neues Überschallflugzeug. Die Ver-suchsrakete erreichte auf der weltgrössten Teststrecke in Woomera im Süden Australiens eine Höhe von 278 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von 7,5 Mach, wie das australische Verteidigungsministerium mitteilte. Es handle sich um eine «wegweisende Technologie», die die weltweite Luftfahrt «revolutionie-ren könnte», erklärte der australische Chefwissenschafter Alex Zelinsky. Die Experten des Programms Hypersonic International Flight Research Experimentation (Hifire) entwickeln eine Maschine, die mit siebenfacher Schallgeschwindigkeit fliegen soll. Damit könnte der 17 000-Kilometer-Flug von Sydney nach London eines Tages in etwa zwei Stunden zurückgelegt werden. An dem Hifire-Programm sind auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der US-Luftfahrtkonzern Boeing beteiligt.

 

ntv - 11. Mai 2016

Archäologen entdecken älteste Axt der Welt

Sensationeller Fund in Australien: Bei Ausgrabungen haben Archäologen Fragmente einer Axt gefunden, die sie mehrere zehntausend Jahre in die Vergangenheit zurückdatieren. Sue O'Connor von der "Austra-lian National University" sagte, die Überreste der Axt seien zwischen 46.000 und 49.000 Jahre alt – das ist in etwa die Zeit, zu der die ersten Menschen den Kontinent besiedelten...  "Nirgendwo sonst in der Welt findet man Äxte, die sich bis zurück in diese Zeit datieren lassen." In Japan seien Äxte gefunden worden, die bis zu 35.000 Jahre alt seien, erklärt sie weiter. "Aber in den meisten Ländern tauchen sie erst in einer Zeit auf, als sich auch der Ackerbau durchsetzte – vor etwa 10.000 Jahren." Der Fund zeigt: Die Technologie der australischen Ureinwohner war keinesfalls so simpel wie bislang vielfach vermutet.  Sorry, aber nun muss ich meine älteste Archäologen-Anekdote loswerden: Ein Russe, ein Amerikaner und ein Australier streiten um die ältesten Kommunikationswege der Welt. Der Russe gräbt einen Meter tief, findet ein Kupferkabel und behauptet: 'Meine Vorfahren telefonieren seit Jahrtausenden'. Der Ami gräbt zwei Meter tief, weist stolz auf ein Glasfaserkabel und jubelt: 'Meine Urahnen übertrugen ihre Daten wesentlich schneller!". Der Australier gräbt 10 Meter tief und findet nichts! Der Russe und der

Ami amüsieren sich, doch der Aussie erklärt: ‚Unsere Ureinwohner kommunizierten per WLAN!!!‘

 

Blick.ch – 8. Mai 2016

Australiens Premierminister setzt Neuwahlen für den 2. Juli an

Der australische Premierminister Malcolm Turnbull hat für den 2. Juli Neuwahlen angesetzt. Turnbull, der seit einem parteiinternen Putsch gegen seinen Vorgänger Tony Abbott im September an der Regie-rungsspitze steht, will sich mit den Wahlen im Amt bestätigen lassen. Der Generalgouverneur, der die britische Königin Elizabeth II. in Australien als Staatsoberhaupt vertritt, werde am Montag beide Parla-mentskammern auflösen und Neuwahlen ausrufen, sagte Turnbull am Sonntag in Canberra. Bei der Wahl Anfang Juli hätten die Australier eine «sehr klare Wahl», sagte Turnbull. Sie könnten entweder «den Kurs halten» und für seinen «nationalen Wirtschaftsplan für Wachstum und Arbeitsplätze» stimmen, erklärte der Ex-Banker und Multimillionär. Oder sie könnten wieder die Labor-Partei wählen und damit für eine Erhöhung von Steuern, Ausgaben, Verschuldung und Staatsdefizit stimmen. Bei den Wahlen dürfte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem 61-jährigen Turnbull und dem 48-jährigen Oppositionsführer Bill Shorten von der linksgerichteten Labor-Partei kommen. In einer Umfrage, die

die Zeitung «News Limited» am Sonntag veröffentlichte, liegen ihre beiden Parteien gleichauf.

