Meine Australien-Impressionen
Meine Australien-Impressionen

Down Under News

Der Autor informiert sich regelmäßig über Australien.

 

Zur Pflichtlektüre gehört der morgendliche Blick in den Sydney Morning Herald.

Mein Lokalfavorit sind die Northern Territory News (fast täglich eine Meldung über ein Krokodil).

Meine Lieblingslektüre ist Australiens einzige deutschsprachige Zeitung Die Neue Woche

Die Australienseiten von SPIEGEL online - FAZ .net - Süddeutsche.dederStandard.at - NZZ.ch  uvam.

 

Die Tratsch-Geschichten landen in Chitchat-Aktuell - Lesen Sie bitte vorher  Chitchat-Basics

 

Hier der Überblick über die 'seriösen' Meldungen:

 

Spiegel.de – 11. Dezember 2017

China wirft Australien Rassismus und Paranoia vor

…Aus China kam schon vor einigen Tagen eine Erklärung zu Turnbulls jüngsten Äußerungen: Man mische sich nicht in Angelegenheiten anderer Länder ein, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Die Regierung in Canberra solle Vorurteile ablegen und stattdessen die Beziehung zwischen beiden Ländern vertiefen. Auch aus der chinesischen Botschaft in Canberra gab es harsche Kritik an den Berichten. Nun legte die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei noch einmal nach. Die australischen Medienberichte über eine Beeinflussung aus China hätten rassistische Untertöne und gingen auf Paranoia zurück, heißt es in "People's Daily". Die Berichte seien voller erfundener Geschichten, es handle sich um unbegründete Attacken auf die chinesische Regierung. China appelliere an die Regierung in Canberra sowie an die Medien im Land, ihre "politischen Vorurteile und ihre Engstirnigkeit außen vor zu lassen" und sich stattdessen im Umgang mit China an die Fakten zu halten.

Spiegel.de – 10. Dezember 2017

Australiens Flüchtlingspolitik: Abschrecken, abschotten, abwälzen

Seit mehr als zehn Jahren setzt Australien auf die sogenannte Pazifische Lösung: Flüchtlinge, die per Boot das Land erreichen wollen, werden auf dem Meer abgefangen, zurückgeschickt oder in Lagern auf Pazifik-inseln inhaftiert. Von dieser Praxis, die der damalige Premier John Howard einführte, wird Australien nicht so schnell abrücken. Die beiden großen Parteien im Land tragen den Kurs in der Flüchtlingspolitik mit. Und sie wissen eine breite Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich. Kritik von Menschenrechtlern, den Vereinten Nationen, Nachbarstaaten oder der kleineren Grünen-Partei im eigenen Land? Werden regelmäßig beiseite gewischt. Abschrecken, abschotten, abwälzen: Auf den ersten Blick ist die australische Lösung effektiv. Doch auf den zweiten Blick - und auf lange Sicht - zeigt sich: Als Vorbild für andere Länder taugt diese Politik nicht ...

scinexx.de – 7. Dezember 2017

Neue Beutellöwen-Art entdeckt: Hundegroßer Raubbeutler lebte vor rund 25 Millionen Jahren

Fossiler Räuber: Im Nordosten Australiens haben Paläontologen das Fossil eines bisher unbekannten Beutellöwen entdeckt. Aus Schädel, Zähnen und Knochen schließen die Forscher, dass dieser Raubbeutler etwa hundegroß war und vor rund 25 Millionen Jahren lebte. Das Interessante daran: Dieser Fossilfund belegt damit, dass zur damaligen Zeit mindestens zwei Beutellöwen-Arten gleichzeitig in Australien lebten.

FAZ.net – 5. Dezember 2017 

Australien will Pekings Einfluss zurückdrängen

…der Fall Dastyari ist nur der prominenteste von mehreren in Australien, die in der jüngeren Zeit die Sorge chinesischer Einflussnahme geweckt haben. So spendeten Privatpersonen in China Millionen an australische Parteien; auch bekamen einst wichtige australische Politiker lukrative Posten in chinesischen Unternehmen. Die australischen Sicherheitsdienste warnen schon seit langem davor, dass Peking auf verschiedenen Wegen versuche, in Australien die Politik und den öffentlichen Diskurs zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Die Regierung von Malcolm Turnbull hat nun Konsequenzen gezogen. Sie stellte am Dienstag ein Gesetzespaket vor, das die Einflussnahme ausländischer Personen, Regierungen und Geheimdienste in Zukunft erschweren soll. Das Paket besteht aus drei Teilen. So sollen in Australien zum ersten Mal politische Spenden aus dem Ausland verboten werden. Zudem müssen Lobbyisten künftig melden, wenn sie für ausländische Dienste und Unternehmen tätig sind. Darüber hinaus sollen Gesetze gegen Spionage, Verrat und politische Einfluss-nahme verschärft oder neu geschaffen werden.

Spiegel.de – 24. November 2017

Australien vergibt Milliardenauftrag an Bremer Lürssen-Werft

Die australische Regierung hat einen Milliardenauftrag zum Bau von zwölf Patrouillenbooten an die Bremer Lürssen-Werft vergeben. Das teilte Premierminister Malcolm Turnbull mit. Der Auftrag habe ein Volumen von vier Milliarden australischen Dollar (umgerechnet2,6 Mrd. €). Der Baubeginn im australischen Adelaide sei ab Mitte kommenden Jahres vorgesehen. Den Patrouillenbooten sei "eine wichtige Rolle beim Schutz der Grenzen" Australiens zugedacht, betonte Turnbull. Die Boote aus deutscher Produktion hätten eine größere Reichweite und bessere Leistung als die gegenwärtige Patrouillenboot-Flotte. Die australische Marine könne künftig "umfassendere Operationen unternehmen". Die Lürssen-Werft hatte sich bei der Ausschreibung gegen die niedersächsische Fassmer-Werft und den niederländischen Konkurrenten Damen durchgesetzt. Für das Projekt werden in Australien rund 1000 Arbeitsplätze in Adelaide und Perth geschaffen.Australien baut seit einigen Jahren seine Seestreitkräfte aus. Im Vorjahr wurde der französische Schiffsbauer DCNS mit dem Bau von zwölf U-Booten im Wert von 50 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro) beauftragt.

 

Süddeutsche.de  – 18. November 2017

Ohne ihn gäb's kein "Highway to Hell": Malcolm Young ist tot

Normalerweise gilt der Rhythmusgitarrist als der Typ am dunklen Ende der Bühne, der niemals was sagt, in Interviews langweilt und nur dazu da ist, dem Leadgitarristen die Vorlage fürs nächste fetzige Solo zu liefern. Doch dieses Bild würde Malcolm Young und seiner Rolle als Gründer und musikalischem Anker der Hardrockband AC/DC niemals gerecht werden. Bevor er die Band 2014 nach 41 Jahren wegen einer Demenzerkrankung verlassen musste, gab er AC/DCs unerbittlichen Herzschlag und ihre eiserne Wucht vor. Er gilt als einer der besten Rhythmusgitarristen der Welt und hat Dutzende von berühmten Hardrockern wie James Hetfield von Metallica und Izzy Stradlin (Guns N' Roses) beeinflusst. Er starb nach Angaben der Band im Alter von 64 Jahren in Australien. Der Musiker und Songwriter hinterlässt seine Ehefrau Linda und zwei Kinder.. Im Herbst 2014 wurde klar, dass Malcolm nicht zurückkehren würde - da wurde er schon in einem australischen Pflegeheim behandelt. Bei der Aufnahme von "Rock or Bust" und auf der folgenden Welttournee wurde er von seinem Neffen Stevie Young ersetzt, der 1988 für ihn eingesprungen war, als er eine alkoholbedingte Pause einlegte. Die Demenz-Diagnose traf die Band schwer, sagte Sänger Brian Johnson der britischen Zeitung "Telegraph", doch es war klar, dass AC/DC weiter auf der Bühne stehen würde: "Bevor ihn die Demenz wirklich mitgenommen hatte, meinte er zu uns: "Geht einfach raus und macht Musik, Jungs, noch einmal, nur für mich".

Spiegel.de – 16. November 2017

Australischer Uno-Diplomat stirbt nach Sturz von Balkon

Der australische Uno-Diplomat Julian Simpson ist tot. Nach Angaben der New Yorker Polizei starb der 30-Jährige, als er von seiner Terrasse im siebten Stock stürzte. Simpson lebte mit seiner Ehefrau in Manhattan. Das Ehepaar hatte den Angaben zufolge den Abend gemeinsam mit Freunden verbracht. Am Abend gingen sie auf die Dachterrasse, um die Aussicht auf das Empire State Building zu genießen: Das Gebäude erstrahl-te zu dem Zeitpunkt in den Regenbogenfarben, Anlass war das Votum der Australier für die Ehe für alle. Auf der Terrasse soll Simpson eine befreundete Frau herumgewirbelt haben. Ihr Ehemann sei zornig gewor-den. Wie die "New York Post" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Polizeiquellen berichtete, soll Simpson dem Mann daraufhin angeboten haben, eine Art "Vertrauensspiel" abzuhalten, um seine Vertrau-enswürdigkeit unter Beweis zu stellen. Dafür setzte er sich dem Bericht zufolge auf den Rand seines Balkon-geländers, lehnte sich über den Vorsprung und wollte nach der Hand des Mannes greifen. Simpson habe allerdings das Gleichgewicht verloren und sei gestürzt. Auch die australische Nachrichtenseite "News" berichtet von einem solchen "Vertrauensspiel", auch sie beruft sich auf anonyme Polizeiquellen.

 

NZZ.ch - 15. November 2017

Australier stimmen für gleichgeschlechtliche Ehe

Australien hat mit einer starken Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer Volksbefra-gung per Briefwahl sprachen sich 61,6 % der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, An der Abstimmung hatten sich 12,7 Millionen Personen oder knapp 80 % der Stimmberechtigten beteiligt. Die Volksbefragung ist nicht verbindlich, die endgültige Entscheidung liegt beim Parlament.

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull begrüßte das «überwältigende Ja» und kündigte eine Abstim-mung des Parlaments noch vor Weihnachten an, um gleichgeschlechtliche Ehen per Gesetz zu legalisieren. «Sie haben für Fairness gestimmt, für Engagement, für die Liebe», sagte er...  Turnbull hatte schon früher deutlich gemacht, dass er selbst für das Homo-Gesetz stimmen wird. Allerdings gibt es im konservativen Lager auch zahlreiche Gegner. Zu ihrem Wortführer hat sich Turnbulls Vorgänger Tony Abbott entwickelt. Über die Parteigrenzen hinweg gibt es in Australien vermutlich heute schon genug Abgeordnete, die die gleichgeschlechtliche Ehe unterstützen. Grund für die ungewöhnliche Abstimmung per Post war, dass die Opposition die Pläne des konservativen Premierministers Turnbull für eine richtige Volksabstimmung über die Ehe für alle blockiert hat. Labor-Partei und Grüne sind zwar dafür, dass Frau und Frau sowie Mann und Mann heiraten dürfen. Ein Referendum darüber lehnten sie jedoch ab. Die Befragung hielten sie für überflüssig und auch für zu teuer. Die Kosten liegen bei umgerechnet etwa 80 Millionen Euro…

 

SPIEGELonline – 13. November 2017

Chinas Einfluss in Australien: Verlag zieht Buch aus Furcht vor Klage aus Peking zurück

Unterdrückt China die Meinungsfreiheit in Australien? Diesen Eindruck hat ein Ethik-Professor, dessen Buch über den chinesischen Einfluss auf dem Fünften Kontinent nun von seinem Verlag gestoppt wurde.