 

NZZ.ch - 3. Mai 2016

Tiefe Inflation: Australien senkt Leitzins auf 1,75 %

Die Reserve Bank of Australia hat den Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 1,75% gesenkt. Ausschlagge-bend sei gewesen, dass die Inflation tiefer als erwartet ausgefallen sei. Obwohl sich die Rohwarenpreise etwas erholt hätten, seine Australiens Terms of Trade deutlich schlechter als in den vergangenen Jahren. Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass die Bank den Satz zurücknimmt. Vor weniger als einer Woche war bekannt geworden, dass der Index der Konsumentenpreise in Australien im letzten Quartal erstmals seit sieben Jahren rückläufig war. Die annualisierte Inflationsrate lag bei 1,55%, deutlich tiefer als die 2 bis 3%, die die Bank anstrebt. Die Gründe für den Preisrückgang waren in tieferen Ölpreisen und massi-ven Rabatten im Detailhandel zu suchen. Seit Mitte Januar hatte der austr. $ bis zu 15% gewonnen. Die-ser Anstieg machte ein Teil der Gewinne zunichte, die Rohstoffexporteure durch die steigenden Preise erhielten. Auch wirkt er sich negativ auf Tourismus und internationale Bildung aus.

 

Felix Mago: Tipps Krypto-Währung

ZD.net.de - 3. Mai 2016

Betrugsversuch: Australier gibt sich als Bitcoin-Erfinder aus

Der Australier Craig Wright hat sich als der Bitcoin-Erfinder ausgegeben, behauptet also, der Mann hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto zu sein. Er wurde umgehend durch Dan Kaminsky widerlegt. Demzufolge eine von Wright als „Nachweis“ präsen- erte Signatur in Form eines Screenshots „ein aus der Blockchain selbst extrahierter Hash“ ist. Kaminsky nennt die Geschichte einen eindeutigen „Betrugsversuch“... Das Konzept von Bitcoin war 2008 erstmals in einem Whitepaper vorgeschlagen worden, das heute noch bei bitcoin.org nachgelesen werden kann (PDF). Der Autor bezeichnete sich als Satoshi Nakamoto und gab die Mailadresse satoshin@gmx.com an.

 

ntv- 26. April 2016

Thyssenkrupp entgeht Milliardendeal mit Australien

ThyssenKrupp ist bei der Ausschreibung eines Milliardenprojekts zum Bau von zwölf U-Booten leer ausgegangen. Die australische Regierung wählte den staatlichen französischen Schiffbaukonzern DCNS als Partner, wie Premierminister Malcolm Turnbull in Adelaide mitteilte. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 35 Milliarden Euro und wäre für ThyssenKrupp einer der größten Aufträge der Unternehmens-geschichte gewesen. Zugleich handelt es sich um die größte militärische Anschaffung der australischen Geschichte. Australien will seine U-Boot-Flotte von zurzeit sechs Schiffen ersetzen und ausbauen.

 

rp-online – 25. April 2016

ANZAC-Day: 16-Jähriger wegen Anschlagsplänen festgenommen

Ein Jugendlicher ist in Australien wegen der Planung eines Anschlags auf eine nationale Gedenkfeier festgenommen worden. Gegen den 16-Jährigen werde wegen Vorbereitung eines "Terrorakts" ermittelt, teilte die Polizei in New South Wales mit. Berichten zufolge hatte der Beschuldigte am Wochenende ver-sucht, sich eine Waffe zu beschaffen, um während der Feierlichkeiten zu Ehren von Australiens Kriegs-toten am Montag ein Attentat zu verüben… Australien und Neuseeland erinnern am 25. April an die Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg. Die Entente-Mächte hatten im Jahr 1915 eine Offensive begonnen, um die türkische Halbinsel an der Meerenge der Dardanellen zu erobern und von dort nach Istanbul vorzustoßen. Die osmanischen Truppen schlugen den Vorstoß aber nach erbitterten Kämpfen mit Hilfe ihrer deutschen Verbündeten zurück. Auf beiden Seiten starben in dem neunmonatigen Konflikt zehntausende Soldaten, darunter rund 8700 Australier und 2800 Neuseeländer.