Ein australischer Verlag liefert ein Buch über Einmischung chinesischer Stellen in Politik und Gesellschaft Australiens aus Furcht vor rechtlichen Schritten Pekings nicht aus. Wie Clive Hamilton, der Autor des Buchs "Silent Invasion" (Stille Invasion), mitteilte, zog der Verlag Allen & Unwin die Publikation vergangene Woche kurz vor Drucklegung zurück. Zur Begründung führte der Verlag demnach an, dass mit hoher Wahr-scheinlichkeit eine "schikanöse Klage" aus China drohe. Das wiederum könne heißen, dass das Buch aus den Verkaufsregalen genommen werden müsse. Der Rechtsstreit könne sich in die Länge ziehen und für Verlag und Autor teuer werden, heißt es einer E-Mail-Korrespondenz des Verlags mit Hamilton.

Hamilton ist Professor für Ethik an der Charles-Sturt-Universität und hat in dem Verlag bereits acht andere Bücher veröffentlicht. Er bezeichnete den Vorfall im Gespräch mit AFP als "Moment eines Wendepunkts": die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Australien durch Peking. Er kündigte an, dass er einen anderen Verleger für sein Buch finden werde. Das Buch enthält Hamilton zufolge die Namen von Personen und Organisationen, die versuchen, die Gegebenheiten in Australien im Interesse Chinas zu beeinflussen.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte dazu, er habe keine Kenntnis von dem Vorfall. Die Beziehungen und die Zusammenarbeit der Volksrepublik mit Australien auf verschiedenen Gebieten beruh-ten auf "gegenseitigem Respekt, Gleichheit und beiderseitigem Nutzen". Australiens Außenministerin Julie Bishop wies auf Montag zwar darauf hin, dass sie keine Kenntnisse über die Verlagsdetails zwischen Autor und Verlag habe, sie wäre aber "besorgt, falls es Versuche gäbe, die Meinungsfreiheit in Australien zu unterdrücken, insbesondere auf Geheiß einer ausländischen Regierung". Im August war der britische Verlag Cambridge University Press ins Visier der chinesischen Behörden geraten. Der renommierte Wissenschafts-verlag blockierte daraufhin mehr als 300 Artikel aus seinem "Journal of Asian Studies" in seinem Online-Auftritt in China. Nach einer internationalen Protestwelle machte der Verlag die Beiträge, die sich unter anderem mit der chinesischen Demokratiebewegung, den blutig niedergeschlagenen Protesten auf dem Tiananmen-Platz 1989 und der Lage in Tibet befassten, später wieder zugänglich.

Was gibt’s Neues im November? - Manöver mit USA und Steinmeier-Besuch

Die USA, Südkorea und Australien haben am 6. November in der Nähe der südkoreanischen Insel Jeju-do ein gemeinsames Marinemanöver im Vorfeld des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Seoul gestartet. Das teilte das Kommando der südkoreanischen Marine mit. Demnach soll das Manöver zwei Tage dauern. Es seien vier Schiffe daran beteiligt – der südkoreanische Lenkwaffenzerstörer Sejong, der US-Zerstörer USS Chafee sowie die australischen Fregatten Melbourne und Parramatta. Das Manöver findet während der Asien-Reise von Trump statt. Gegenwärtig ist Trump zu einem Besuch in Japan, am Dienstag wird er in Südkorea ankommen. Und: Als erster Bundespräsident seit 16 Jahren besucht Frank-Walter Steinmeier Australien. Mit Premier Turnbull ist er sich einig: Die Beziehungen sollen ausgebaut werden.

IHK-Frankfurt - 3. November 2017

Unternehmerreise nach Australien

Zur Konferenz werden rund 1.000 Teilnehmer aus Asien-Pazifik und Deutschland erwartet. Die meisten der 350 deutschen und australischen Mitgliedsunternehmen der AHK Australien werden vor Ort sein...
Australien steht auf Rang zwölf der größten Volkswirtschaften weltweit, ist G-20-Mitglied und die viert-größte Wirtschaftsnation im Asien-Pazifik-Raum. Beim Pro-Kopf-Einkommen steht das Land mit rund 51.000 US-Dollar weltweit auf Rang zehn. Im internationalen Vergleich schneidet das Land bei Kenn-zahlen, die das Geschäftsumfeld betreffen, durchweg gut bis sehr gut ab. Australien bietet aber nicht nur einen vielversprechenden Binnenmarkt. Durch seine enge Verflechtung mit der Asien-Pazifik-Region eignet es sich ebenfalls als Testmarkt und als Drehkreuz für Produkte und Dienstleistungen mit dem Ziel Asien-Pazifik. Das Land ist durch zahlreiche Freihandelsabkommen unter anderem mit China, Japan und Korea und den Asean-Staaten Singapur, Thailand und Malaysia verflochten. Nach Prognosen des IWF soll der Anteil von Asien-Pazifik am weltweiten BIP bis 2022 knapp 37 Prozent erreichen. Die deutsche Wirtschaft ist mit circa 900 Unternehmen in Australien breit aufgestellt, von der Nahrungsmittelin-dustrie über mittelständische Ausrüster im Rohstoffsektor bis hin zu Finanzinstituten.

 

DerSpiegel - 1. November 2017

Uluru wird für Kletterer geschlossen

Auf Australiens "Heiligen Berg", den Uluru oder Ayers Rock, dürfen künftig keine Touristen mehr klet-tern. Damit kam die Verwaltung des Nationalparks Uluru-Kata Tjuta im Herzen des Kontinents Forde-rungen nach, die von Australiens Ureinwohnern, den Aborigines, schon seit mehr als 30 Jahren erhoben wurden. Das Verbot soll allerdings erst 2019 in Kraft treten.

Der Uluru - ein Felsblock, der in den verschiedensten Rot- und Brauntönen leuchtet - ragt mitten in der Wüste etwa 350 Meter in die Höhe. Er gehört zu Australiens bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Mehr als 250.000 Touristen nehmen jedes Jahr lange Reisen auf sich, um in das abgelegene Gebiet zu kommen. Mehr als 30.000 klettern dann auch tatsächlich nach oben. Der Berg gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der Aufstieg ist anstrengend und auch gefährlich. Auf der 1,6 Kilometer langen Strecke kamen schon mindestens 36 Menschen ums Leben, viele davon nach einem Herzinfarkt. Bei Regen oder großer Hitze ist der Aufstieg bereits heute verboten. Zudem wurde bisher an alle Besucher appelliert, auf die Gefühle der Aborigines Rücksicht zu nehmen.

Damit ist es jetzt allerdings nicht mehr getan. Die Parkbehörde beschloss einstimmig, vom übernächsten Jahr an alle Klettertouren zu verbieten. Der Aborigines-Stamm der Mutitjulu, die seit mindestens 30.000 Jahren in der Nähe leben, hatte dies schon seit langem gefordert. Der Vorsitzende der Behörde, Sammy Wilson - selbst ein Aborigine -, sagte: "Das ist für uns heiliges Gelände. Kein Spielplatz und auch kein Themenpark wie Disneyland." Der Name Uluru wurde bis in die Neunzigerjahre fast ausschließlich von Aborigines verwendet. Inzwischen hat er sich international durchgesetzt. Zuvor war in und außerhalb Australiens die englische Bezeichnung Ayers Rock üblich. Der Name geht auf einen ehemaligen Premierminister Südaustraliens zurück, Henry Ayers.

 

Spiegel.online - 27. Oktober 2017

Krise um doppelte Staatsbürgerschaft: Regierung verliert Mehrheit im Parlament

Sieben australische Politiker mussten um ihre Abgeordnetenmandate bangen - sie hatten verbotenerweise die doppelte Staatsbürgerschaft. Nun hat der Oberste Gerichtshof eine Entscheidung gefällt. Und für Premier Turnbull wird es eng…Hintergrund ist ein seit Wochen anhaltender Streit um die doppelte Staatsbürger-schaft im Land. Australische Abgeordnete dürfen diese nicht besitzen. Mehrere Politiker mussten deshalb bereits zurücktreten. Über sieben Fälle hat nun der Oberste Gerichtshof des Landes entschieden: Demnach verlieren fünf Politiker ihre Mandate….Bis über die Neuvergabe dieses Parlamentssitzes entschieden ist, hat Turnbulls Regierung keine Mehrheit. Er könnte theoretisch auf eine Minderheitsregierung setzen. Das würde die Arbeit bis zu den nächsten Wahlen 2019 aber erheblich erschweren. Vor Reportern in Canberra sagte Turnbull, das sei nicht das Ergebnis, auf das er gehofft habe. "Aber die Regierungsgeschäfte laufen weiter."

 

FAZ.net - 20.  Oktober 2017

Australiens letzte Autofabrik schließt: Nach 69 Jahren macht Holden dicht

Nach 69 Jahren Autobau schließt in der australischen Stadt Adelaide das letzte Autowerk des Landes. Der zum General Motors-Konzern gehörende Autobauer Holden baut seine Autos künftig in anderen Län-dern, unter anderem in Europa. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete, kommen sie künftig unter anderem aus Deutschland. Das letzte Auto, ein roter Viertürer mit Stufenheck, rollte am Freitag vom Band. Er soll in ein Museum kommen. GM verkauft die Holden-Modelle in anderen Ländern unter der Marke Chevrolet. Durch die Schließung verlieren 995 Menschen ihre Jobs. Die Produktion in Adelaide wurde bereits seit 2013 zurückgefahren, rund 5000 Arbeitsplätze sind insgesamt weggefallen. Der Regionalchef der australischen Fabrikarbeitergewerkschaft AMWU sagte, die Schließung sei ein Zeichen dafür, dass die australische Regierung die Autoindustrie nicht mehr unterstütze. „Das ist sehr traurig“, sagte John Camillo. „Jeder Autobauer auf der ganzen Welt wird von seiner Regierung auf die eine oder andere Weise unterstützt.“

Erst Anfang Oktober hatte der japanische Autokonzern Toyota nach mehr als einem halben Jahrhundert seine Produktion in Australien eingestellt. Im Werk Altona North, einem Vorort von Melbourne, war das letzte Fahrzeug vom Band gelaufen. Auch der amerikanische Autokonzern Ford hatte sein letztes Werk in Australien bereits dicht gemacht.

 

finanznachrichten.de - 17. Oktober

Australien kündigt teilweise Abkehr von erneuerbarer Energie an

Die australische Regierung hat eine teilweise Wende in ihrer Energiepolitik angekündigt und will in Zukunft wieder verstärkt auf Kohle, Gas und Wasserkraft setzen. Förderungen für erneuerbare Energien wie Solarenergie oder Windkraft sollen wegfallen, wie Regierungschef Malcolm Turnbull bekannt gab. Mit dieser sogenannten Nationalen Energiegarantie verwirft die Regierung die Empfehlungen von Australiens Chefwissenschaftler Alan Finkel, wonach Stromversorger einen fixen Anteil ihres Stromes aus erneuerbaren oder emissionsarmen Quellen beziehen müssen.

Nach massiven Stromausfällen im vergangenen Jahr hatte Finkel dies nach einer Analyse des Strom-marktes empfohlen. Es soll nun für jeden Bundesstaat garantiert werden, dass der benötigte Anteil von jederzeit verfügbarem Strom aus Kohle, Gas oder Wasserkraft lieferbar sei. Dies senke die Strompreise und stelle eine verlässliche Versorgung sicher, sagte Turnbull. Von 2020 bis 2030 werde die Stromrech-nung eines Haushaltes pro Jahr um geschätzte 110 Australische Dollar (73 Euro) sinken.

Die neue Energiepolitik werde "Strompreise senken, das System verlässlicher machen, die richtigen Investitionen begünstigen und Emissionen ohne Förderungen, Steuern oder Handelsprogramme senken", hieß es von Regierungsseite. Gleichzeitig solle sichergestellt werden, dass Australien dennoch seine Verpflichtungen unter dem Pariser Klimaabkommen erfülle, fügte er hinzu. Offiziellen Statistiken aus dem Jahr 2016 zufolge ist Kohle für 63 Prozent der Elektrizitätsproduktion verantwort-lich, Tendenz steigend. Gaskraftwerke lieferten 21 Prozent, 14 Prozent stammten aus erneuerbaren Energiequellen. Die Regierung hatte sich verpflichtet, im Rahmen des Pariser Klimaabkommens Australiens Emissionen bis 2030 um 26 bis 28 Prozent zu senken.

Topagrar.com – 17. Oktober 2017

Chinesen verzehnfachen ihren Landbesitz in Australien
Für chinesische Investoren ist die australische Land- und Ernährungswirtschaft ein begehrtes Anlageprojekt. Dies scheinen nun auch aktuelle Daten der zuständigen Steuerbehörde über das ausländische Eigentum und die Pacht von landwirtschaftlichen Flächen zu bestätigen. Demnach befanden sich zum Stichtag 30. 6. 2017 insgesamt 50,2 Mio ha in der Hand von Nichtaustraliern; das waren 13,6 % der gesamten Farmfläche des Landes. Im Vergleich zur Vorjahreserhebung ist der Anteil leicht um 0,5 Prozentpunkte gesunken. Auffällig-ste Veränderung war die Verzehnfachung der Flächen chinesischer Besitzer auf 14,42 Mio ha; diese bewirt-schaften mittlerweile 3,9 % des Acker- und vor allem des Weidelandes in Australien. Die starke Zunahme kam durch einige große Übernahmen von Rinderfarmen mit chinesischer Beteiligung zustande, wie der Kauf von Kidman & Co durch das australisch-chinesische Joint Venture Unternehmen „Australian Outback Beef“.

Die bedeutendsten ausländischen Bodenbesitzer stammen jedoch nicht aus China, sondern aus dem Verei-nigten Königreich. Sie verfügten Ende Juni 2017 zusammen über eine Gesamtfläche von 16,45 Mio ha, also rund ein Drittel des gesamten nichtaustralischen Bodenbesitzes. Im Vorjahresvergleich ist dieses Areal allerdings um gut 40 % gesunken, unter anderem, weil die britischen Eigentümer eines großen Vermögens-fonds mit viel Land ihren Anteil abstießen. Auf Platz drei der wichtigsten Ausländer mit Bodenrechten rangierten die Niederländer mit 4,71 Mio ha, gefolgt von den USA mit 2,69 ha und den Schweizern mit 2,23 Mio ha. Recht unterschiedlich ist das Engagement der fremden Investoren in den einzelnen Bundesstaaten Australiens. Absolut gesehen befindet sich in Queensland mit 15,75 Mio ha das meiste Land in ausländi-scher Hand, was dort 12,3 % der landwirtschaftlichen Fläche ausmacht. Im Northern Territory sind es mit 13,69 Mio ha jedoch 25,6 %, während es in New South Wales lediglich 4,7 % sind. Zum überwiegenden Teil, nämlich 85 %, wird das von Ausländern bewirtschaftete Land für die tierische Erzeugung, vornehmlich Rindfleisch und Milch, genutzt. Die Produktion von Ackerfrüchten erfolgt auf 3,2 % dieser Flächen; weitere 2,8 % sind mit Wald bewachsen. Der größte Teil des von Ausländern gehaltenen Produktionsareals ist mit 41,74 Mio ha nur verpachtet; bei über 90 % der Flächen gibt es australische Kooperationspartner.

 

Deutschlandfunk - 15. 10. 2017

Republik statt Monarchie: Der Brexit als Chance für Australien

Juni, 2016: Großbritannien verlässt die EU. Brexit war ein politisches Erdbeben, die Schockwellen waren bis nach Australien zu spüren. Denn seitdem die Briten beschlossen haben, Europa die kalte Schulter zu zeigen, wollen immer mehr Australier dem früheren Mutterland den Rücken kehren.

Australien soll Republik werden mit einem Australier als Staatsoberhaupt. Seit Brexit hat die Republiks-bewegung Zulauf wie noch nie, Mitgliederzahlen sind bis um das Zwanzigfache gestiegen. Der Chef der australischen Republikaner, der Journalist und Autor Peter Fitzsimons findet: Die Queen hat ihre Schuldigkeit getan, die Queen kann gehen: "Die Monarchie war in Ordnung, solange wir britische Kolonie waren oder eine noch junge Föderation – aber wir sind im 21. Jahrhundert, wir können das alleine. Australien ist egalitär, multikulturell und säkular, aber unser Staatsoberhaupt kann nur jemand aus dem elitären, britischen Königshaus sein, der von Gottes Gnaden dort sitzt? Es wird Zeit, dass dieser Nonsens ein Ende hat."

Nach Umfragen wollen 51 % der Bevölkerung, dass Australien eine Republik wird – 38 % sind dagegen. Der Anführer der Monarchisten ist der 69-jährige Jura-Professor David Flint. Obwohl in Australien aufgewachsen, ist sein englischer Akzent so dick wie Londoner Nebel. Flints Kritiker behaupten, er sei in einen Union Jack eingewickelt geboren worden. Brexit war ein Schock für Australiens Monarchisten, trotzdem ist für David Flint eine Republik Australien  undenkbar, denn was nicht kaputt sei, das brauche man auch nicht zu reparieren: "Von den sieben ältesten Demokratien der Welt sind fünf konstitutionelle Monarchien – und vier davon haben die Königin von England als ihr Staatsoberhaupt. Es mag für viele eigenartig klingen, aber eine konstitutionelle Monarchie ist eine so ausgeklügelte wie bewährte Statsform. Sie funktioniert bestens." 

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull sitzt in der Zwickmühle. Vor 18 Jahren, bevor er in die Politik ging, war Turnbull an der Spitze der australischen Republiksbewegung. Das Referendum scheiter-te damals 60 zu 40 Prozent - nicht weil die Australier gegen eine Republik waren, sie konnten sich nur nicht auf den besten Weg, ein eigenes Staatsoberhaupt zu bestimmen, einigen. Heute ist Malcolm Turnbull Premierminister. Aber als Chef der Liberalen, einer konservativen Partei voller königstreuer Monarchisten die Werbetrommel für eine Republik Australien zu rühren, wäre politischer Selbstmord:

 "Die Diskussion, ob Australien Republik werden soll, darf nicht von einem Politiker geführt werden, sondern von einer vom Volk getragenen Bewegung – so wie beim letzten Referendum. Die nächste Volksbefragung sollte frühestens dann stattfinden, wenn die Queen nicht mehr im Amt ist."

Doch warum auf das Abdanken oder das Ableben der Queen warten ? Labour-Oppositionsführer Bill Shorten hat versprochen, falls er die nächste Wahl gewinnt, schon in der ersten Amtsperiode per Volksentscheid darüber abstimmen zu lassen ob Australien Republik werden soll oder nicht:  "A simple "aes" or "no" question to the australian people. Do you support an australian republic with an australian head of state ? Yes or no?" Das englische Königshaus stellt seit jeher britische Interessen vor die Australiens – politisch, wirtschaftlich oder auch nur beim Rugby. Und selbst wenn die einheimische Klatschpresse nicht genug von Prinz William, Kate und den Royal Babies bekommen kann: Australien und die Queen sind wie ein Ehepaar, das sich über die Jahre auseinandergelebt hat.

Vor allem für jüngere und neue, zugewanderte Australier ist es höchste Zeit für eine Palastrevolution:

"Es ist schon peinlich ein ausländisches Staatsoberhaupt zu haben", meinen zwei Studenten in Sydney, "wir sollten endlich eigenständig werden". "Die königliche Familie hat einfach keinen Platz mehr hier. Wir sind Australier und keine Engländer." Ein Königreich für eine Republik. Brexit ist nicht nur für die Briten Aufbruch und Neuanfang, sondern auch Australiens Chance, erwachsen zu werden. Die Mehrheit der Australier hätte nichts dagegen wenn Großbritannien der australische Zacken für immer aus der Krone fiele. "Gott schütze die Königin" war gestern. Man will endlich, auch verfassungsrechtlich, für sich selbst verant-wortlich sein. Und das lieber heute als morgen.