 

Die Rinderfarmen der S. Kidman & Co Ltd - Pfeil: Anna Creek Station

NZZ - 20. April 2016

Chinesen kaufen 1,3 Prozent von Australien

185 000 Rinder und 101 000 Quadratkilometer Land wechseln die Hand. Der Verwaltungsrat von Kidman & Co hat entschieden, ein Kaufangebot eines chinesisch-australischen Konsortiums anzunehmen. Der Kaufpreis beträgt 370,5 Mio. $ ... Die zwölf Cattle Stations von Kidman umfassen 1,3% der Landfläche oder 2,6% der landwirtschaftlichen Fläche Austra-liens. Im vergangenen November hatte die Regierung den Verkauf in letzter Minute verboten. Stein des Anstosses war Anna Creek, mit 23 700 Quadratkilometern mit Abstand die grösste Cattle Station des Landes. Die Farm grenzt an ein militärisches Sperrgebiet. In Woomera testet das australische Militär Raketen und andere Waffen. In den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren führte Grossbritannien dort auch Atomwaffentests durch. Die strategische Bedeutung dieses Geländes ist auch heute noch so wichtig, dass Canberra keine chinesische Nachbarn dulden wollte. Die Besitzerfami-lien von Kidman und die interessierte chinesische Shanghai Pengxin Group gingen daher noch einmal über die Bücher. Anna Creek wurde aus dem Gesamtbesitz herausgelöst. Obwohl dadurch die verkaufte Landfläche rund ein Viertel kleiner wurde, stieg der Preis von 325 Mio. auf 370 Mio. $ an. Denn in letzter Minute meldeten sich auch noch australische Interessenten für Kidman. Dakang Australia Holdings, eine Tochterfirma von Shanghai Pengxin, ging eine Partnerschaft mit Australian Rural Capital ein, einer Firma, die an der australischen Börse kotiert ist. Dakang wird 80% und ARC 20% des verkauften Rinder-Imperiums halten. Anna Creek geht nach Angaben des Fernsehsenders ABC an das südaustralische Unternehmen Williams Cattle Company. Dieses besitzt bereits Farmen, die an Anna Creek grenzen ...

Nachtrag, 3.5.2016:  Der Verkauf von Australiens größter Privat-Ranch an ein Konsortium unter chine-sischer Führung ist geplatzt. Die chinesische Dakang Australia Holding habe ihr Gebot zurückgezogen, gab der Chef der Farm S. Kidman and Co, Greg Campbell, am Dienstag bekannt. Grund war demnach das vorläufige Verbot des Verkaufs durch die australische Regierung. Finanzminister Scott Morrison hatte am Freitag erklärt, das geplante Geschäft stehe "in Konflikt mit nationalen Interessen". Er setzte dem Käufer-konsortium eine Frist bis Dienstag für eine Reaktion. Diese Zeit sei so kurz bemessen gewesen, dass ein Zurückziehen des Gebots die einzige Möglichkeit gewesen sei, erklärte Kidman-Chef Campbell.

 

german.china.org - 5. April 2016

Australien bringt "größte Handelsdelegation aller Zeiten" nach China

Repräsentanten von mehr als 1.000 australischen Unternehmen werden sich an Australiens "größter Handelsdelegation aller Zeiten" beteiligen ... Vom 11. bis zum 15. April wird die Delegation der austra-lischen Wirtschaftsvertreter nach Beijing, Guangzhou, Shanghai, Hongkong, Shenzhen, Xiamen, Shen-yang und Hangzhou reisen. Der australische Handelsminister Steven Ciobo sagte, dass dies eine fantasti-sche Gelegenheit für Australien wäre, die besten Unternehmen des Landes in China zu präsentieren. "Die Australien-Woche in China wird neue Chancen für die Wirtschaft ausloten, die vom verbesserten Markt-zugang und den durch den ChAFTA ausgehandelten Zollsenkungen profitieren wird. Es sind Aktivitäten in acht Branchen geplant: Agrarindustrie, Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Altenpflege, Innovation, Bildung, Stadtentwicklung, Wasserwirtschaft, Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Tourismus"...

 

focus.de - 4. April 2016

Australien leitet nach Panama-Enthüllungen Untersuchung ein

Die australische Steuerbehörde ATO hat nach den Enthüllungen über Finanzgeschäfte mit Briefkasten-firmen in Panama erste Ermittlungen eingeleitet. Man habe 800 australische Steuerzahler ermittelt, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Mehr als 120 von ihnen hätten zudem Verbindungen zu einem Off-shore-Unternehmen in Hongkong, das jedoch nichts mit den Geschäften in Panama zu tun habe. Nach Angaben der Zeitung „Guardian“ sind 700 Australier als Anteilseigner von Briefkastenfirmen ausgemacht worden. „Steuerzahler können nicht darauf bauen, dass solche geheimen Abmachungen geheim bleiben. Wir werden allen Hinweisen nachgehen“, sagte Michael Cranston. Die Behörde hat nach eigenen Anga-ben mit 100 Ländern Vereinbarungen zum Austausch von Daten im Kampf gegen Steuervergehen.

 

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