DerStandard – 12. Oktober 2017

Niederländisches Team gewann Solarautorennen in Australien

Zum dritten Mal in Folge hat ein niederländisches Team die World Solar Challenge in Australien gewonnen: Team "Nuon" steuerte sein Solarfahrzeug in 37 Stunden von Darwin nach Adelaide und setzte sich somit gegen 40 Konkurrenten durch. Schon seit 1987 treten bei dem Rennen Teams aus aller Welt gegeneinander an, um ihre Innovationen zu präsentieren. Dahinter steckt die Hoffnung, dass Solarfahrzeuge alltagstauglich werden und auf dem Markt konkurrieren können. Um mehr Aufmerksamkeit auf den Solarantrieb zu lenken, messen sich Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft auf der 3.000 Kilometer langen Strecke durch das australische Hinterland. Die Teilnahmebedingungen sind simpel: Die Fahrzeuge sollen sich allein durch Sonnenstrahlen und ihre physikalischen Kräfte vorwärtsbewegen können. Das Siegerteam "Nuon" durch-querte die zentralaustralische Wüstenregion mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 81 km/h... Rund zwei Stunden später überquerte das "Novum"-Team der US-Universität Michigan die Ziellinie. Den dritten Platz belegte der "Punch Powertrain" aus Belgien.

btc-echo – 20. September 2017

Australien regelt Krypto-Besteuerung mit Gesetz

Bisher war für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in Australien eine doppelte Mehrwertsteuer fällig. Lauf einem Gesetzentwurf der australischen Regierung soll dieses Hindernis für den Krypto-Handel nun aufgehoben werden… Elementarer Teil des neuen Gesetzes ist die Regelung, dass Australier künftig nur noch eine Steuer auf den Handel mit Kryptowährungen bezahlen müssen. Die Mehrwertsteuer, die bisher zum Zeitpunkt des Kaufes einer digitalen Währung entrichtet werden musste, entfällt demnach von nun an.

Damit seien Kryptowährungen jetzt auf dieselbe Art und Weise besteuert wie physisches Geld... Mit dem neuen Gesetz soll es den Bürgern einfacher gemacht werden, neue innovative digitale Währungen zu erwer-ben. Ebenso soll das Krypto-Geschäft in Australien belebt werden, in dem die Regierung die Möglichkeit sieht, Arbeitsplätze und Gehälter zu schaffen. Dafür wolle die Turnbull-Regierung weiter eng mit Austra-liens FinTech-Branche zusammenarbeiten, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl international konkurrenzfähig ist als auch eine zentrale Rolle in der Transformation der Wirtschaft spielen wird.

Spiegel.de – 20. September 2017

Australien siedelt Asylsuchende in die USA um

Seit vier Jahren hält Australien Hunderte Asylsuchende auf zwei Pazifikinseln fest. Jetzt will die Regierung die ersten 50 Bootsflüchtlinge in die USA umsiedeln… US-Präsident Donald Trump hatte den Deal der Obama-Administration als "dumm" bezeichnet, aber zugesichert, dass er vonstattengehen werde. Turnbull dankte Trump dafür... Die australische Asylpolitik ist höchst umstritten. Die Regierung lässt Flüchtlinge, die sich mit dem Boot auf den Weg nach Australien machen, grundsätzlich nicht ins Land. Das höchste Gericht in Papua-Neuguinea hatte das Camp auf Manus im April des vergangenen Jahres für rechtswidrig erklärt. Die Lagerhaft verstoße gegen das Grundrecht auf persönliche Freiheit und sei deshalb verfassungswidrig ...

Badische Zeitung.de – 9. September 2017

Seit 26 Jahren gibt es in Australien keine Rezession mehr

Die Australier nennen ihre Heimat gern „Lucky Country“, das glückliche Land. Und das liegt nicht nur am Rugby, an den Stränden und der vielen Sonne. Am Mittwoch war aus anderem Grund ein Tag zum Glück-lichsein: Die nationale Statistikbehörde ABS gab bekannt, dass Australiens Wirtschaft nunmehr 26 Jahre ohne Rezession überstanden hat – so lange wie noch nie eine Industrienation zuvor. Im zweiten Quartal, also von Anfang April bis Ende Juni, wuchs die australische Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 %. Nach dem etwas mauen Start (0,3 %) ins Jahr ging es also deutlich aufwärts. Aber was noch wichtiger ist: Damit ist das Land nunmehr 104 Quartale in Folge rezessionsfrei. Der bisherige Rekord von 103 Quartalen – gehalten von den Niederlanden (und seit einem Vierteljahr auch von Australien) – ist geknackt.
Viele andere Regierungen würden von solchen Zahlen träumen, aber für Down Under ist das Dauerplus praktisch der Normalzustand. Eine ganze Generation an Australiern kennt das inzwischen gar nicht anders. Grundlage für den Erfolg – neben Arbeitsmarktreformen, einer vernünftigen Geldpolitik und einem Bevölkerungswachstum von 17 Millionen auf jetzt fast 25 Millionen Einwohner – ist die anhaltend starke Nachfrage aus Asien. Aus Australien werden dort vor allem Bodenschätze wie Gas, Öl, Kohle und Erz gebraucht, aber auch Agrarprodukte. Für Australien ist die Volksrepublik China längst mit Abstand der wichtigste Handelspartner. Außer China selbst hat in den letzten Jahrzehnten wahrscheinlich kein Land auf der Welt so sehr von Chinas Wachstum und seiner Industrialisierung profitiert wie Australien. In der Abhängigkeit von China liegt aber auch die größte Gefahr für die zwölftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nennt das eine "große Quelle der Ungewissheit". Doch die Australier zeigen sich optimistisch. Die Zentralbank geht aufs Jahr gerechnet von etwa drei Prozent Wachstum aus. Falls das so weitergeht, könnte Australien 2024 sogar eine Allzeit-Bestleistung übertreffen. Denn noch länger – 33 Jahre, von 1960 bis 1993 – kam bislang Japan ohne Rezession aus. Für die meisten Experten zählt dieser Rekord aber nicht wirklich, weil Japan anfangs noch nicht zu den großen Industrienationen gehörte.

deutschlandfunk.de – 5. August 2017

Drei US-Soldaten nach Flugzeugunglück vermisst

Vor der Ostküste Australiens ist ein US-amerikanisches Militärflugzeug mit 26 Soldaten an Bord abgestürzt. Wie das US-Marinekorps mitteilte, konnten 23 Insassen gerettet werden. Drei Soldaten würden noch ver-misst. Die Maschine war den Angaben zufolge bei einem Routineflug ins Meer gestürzt. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt.

derstandard.at – 4. August 2017

Polizei: Terroristen planten in Australien Giftgasanschlag

In Australien hat die Polizei nach eigenen Angaben neben einem islamistischen Anschlag auf ein Passagier-flugzeug auch einen Giftgas-Angriff vereitelt. Gegen zwei mutmaßliche Terroristen – zwei Australier im Alter von 32 und 49 Jahren – wurde am Freitag in Sydney Anklage erhoben. Sie sollen in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stehen...  Die zwei Männer aus einem Vorort von Sydney waren bei einer Razzia am vergangenen Wochenende festgenommen worden. Bei einer Verurteilung droht ihnen le-benslange Haft... Das Material für die Flugzeug-Bombe wurde nach Angaben der Polizei von einem IS-Mit-glied in Syrien beschafft und dann über die Türkei nach Australien gebracht. Ziel war offenbar, nach dem Start in Sydney ein Etihad-Flugzeug in die Luft zu sprengen. Der "hochwertige militärische Sprengstoff" war in einem Fleischwolf versteckt. Angeblich wollte einer der Verdächtigen sie seinem Bruder ins Gepäck schmuggeln, ohne dass dieser davon wusste. Der Plan sei dann aber in letzter Minute abgebrochen worden.

wuv.de – 4. August 2017

Buzzfeed und Tourism Australia sponsern einen Roadtrip durch Australien

Tourism Australia und BuzzFeed machen gemeinsam Sache: Sie schicken acht junge Reisewillige auf einen dreimonatigen Roadtrip durch Australien... Gesucht sind "digitale Geschichtenerzähler und angehende Con-tent-Redakteure, die auf ihrer Reise die Techniken des Social-Storytellings erlernen und ... über ihre Aben-teuer in Down Under berichten… Die "BuzzFeed Mates" sollen auf abgelegenen Pfaden reisen und mög-lichst viel erleben. Auf der Reise-To-Do-Liste stehen etwa die Minjin-Dschungel-Schaukel in Cairns, der Besuch von Konzerten bei einem der vielen australi-schen Sommer-Festivals und das Erkunden des Felsen-pools im Kakadu-Nationalpark. Die Partnerschaft von Tourism Australia mit BuzzFeed ist Teil einer neuen, im Oktober startenden Kampagne, die auf Australien als unvergessliches und begehrtes Reiseziel für Jugendliche und junge Erwachsene aufmerksam machen soll. Tourism Australia hat in der Vergangenheit schon des Öfteren mit teils spektakulären Marketingaktionen auf sich aufmerksam gemacht.

ntv.de – 3. August 2017

Australierin muss wegen Leihmutter-Geschäften in Haft

Kambodscha verurteilt eine Australierin wegen illegaler Geschäfte bei der Vermittlung von Leihmüttern zu eineinhalb Jahren Haft. Die Frau wurde von einem Gericht in der Hauptstadt Phnom Penh für schuldig befunden, Papiere gefälscht zu haben. Zudem muss sie eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 825 Euro zahlen. Zusammen mit ihr wurden auch zwei Frauen aus Kambodscha zu jeweils 18 Monaten Haft verurteilt. Das südostasiatische Land gehörte über Jahre hinweg zu einem der wichtigsten Ziele von westlichen Paaren, die keine eigenen Kinder bekommen können. Mit der Vermittlung von Leihmüttern, die gegen Geld eine befruchtete Eizelle austrugen oder über eine Samenspende schwanger wurden, machten verschiedene Organisationen gute Geschäfte. Nach der Geburt gaben sie das Kind dann zur Adoption frei. Zwischenzeitlich hatte Kambodscha das kommerzielle Geschäft mit Leihmüttern untersagt.

tagesschau.de - 30. Juli 2017

Anschlag auf Flugzeug verhindert

Regierungschef Malcolm Turnbull bestätigte auf einer Pressekonferenz einen großangelegten Antiterrorein-satz, um den Plan, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen, zu zerstören. Vier Männer seien festgenommen worden, so der Premierminister weiter. Nähere Angaben zu den Anschlagsplänen und zu den Festgenomme-nen wollte der Regierungschef aufgrund der laufenden Ermittlungen noch nicht machen. Die Polizei sprach von "islamistisch inspiriertem Terrorismus"… Nach Angaben der australischen Behörden war dies bereits der 13. vereitelte Anschlag - nachdem die Sicherheitsstufe 2014 angehoben worden war. 70 Verdächtige wurden seitdem angeklagt. Fünf Menschen kamen bei durchgeführten islamistischen Terrorangriffen in Australien ums Leben. Die Behörden sind zunehmend besorgt über mögliche Anschläge besonders durch islamistische Einzeltäter. Australien ist ein enger Verbündeter der USA und so gibt es Befürchtungen, dass radikale Islamisten nach dem Kampf für die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) nach Australien zurückkehren, um dort Anschläge durchzuführen. Nach Erkenntnissen des Einwanderungsministeriums sind etwa 100 Personen von Australien nach Syrien gereist, um sich der IS-Terrormiliz anzuschließen.

nzz.ch - 28. Juli 2017

Wenn die Mine schliesst, muss auch die Stadt weg

…Das Schicksal von Jabiru im Northern Territory ist eng verbunden mit der Ranger Mine. Seit den 1980er Jahren wird hier Uran abgebaut, das Atomkraftwerke in Europa, Asien und Nordamerika antreibt. Die Mine ist seit langem umstritten und ihr Ende absehbar. Schon jetzt wird nur noch bereits ausgebrochenes Material verarbeitet, 2021 läuft die Betriebsbewilligung aus. Die Betreiberin Energy Resources Australia ist ver-pflichtet, die Gegend so zurückzulassen, wie sie sie 1982 vorgefunden hat, als Jabiru gebaut wurde. Dazu gehört auch, dass die Gebäude abgebrochen werden, die Strom- und Wasserversorgung entfernt und der lo-kale Flugplatz zurückgebaut wird. Doch obwohl der Ort seine Existenz der Mine verdankt, ist er heute das regionale Dienstleistungszentrum, das die lokale Aborigine-Community gleichermaßen versorgt... Und der Mehrzahl der 210 000 Touristen, die jährlich den berühmten Kakadu Nationalpark besuchen, dient Jabiru als Ausgangspunkt. Obwohl mit der Schließung der Mine ein Teil der Bevölkerung abwandern wird, gibt es ein Bedürfnis, dass der Ort weiterbesteht. Doch die Verhand-lungen zwischen Energy Resources Australia, der Regierung und den Vertretern der Aborigines haben bisher zu keinem Ergebnis geführt.

Tagesspiegel.de – 20. Juli 2017

Australien wurde 18 000 Jahre früher besiedelt

Archäologen haben im Norden Australiens Spuren menschlicher Zivilisation gefunden, die mindestens       65000 Jahre alt sind. Das berichten sie im Fachblatt Nature. Bislang nahmen Forscher an, dass Homo sapiens den Kontinent erst vor etwa 47 000 Jahren erreichte. Prähistoriker müssen nun überdenken, wann Frühmenschen den Weg aus Afrika über Asien nach Sahul fanden – die damals noch zusammenhängende Landmasse von Neuguinea und Australien.

goldseiten.de – 20. Juli 2017

Australien exportiert Rekordmenge Gold nach China

Wie Steve St. Angelo unter Berufung auf Angaben der australischen Regierung berichtet, hat das Land im ersten Quartal 2017 mehr Gold nach Hongkong und China exportiert als jemals zuvor. Die offiziellen Zahlen belegen, dass Australien im ersten Quartal des Jahres 57,4 Tonnen Gold nach Hongkong und China geliefert hat, verglichen mit 37,2 Tonnen im Vorjahresquartal. Im Vergleich zum 1. Quartal 2016 sind die Goldaus-fuhren damit um ganze 54% angestiegen. Die Exporte nach Hongkong und China stellen 77% der gesamten Goldexporte Australiens dar.

nzz.ch - 18. Julia 2017

Neues Superministerium: Australien reorganisiert sich im Kampf gegen den Terrorismus

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull führt die verschiedenen für innere Sicherheit zuständigen Behörden in einem einzigen Ministerium zusammen. Dieses sei vergleichbar mit dem britischen Innen-ministerium, sagte Turnbull, der sich erst vor kurzem in London vor Ort informiert hatte. Im neuen Home Ministry werden künftig die Bundespolizei, der Grenzschutz, der Inlandgeheimdienst und drei weitere Behörden unter einem einzigen Minister vereint sein. Bisher waren die Verantwortlichkeiten auf drei Regierungsmitglieder verteilt. Chef des Superministeriums, wie es die hiesigen Medien nennen, wird Peter Dutton, der gegenwärtige Immigrationsminister.

derstandard.at – 17. Juli 2017 – vor Urs Wälterlin, Sydney

Eigener Wohnraum bleibt für viele Australier ein Traum

…Im Großraum Sydney liegt der Durchschnittspreis für ein Haus bei über 1,1 Millionen Dollar. Melbourne ist mit 825.000 Dollar etwas billiger. Geradezu ein Schnäppchen ist Brisbane: Dort genügen 655.000 Dollar für ein Eigenheim. Allerdings – wie auch in den anderen Städten – nur in den Vororten. Wer in der Innen-stadt wohnen will, legt in einer der australischen Großstädte schnell einmal Millionen auf den Tisch. Wer in Sydney eine Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung mit Meeresblick sucht, muss Millionär sein oder einen reichen Vater haben. Die seit Jahren unaufhaltbaren Preisanstiege für Wohneigentum in vielen Gebieten Australiens haben Folgen für Privathaushalte. Im globalen Vergleich sind Australier ohnehin schon über-durchschnittlich hoch verschuldet. Heute pumpen sie 39 % ihres Einkommens in das Abzahlen ihrer Hypo-thek, doppelt so viel wie noch vor 30 Jahren… Die hohen Preise nagen am Fundament der australischen Gesellschaft. Seit der Nachkriegszeit hatte das Land einen der höchsten Eigenheimbesitzanteile der west-lichen Welt: 2011 besaßen 67 %aller Haushalte ihre eigenen vier Wänden, 1966 waren es noch 71,4 %. Es war selbstverständlich, dass man im jungen Alter nach der Heirat Wohneigentum erwarb, es über 30 Jahre abbezahlte, die Immobilie verkaufte und sich damit den Lebensabend finanzierte. Nicht mehr: Australien werde wohl im Verlauf einer Generation zu einem Land von Mietern, fürchten Kommentatoren wie der Soziologe Bernard Salt. Nicht dass das Mieten einfacher wäre. Vor allem in den Großstädten fehlt es chro-nisch an Wohnungen, dementsprechend entwickeln sich die Preise. Dass sich selbst für qualitativ minder-wertige und offensichtlich überteuerte Mietwohnungen Dutzende, wenn nicht Hunderte von Interessenten melden, ist die Norm. Analysten sprechen von der wachsenden Gefahr des "housing stress"...

finanznachrichten.de – 17. Juli 2017

Australische Steuerbehörde führt neue Steuerregelung für internationale Händler ein

Ab dem 1. Juli 2018 verlangt Australien von Unternehmen, die Waren nach Australien verkaufen, die Erhe-bung einer Waren- und Dienstleistungssteuer (Goods and Services Tax, GST) auf Waren mit einem Wert von 1.000 Australischen Dollar (AUD) oder weniger. Hierbei handelt es sich um Waren, die von Händlern, Online-Marktplätzen und durch Wiederverkäufer vertrieben werden… Die australischen Online-Shopping-Gewohnheiten haben in den letzten Jahren stetig zugenommen, wovon ausländische Einzelhändler profitie-ren. Diese Tendenz wird sich fortsetzen, was eine noch größere Chance für die Einzelhändler darstellt, die weiterhin im Begriff sind, Markentreue und -wiedererkennung auf dem australischen Markt auszubauen.  Der NAB Online Retail Sales Index schätzt, dass Australier in diesem Jahr bis März 2017 im Online-Einzel-handel 22 Milliarden Dollar ausgegeben haben, ein Anstieg um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr... 

macwelt.de – 17. Juli 2017

Australien will Zugang zu verschlüsselten iOS-Daten

Australiens Generalstaatsanwalt George Brandis trifft sich in dieser Woche mit Vertretern Apples, um ein altbekanntes Konfliktthema zu besprechen. Brandis will Apple dazu verpflichten, auf Verlangen von der Polizei oder von Geheimdiensten die konfiszierten iPhones von verdächtigen Kriminellen oder Terroristen zu entschlüsseln. Apple und auch andere High-Tech-Firmen haben derartige Ansinnen immer abgelehnt mit der Begründung, dass damit die Sicherheit der Systeme nicht mehr gewährleistet seien und eben nicht nur Strafverfolgungsbehörden Tür und Tor zu hunderten von Millionen iPhone offen stünden, durch die auch gewöhnliche Kriminelle und Terroristen schlüpfen könnten.

merkur.de - 8. Juli 2017

EU will nun auch mit Australien so schnell wie möglich Handelspakt

Die Europäische Union will nun auch mit Australien so schnell wie möglich ein Freihandelsabkommen abschließen. Wie EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einem Gespräch mit dem australischen Regie-rungschef Malcolm Turnbull mitteilte, sind sich beide Seiten einig, die Ende 2015 gestartete Vorgesprä-che zu beschleunigen. Das Projekt werde nun als vorrangig eingestuft, hieß es. Die am Rande des G20-Gipfels in Hamburg getroffene Absprache gilt als weiteres Zeichen dafür, dass US-Präsident Donald Trump die USA mit seinem handelspolitischen Kurs isoliert. Australien hatte bislang vor allem auf die mit den USA und zehn anderen Ländern geplante transpazifische Freihandelszone gesetzt. US-Präsident Trump kündigte allerdings im Januar an, das bereits ausgehandelte Projekt platzen zu lassen. Die EU wollte eigentlich mit den USA eine Freihandelszone namens TTIP gründen, hat seit dem Amtsantritt von Trump allerdings kaum noch Hoffnung auf Fortschritte bei den Verhandlungen. Trump ist Kritiker der aktuellen Freihandelsabkommen, weil diese seiner Meinung nach die US-Wirtschaft benachteiligen. Bereits am Donnerstag hatte die EU mit Japan die Grundzüge eines Handelspakts besiegelt.

SydneyMorningHerald.com.au – 8. Juli 2017

G20: Donald Trump takes the Turnbulls for a ride in The Beast

As G20 protesters set fire to parts of the city on Friday night, Malcolm and Lucy Turnbull took refuge in the safest ride in the city of Hamburg. Five inch thick bullet proof glass, kevlar tyres, rocket-propelled grenades, tear gas cannons, a litre of the President's own blood type, an oxygen tank and pump action shotguns protec-ted the Australian Prime Minister and his wife when they took a ride in the car better known as The Beast with Donald and Melania Trump. The eight tonne "beast" - which costs a cool $1.5 million per car - is the President's four-wheeled transport, which follows him around the world. The Turnbulls and the Trumps took a ride in it after the first full day of the G20 meeting, in which terrorism, trade, North Korea's nuclear ambi-tions and climate change figured prominently. The two couples joined the other leaders of the world's 20 richest nations at the Elbphilharmonie for a night listening to Ludwig Van Beethoven's 9th Symphony - German Chancellor Angela Merkel's personal selection. Earlier in the day, Mr Turnbull and Mr Trump had had a minute or three together as world leaders gabbled and gathered for the so-called "family photo". But  as the summit's first day drew to a close, and the horse-trading and glad-handing of international diplomacy wound down, Australia's PM spontaneously joined the US President for a quick ride through Hamburg's shut-down streets in the Beast. Quite what the quartet discussed - just a few short weeks after Mr Turnbull’s uncanny Trump impersonation was leaked, is not yet clear. But it's a sure bet that Mr Turnbull's key political advisors were delighted by the symbolism of the unpredictable US President's decision to invite Australia's head of government for a ride to a concert and an end of day chat. Beethoven's 9th is a hymn to humanity, peace and international understanding. While the G20 members might hope the summit can achieve all that and more, the chances are Malcolm Turnbull will settle for a chance to bend the President's ear.

srf-ch – 4. Juli 2017: Interview mit Urs Wälterlin, Canberra 

Australiens Bevölkerung wird asiatischer

„In den letzten fünf Jahren sind 1,3 Millionen Menschen in Australien eingewandert. Das steigerte die Ein-wohnerzahl auf 23,4 Millionen Menschen. Der grösste Teil der asiatischen Neuankömmlinge stammt aus China, aus Indien, auch aus den Philippinen und etwas weniger aus Vietnam und Malaysia… Die zunehmen-de Asianisierung macht vielen Australiern Angst, sie gibt rassistischen Parteien Auftrieb. Allerdings hat sich die Aufmerksamkeit der Rassisten, unter anderem auch derjenigen der offen rassistischen Partei One Nation, in Richtung muslimische Einwanderer verschoben. In beiden Fällen sind die Sorgen aber unberechtigt.   Neuzuwanderer, und das zeigen neue Studien, sind generell anpassungswillig und tragen auch wirtschaftlich sehr rasch zum Allgemeinwohl bei.“ Ist der Einfluss der asiatischstämmigen Menschen in Australiens Politik spürbar? "Nein, in dieser Hinsicht ist das australische Parlament in den 50er Jahren hängengeblieben. Damals galt noch die Politik des weißen Australiens. Nach wie vor werden beide Häuser des Parlaments von weißen Männern mittleren Alters mit angelsächsischem Hintergrund dominiert ...“

finanzen.net – 4. Juli 2017

Australien ohne Eile bei Zinswende - Landeswährung unter Druck

Der Leitzins werde auf dem Rekordtief von 1,50 Prozent belassen, teilte die Reserve Bank of Australia (RBA) mit. Die Geldpolitik sei mit einem nachhaltigen Wachstum der Wirtschaft und dem Erreichen des Inflationsziels vereinbar. Die Finanzmärkte hatten darauf spekuliert, dass die australischen Währungshüter ähnlich wie ihre Kollegen in der Euro-Zone und in Kanada einen vorsichtigen Einstieg in den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik signalisieren würden. Der australische Dollar wertete deshalb um einen halben Cent zum US-Dollar ab. Höhere Zinsen machen eine Währung attraktiver für Anleger.

derstandard.at  - 30. Juni 2017

Australisches Militär baut Abteilung gegen Cyber-Attacken auf

Australien will für die Abwehr von Cyber-Attacken eine eigene Abteilung im Militär einrichten. Zudem soll die Arbeit des Cyber-Geheimdienstes verstärkt werden, teilte der für Cyber-Sicherheit zuständige Minister Dan Tehan mit. Ziel sei es, mit Hilfe der neuen militärischen Abteilung gezielt ausländische Hackerangriffe abzuwehren und feindlich gesonnene Gruppen wie die Terrormiliz IS ins Visier zu nehmen. Die neue Ein-heit beginnt ihre Arbeit mit 100 Mitarbeitern. Die australische Regierung reagiere damit auf die jüngsten globalen Cyber-Attacken. "Wir müssen kleine und größere Unternehmen sowie die Regierung und Behörden schützen", sagte Tehan. Zwar sei Australien bisher von Schäden größtenteils verschont geblieben, müsse sich jedoch auf zukünftige Cyber-Angriffe besser vorbereiten.

rp-online.de – 29. Juni 2017

Missbrauchsvorwürfe:  Kardinal George Pell legt Amt vorübergehend nieder

Gegen einen der höchsten Würdenträger der katholischen Kirche ist ein Ermittlungsverfahren wegen Miss-brauchsverdachts eingeleitet worden. Papst Franziskus George Pell nun von seinem Amt als Finanzchef des Vatikan beurlaubt. Dies geschehe, damit Pell sich vor einem Gericht in seinem Heimatland Australien ver-antworten könne. Er will seine Unschuld zu beweisen, gab der Papst-Vertraute in Rom bekannt. Die Vor-würfe richten sich gegen den Finanzchef im Vatikan und damit Nummer drei der Kirchenhierarchie. Wie die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria weiter mitteilte, muss Pell am 18. Juli zu einer Gerichtsan-hörung in Melbourne erscheinen. Der Papst-Vertraute wies alle Vorwürfe entschieden zurück.

Finanzen.net – 21. Juni 2017

Australien erkennt Bitcoin als Währung an

Ab Juli soll Bitcoin als echte Währung anerkannt werden. Mit dieser Maßnahme will sich das Land zu einem Weltmarktführer in der FinTech-Branche entwickeln … Das Konzept Bitcoin wurden ursprünglich 2009 mit dem Ziel entwickelt, ein Geldsystem zu schaffen, das unabhängig von Staat und Banken ist und schneller und günstigere Transaktionen ermöglicht. Mit der Zeit stieg die Kryptowährung vor allem dank der starken Nachfrage aus Asien stark im Wert. Dennoch ist auch die digitale Devise nicht ganz frei von Kritik. In der Vergangenheit waren Bitcoins lange ein Mittel für Kriminelle, um Geldwäsche und Drogenhandel zu betrei-ben. Darüber hinaus rät die Bundesbank, die Digitalwährung mit Vorsicht zu genießen. Es handele sich dabei um ein Spekulationsobjekt, dessen Wert sich rapide verändern könne.

spiegel.de - 21. Juni 2017

Rebel Wilson fordert Millionen-Entschädigung

Nach ihrem Sieg im Rechtsstreit mit dem deutschen Medienkonzern Bauer verlangt Hollywood-Schau-spielerin Rebel Wilson jetzt eine millionenschwere Entschädigung. Die Entschädigung soll ein Ausgleich für Rollen in Hollywood-Produktionen sein, die der Schauspielerin nach Bekanntwerden der Vorwürfe entgangen seien. Die Anwälte der Schauspielerin ("Pitch Perfect", "Brautalarm") forderten umgerechnet 4,4 Millionen Euro. Die Summe sei "extrem konservativ", teilten Wilsons Rechtsvertreter mit. Bei den Anschuldigungen ging es um eine Serie von Artikeln, die 2015 in australischen Zeitschriften der Bauer Media Group wie "Women's Weekly" und "OK" erschienen waren. Darin wurde Wilson unterstellt, unter anderem über ihren Namen und ihr Alter gelogen zu haben

FAZ.net – 20. Juni 2017

Banken herabgestuft:  Erste Opfer des Immobilienbooms in Australien

Australiens Firmen bekommen die hohen Hauspreise zu spüren. In der Metropole Sydney kostet Wohnraum im Schnitt mehr als eine Million Australischer Dollar (680.340 Euro). Nun haben die Analysten der Rating-agentur Moody’s die vier Großbanken des Landes herabgestuft, weil sie wachsende Risiken in deren Anla-gen für Immobilien sehen. Die Fachleute der Deutschen Bank warnen zugleich vor den Problemen, in die der Appartement-Entwickler Marvic geraten könnte.Immobilienkredite für Wohnungen und Häuser machen rund 60 % des Kreditportfolios der Großbanken aus. Die steigenden Immobilienpreise auf der einen Seite und die stagnierenden Löhne auf der anderen haben das Verhältnis von Verschuldung der Privathaushalte zu deren verfügbaren Einkommen auf 189 Prozent steigen lassen. Das ist einer der höchsten Werte der Welt.

FAZ.net – 19. Juni 2017

3:2 gegen Australien : Deutscher Auftaktsieg mit Schönheitsfehlern

Das deutsche Team tritt beim 3:2-Erfolg gegen Australien zum Auftakt des Confed Cups lange recht souverän auf, aber zwei Patzer von Torwart Leno machen das Spiel spannender als nötig.

Spiegel.de - 14. Juni 2017

Australien muss Asylbewerbern 70 Millionen Dollar Entschädigung zahlen

Asylbewerber in einem Zwangslager der australischen Behörden in Papua Neuguinea sollen eine Rekordentschädigung erhalten. Ein Vergleich sieht vor, dass die australische Regierung sowie Sicherheitsunternehmen 70 Millionen australische Dollar (rund 47 Millionen Euro) an die Betroffenen zahlen. Der Betrag soll unter 1900 Asylbewerbern aufgeteilt werden, die seit 2012 auf der Insel Manus festgehalten wurden. Zudem übernimmt der Staat nach Angaben beider Seiten Gerichts-kosten von umgerechnet mehr als 13,5 Millionen Euro.

aktiencheck.de – 13. Juni 2017

Australien: Rohstoffexporteur mit einer "Commodity Currency"

Australien zeichnete sich in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den G7-Ländern durch deutlich höhere Wachstumsraten aus, berichten die Analysten der Nord LB.Im Durchschnitt der letzten 15 Jahre habe das Land ein jährliches BIP-Wachstum von etwa 3% gegenüber 1,5% in den G7-Ländern aufweisen können. Die große Rezession habe in "Down Under" demnach nur in stark abgemilderter Form stattgefunden! Offenbar habe Australien von einer Wirtschaftsbeschleunigung der aufstrebenden Länder Asiens, dem damit einher-gehenden Rohstoffboom (als rohstoffexportierendes Land), einer recht hohen Zuwanderung, einer relativ soliden Haushaltspolitik und einer stabilitätsorientierten Geldpolitik profitiert

KölnerStadtanzeiger.de – 13. Juni 2017

Australien verliert 0:4 gegen Brasilien

Deutschlands Auftaktgegner Australien hat seinen letzten Test vor dem Confed Cup verloren. Gegen den Rekord-Weltmeister Brasilien kassierte die australische Fußball-Nationalmannschaft in Melbourne eine 0:4 (0:1) -Niederlage.

Süddeutsche.de – 12. Juni 2017

Loch in Triebwerkshülle: Flugzeug macht Notlandung in Sydney

Mit einem Triebwerkschaden ist ein Flugzeug der China Eastern Airlines kurz nach dem Start in Sydney  zurückgekehrt und dann notgelandet. In der Hülle des Triebwerks klaffte ein großes Loch, das durch ein Problem in der Luftansaugung aufgerissen worden war, wie die Fluggesellschaft nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Niemand wurde verletzt.

nzz.ch – 9. Juni 2017

Die Tentakel der Kommunistischen Partei Chinas reichen bis nach Australien

Käuflich zu sein, ist ein Vorwurf, der Politiker um ihre Karriere fürchten lässt. Noch schlimmer ist, wenn im Zusammenhang mit Geldspenden der Verdacht besteht, dass eine ausländische Macht dadurch Einfluss zu gewinnen versucht. Die beiden großen Parteien Australiens, die regierenden Liberals und die oppositionelle Labor-Partei, stehen gegenwärtig in einem schlechten Licht, weil sie Spenden in der Gesamthöhe von meh-reren Millionen australischen Dollar von Geschäftsleuten und Firmen angenommen haben, die eng mit der chinesischen Regierung verbunden sind. Besonders pikant: Bereits vor zwei Jahren warnte der eigene Ge-heimdienst die Parteichefs vor einigen der Geldgeber. Diese Warnungen schlugen die Politiker in ihrer Geld-gier in den Wind… Die Beziehungen zu China sind für Australiens Politiker eine Gratwanderung. China ist Australiens wichtigster Handelspartner und einer der größten Investoren. Bei Eisenerz und Kohle, den wichtigsten Exportgütern Australiens, ist China der mit Abstand größte Abnehmer. Auch bei der tertiären Bildung, Australiens drittgrößter Devisenquelle, sind die Chinesen mit einem Anteil von 30 % die größte Gruppe. Gegen 150 000 Chinesen studieren an australischen Bildungsstätten. Für viele Universitäten sind die Beiträge ausländischer Studenten absolut überlebenswichtig. Doch sicherheitspolitisch ist Australien seit dem Zweiten Weltkrieg eng mit den Vereinigten Staaten verbunden. Auch wenn Canberra lieber keine Position beziehen würde, sieht es sich immer wieder zwischen Peking und Washington hin- und hergerissen.

spiegel.de – 5. Juni 2017

Australische Polizei erschießt Geiselnehmer

In einem Edel-Vorort von Melbourne endete eine Geiselnahme mit einem Feuergefecht: Zwei Menschen starben, drei Polizisten wurden verletzt. Die Polizei prüft einen möglichen islamistischen Hintergrund. Rund eine Stunde lieferte sich der Täter, der in einem Apartmenthaus eine Frau als Geisel genommen hatte, ein heftiges Feuergefecht mit der Polizei. Drei Beamte wurden verletzt, bevor gegen 18 Uhr australischer Zeit eine Kugel den Geiselnehmer tödlich traf. Die Frau konnte unverletzt befreit werden.

NZZ.ch - 29. Mai 2017

Als Australien neben Schafen und Rindern auf einmal auch Aborigines zählte

Australien strich vor einem halben Jahrhundert diskriminierende Bestimmungen gegen Aborigines aus der Verfassung. Doch deren Lage hat sich seither nur beschränkt verbessert ... Heute stellen Aborigines weniger als 3 % der Gesamtbevölkerung Australiens. In der Mehrheit sind sie nur in gewissen abgelege-nen Gebieten, insbesondere im menschenleeren Northern Territory und in Western Australia ... Zwar haben auch viele Aborigines eine Ausbildung gemacht und sind in die Mittelklasse aufgestiegen. Doch Jahrzehnte der Vertreibung von ihrem angestammten Land, Massaker gegen Stämme, die Widerstand leisteten, und die erzwungene Trennung der Kinder von ihren Eltern haben tiefe Spuren hinterlassen.

Vor allem viele der isolierten, ländlichen Gemeinden sind kaum funktional. Alkoholmissbrauch grassiert, viele Familien sind zerrüttet ... Zum fünfzigsten Jahrestag des Referendums von 1967 sind am Fusse des Uluru 250 Aborigine-Führer zusammengekommen. Während dreier Tage diskutierten sie, ob und wie die Aborigines in der australischen Verfassung anerkannt werden sollen. Die beiden grossen nationalen Par-teien, die Liberals und Labor, hatten im Vorfeld versprochen, dass sie ein Referendum über die Anerken-nung der Aborigines in der Verfassung unterstützen würden. Doch die Delegierten lehnten dies ab. Dies wäre nur ein symbolischer Schritt ohne Substanz, argumentieren sie. Stattdessen fordern sie ein politi-sches Gremium, das als Stimme der Aborigines dienen soll. Dieses soll in der Verfassung verankert werden. Auch schwebt den Delegierten eine Wahrheitskommission nach dem Modell von Südafrika vor, welche die Geschichte aufarbeitet. Zusätzlich wollen die Aborigines mit der australischen Föderation Verträge schliessen, wie dies zum Beispiel Neuseeland mit den Maori schon vor 177 Jahren gemacht hat...

Süddeutsche.de - 24. Mai 2017

Politiker-Reaktionen nach Anschlag in Manchester

Ein Anschlag auf ein Popkonzert, 22 Tote, darunter Kinder. Die Welt trauert mit der nordenglischen Stadt Manchester: "Als Eltern fühlen wir besonders stark die Sorge jener, die in dieser schrecklichen Nacht auf Nachricht warten, ob ihre Kinder in Sicherheit sind." (Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull) - "Wir trauern, aber wir sind stark." (Manchesters Bürgermeister Andy Burnham).

NZZ.ch - 23. Mai 2018

Projekt für riesige Kohlenmine: Kampf um Subventionen mit harten Bandagen

Seit Jahren findet ein Hin und Her in Bezug auf das gegenwärtig grösste Bergbauprojekt Australiens statt. Im Galilee-Becken im Teilstaat Queensland plant der indische Konzern Adani eine der größten Kohleminen der Welt. Das 250 000 km2 grosse Becken enthält riesige Kohlevorkommen, die noch nicht erschlossen sind. Das Carmichael-Projekt von Adani wäre der erste Schritt zum Abbau dieser Ressour-cen. Trotz grossem Widerstand von Umweltschutzorganisationen hat das Projekt Schritt für Schritt alle Hürden zur Umsetzung genommen. Nun hat Adani überraschend mitgeteilt, dass der Verwaltungsrat den endgültigen Entscheid für die Milliardeninvestition auf unbestimmte Zeit verschiebe. Als Grund gibt das Unternehmen an, dass die Regierung von Queensland bisher nicht über die zu entrichtenden Abgaben entschieden habe ... Trotzdem zählt Adani fest darauf, dass der Staat finanzielle Starthilfe leistet. Um die Kohle exportieren zu können, muss eine Eisenbahn zum Verladehafen Abbot Point gebaut werden. Für die 388 km lange Transportverbindung beantragt Adani bei der Regierung in Canberra einen vergünstig-ten Kredit von 900 Mio. $. Das bevölkerungsarme Galilee-Becken mit gerade einmal 12 000 Einwohnern gehört zum strukturschwachen Norden Australiens. Für diese Region gibt es einen  Fördertopf. Ob diese Steuergelder zur Förderung der umweltschädlichen Kohle eingesetzt werden sollen, ist umstritten.

Heise.de - 22. Mai 2017

Einreisekontrollsystem ausgefallen: Verspätungen an Flughäfen in Australien

Das weltweit eingesetzte Einreisesystem Advanced Passenger Processing (APP) zur Überprüfung von Pässen hat am Montagmorgen an Flughäfen in Australien für große Verspätungen gesorgt. Wie Sprecher der Flughäfen in Sydney und Melbourne sagten, mussten sich ankommende Passagiere in Schlangen für bis zu zwei Stunden anstellen, während Passkontrolleure manuell die Dokumente überprüften. Andere Länder wie Neuseeland berichteten ebenfalls von Schwierigkeiten.

FAZ.net - 15. Mai

Software-Milliardär zahlt Rekordpreis für Sydney-Villa

Das ganz neue und das ganz alte Geld mischen sich in Australien. Für geschätzte 75 Millionen A$ (50,6 Mio €) hat Scott Farquhar das Anwesen der Verlegerfamilie Fairfax in Sydney übernom-men. Scott wer? Farquhar hat gemeinsam mit Mike Cannon-Brookes Atlassian gegründet, den Hersteller von Teamsoft-ware. Nach dem spektakulären Börsengang in New York im Dezember 2015 sind die beiden Multimilliar-däre. Und die Aushängeschilder Australiens für innovative Digitalwirtschaft. Ganz anders die Fairfax-Familie. Sie repräsentiert – neben den Murdochs und den Packers – den Zeitungsadel Australiens. Längst haben sie ihre Titel verkauft, doch haben so angesehene Blätter wie der Australian Financial Review, The Age und The Sydney Morning Herald die Familie einst über Generationen reich gemacht. Das Landgut Elaine mit einem Rasen hinab zur Bucht von Sydney war 1863 gebaut worden und gehört den Fairfax seit 1891. Das Anwesen von 6900 Quadratmetern hat sieben Schlafräume mit Badezimmern, einen Tennisplatz, einen Tanzsaal und Ställe, vor allem aber einen direkten Zugang zum Wasser.

Deutschlandfunk.de - 11. Mai 2017

Hinweis auf Leben vor 3,5 Milliarden Jahren

Wissenschaftler der Universität New South Wales haben Hinweise auf Leben gefunden, das vor rund 3,5 Milliarden Jahren entstanden sein muss, berichten sie in Nature Communications. Damit schlägt der Fund bisher bekannte uralte "Lebenszeichen" um etwa 500 Millionen Jahre. Die Fundstelle liegt in West-Australien. Dort haben die Wissenschaftler alte Gesteine ausgegraben, in denen sie Spuren von Mikroben sicherstellen konnten. Zu der Zeit muss es an dieser Stelle heiße Quellen gegeben haben. Das flüssige Gestein hat die Mikroben aus dem Wasser eingeschlossen und erhalten. Für die Wissen-schaftler hat der Fund zwei Bedeutungen: Zum einen ist er ein Hinweis darauf, dass das Leben auf der Erde möglicherwei-se in heißen Quellen und nicht in der Tiefsee entstanden ist. Zum anderen wäre es wichtig, bei der Suche nach Leben auf anderen Planeten wie dem Mars als erstes an solchen heißen Quellen nachzuforschen.

Handelsblatt.com – 9. Mai 2017

Großbanken sollen mehr zahlen

Auf dem Weg zur Haushaltssanierung bittet Australien die großen Banken des Landes stärker zur Kasse. Die nach dem Abebben eines Bergbau-Booms weniger üppig sprudelnden Staatseinnahmen sollen unter anderem durch höhere Beiträge der Geldinstitute gestärkt werden, wie die Regierung mitteilte. Die Ban-kenschwergewichte CBA, Westpac, ANZ, NAB und Macquarie sollen eine neue Abgabe auf Verbindlich-keiten entrichten. Kundeneinlagen bleiben dabei außen vor. Laut Finanzminister Scott Morrison soll die Steuer ab Juli erhoben und binnen vier Jahren 6,2 Milliarden Australische $ (4,1 Milliarden Euro) in die Staatskasse spülen. Für das Haushaltsjahr 2020/21 peilt der Minister einen kleinen Etat-Überschuss an, der das Ende einer mehr als zehnjährigen Phase mit Defiziten markieren soll. Die Regierung will mit der Haushaltssanierung dafür sorgen, dass Australien die begehrte Top-Bonitätsnote "AAA" erhalten bleibt.

blick.ch - 9. Mai 2017

Australien will Opfer von britischen Atomtests besser versorgen

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach einer Serie von geheimen britischen Atombombentests in Austra-lien sollen Ureinwohner, die damals den Strahlen ausgesetzt waren, bessere ärztliche Hilfe bekommen. Das kündigte die australische Regierung an. Aborigines aus den verschiedenen Testregionen sollen eine Gesundheitskarte erhalten, mit der praktisch alle Kosten abgedeckt werden, hieß es. Großbritannien hatte zwischen 1952 und 1963 in abgelegenen Regionen des Commonwealth-Partners Australien Atom-bomben getestet. Die Versuche fanden in der Maralinga-Wüste im Süden des Kontinents sowie auf den Monte-Bello-Inseln im Nordwesten statt. Viele Ureinwohner wurden damals gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Wer blieb, wurde hoher radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Viele trugen Gesundheitsschäden davon. Nach einer Studie waren allein in der Maralinga-Wüste etwa 1200 Aborigines betroffen. Damals gab es auch Tote. Keine Angaben gab es dazu, wie viele Opfer heute noch unter den Spätfolgen leiden.

Maralinga (in der Sprache der Ureinwohner Land des Donners) ist eine Region im Westen von Süd-australien. Es liegt etwa 1000 km nordwestlich von Adelaide. - Siehe auch Recherche

merkur.de - 8. Mai 2017

Börsen in Asien und Australien erleichtert über Macrons Wahlsieg

Die Börsen in Asien und Australien haben erleichtert auf den Sieg des pro-europäischen Politikers Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl in Frankreich reagiert ... An der australischen Leitbörse in Sydney notierte der S&P-ASX200-Index für 200 führende Werte zu Beginn mit 45,3 Punkten oder 0,78 Prozent im Plus bei 5881,9 Punkten. Zu den größten Gewinnern zählten Öl- und Bergbau-Aktien.

diePresse.com - 5. Mai 2017

Trump bezirzt australischen Premier Turnbull in New York

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag den australischen Premierminister Malcolm Turnbull empfangen. Seine Unstimmigkeiten mit Turnbull über ein Flüchtlingsabkommen mit Australien seien "schon lange" vollständig beigelegt, versicherte Trump bei der Begegnung in New York. "Wir verstehen uns prima", sagte Trump. "Wir haben eine fantastische Beziehung. Ich liebe Australien - habe ich schon immer." Turnbull und Trump waren kurz nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten wegen des Flüchtlingsabkommens heftig aneinandergeraten ... Inhaltlich sollte es bei der Begegnung in New York  um das Vorgehen gegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm sowie andere sicherheits- und  wirt-schaftspolitische Themen gehen. In Australien wird derzeit diskutiert, ob sich das Land trotz der Unbe-rechenbarkeit der neuen US-Regierung weiter eng an seinen langjährigen militärischen Verbündeten USA binden soll oder lieber sein Verhältnis zu seinem wichtigsten Handelspartner China vertiefen soll.

nzz.ch - 4. Mai 2017

Australien will BHP nicht ziehen lassen

Der Bergbauriese BHP Billiton ist in der Defensive. Der Hedge-Fund Elliot Management versucht die Aktionäre davon zu überzeugen, das amerikanische Ölgeschäft abzustossen und die Firma massiv umzu-strukturieren. Geht es nach dem Willen des amerikanischen Investors, soll das Unternehmen künftig auch nur noch an der Londoner Börse gehandelt werden. Das führt in Australien zu einem Aufschrei. Denn BHP Billiton ist hier eine wirtschaftliche Ikone. Die ersten drei Buchstaben stehen noch heute für den Ursprung des Weltkonzerns: Die Broken Hill Propriety Company wurde 1885 gegründet, als Farm-arbeiter am «Gebrochenen Hügel» im südaustralischen Outback vielversprechende Mineralvorkommen entdeckten ... Nach Kapitalisierung ist BHP Billiton an der australischen Börse ASX das fünftgrösste Unternehmen ...  Zählt man die Londoner Kotierung dazu, so ist BHP Billiton das wertvollste australische Unternehmen. Millionen von Australiern investieren direkt oder via ihre Pensionskassen in die Aktie. Darum ist für die australische Regierung klar, dass diese lokal gehandelt werden muss. Treasurer Scott Morrison reagierte auf den Vorschlag des Hedge-Fund mit einer Drohung: Sollte das Unternehmen die Kotierung in Sydney aufgeben, so werde er es dazu zwingen, die australischen Anteile abzustossen. Die Möglichkeit dazu hat er. Als BHP 2001 mit der südafrikanischen Billiton fusionierte, stimmte die austra-lische Regierung nur unter der Bedingung zu, dass das neue Unternehmen an der ASX kotiert ist.

standard.at - 3. Mai 2017

"Investigativer Journalismus ist wie Kakerlaken – nichts wird ihn umbringen"

Die australische Wissenschafterin Julie Posetti untersuchte für die Unesco Gefahren für Aufdecker und ihre Quellen in 121 Ländern. Zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlichte die Unesco die Studie "Protecting Journalism Sources in the Digital Age".

derstandard.at - 2. Mai 2017

Facebook dementiert Werbung für "Teenager mit Selbstwertproblemen"

Das soziale Netzwerk Facebook ist für seine Nutzer kostenlos. Geld lukriert das Unternehmen mit der Plattform vorwiegend damit, demografische Kriterien, Vorlieben und andere Daten der User auszuwerten und anonymisiert für die Anzeige zielgruppenbasierter Werbung an zahlende Kunden zur Verfügung zu stellen. Ein Konzept, dessen Umsetzung von Datenschützern schon länger sehr kritisch gesehen wird. In Australien und Neuseeland hat sich Facebook nun erheblichen öffentlichen Zorn zugezogen. Laut einem Bericht von The Australian ermöglichte man dort das Ausliefern von Werbeinhalten an "Teenager mit Selbstwertproblemen" … Das Dokument beschreibt im Detail das Nutzerverhalten vieler Teenager, etwa abhängig davon, ob sie unter der Woche oder am Wochenende posten. Verfasst wurde der Text von zwei Managern von Facebook Australia. Das Unternehmen hat mittlerweile eine kurze, öffentliche Stellung-nahme veröffentlicht. In dieser erklärt man, dass "die Schlussfolgerung des Artikels [des Australian] irreführend" seien. Man habe anonyme Forschungsdaten ausgewertet, um Marketern verstehen zu helfen "wie Menschen sich auf Facebook ausdrücken". Im Dokument angeführte Beispiele seien fiktiv gewesen.

stern.de - 30. April 2017

Gibt Australien Krokodile bald für Trophäen-Sammler zum Abschuss frei?

In der Region Northern Territory wird dieser Tage debattiert, ob die Jagd auf Krokodile für Touristen erlaubt werden sollte. Der Krokodiljäger und Tierpräparator Mick Pitman sagt, es gebe sicher einen relativ großen Markt für das Geschäft mit den Trophäen-Jägern ... Die Bürgermeisterin von Darwin, Katrina Fong Lim, sagt, es müsse Jagd-Regeln geben, um das Wachstum der Krokodilbestände zu zügeln. Sie meint, wenn man weiteren Jägern solche Rechte einräume, dann nutze dies auch den einge-borenen Landbesitzern:  "Es gab verschiedene Bemühungen, die Krokodiljagd auch als Aufwertung von bestimmten Gemeinde zu sehen: Daher würden das nur bestimmte Gemeinden machen, da es auch von ihren kulturellen Beschränkungen abhängt, inwiefern diese besonderen Tiere gejagt werden sollten." In diesem nördlichen Gebiet in Australien gibt es laut Regierung etwa 100.000 Salzwasser-Krokodile. In diesem Jahr wurden nach offiziellen Angaben bereits 114 dieser Tiere in Fallen gefangen ...

... wenn Sie sich heute schon für Büffeljagden im Arnhemland interessieren: Recherche 1 & 2

srf.ch - 28. April 3017 / von Urs Wälterlin

Gigantisches Bergbauprojekt: Australien setzt auf Kohle

In Europa und China werden Kohlebergwerke zuhauf stillgelegt, weil sich die Produktion schlicht nicht mehr lohnt. Dazu kommt: Der Energieträger Kohle wird wegen massiver Schadstoffemissionen für den Klimawandel mitverantwortlich gemacht. Statt auf alternative Energiequellen umzuschwenken, glaubt man in «Down Under» an die Zukunft des Rohstoffs. Freilich auch, weil er in rauen Mengen vorhanden ist: Australien verfügt über etwa zehn Prozent der weltweiten Kohlevorräte. Deswegen unterstützt die Regierung auch das gigantische Bergbau-Projekt des indischen Konzerns Adani: Im Tropenparadies Queensland könnte, so sie denn gebaut wird, eine der grössten Kohleminen der Welt entstehen. Der indische Multi sucht fieberhaft nach Investoren... Wenig überraschend laufen auch Grüne und Umwelt-verbände Sturm gegen die Carmichael-Mine. Der Druck auf mögliche Investoren wird immer grösser: Rund ein Dutzend mögliche Geldgeber und internationale Finanzinstitute haben bereits versprochen, sie würden das Projekt nicht mitfinanzieren.

aero.de - 27. April 2017

Nonstop nach Australien: Qantas nennt Flugpreise für Perth-London

Qantas bietet vom nächsten Jahr an erstmals Nonstop-Flüge zwischen Europa und Australien an. Auf der 14-500 Kilometer langen Strecke zwischen London und der Millionenmetropole Perth wird eine Boeing 787-9 fliegen. In der Maschine ist Platz für 236 Passagiere. Der Flug dauert 17 Stunden. Der erste Flug auf der neuen Nonstop-Strecke ist für den 24. März 2018 geplant. Die Tickets sollen in der Economy-Klasse ab einem Preis von 2.270 australischen Dollar (etwa 1.570 Euro) angeboten werden. Ein Umlauf in der Business Class soll mindestens 9.725 australische Dollar (etwa 6.400 Euro) kosten.

golem.news - 27. April 2017

Australien setzt auf Fixed Wireless mit 1 GBit/s

Das NBN-Fixed-Wireless-Netzwerk liefert heute 50 MBit/s, nun geht es mit neuer Technik aufwärts.

Netcomm Wireless, NBN und Ericsson haben eine Serie von LTE-Fixed-Wireless-Tests abgeschlossen, um 1 GBit/s für australische Haushalte und Geschäftskunden zu bieten. Das gab der australische Her-steller Netcomm bekannt. Bei dem Test wurde eine maximale Datenrate von 1 GBit/s im Downstream erreicht.  Das NBN (National Broadband Network) ist ein nationales Projekt zum Aufbau eines landes-weiten Breitbandnetzes in Australien, das im Jahr 2009 von der Regierung gestartet wurde. Ericsson ist ein schwedischer Mobilfunkausrüster. Bei Gerätetests seien Datenraten von 400 MBit/s im Download und 55 MBit/s im Upload, 250 und 50 MBit/s sowie 100 und 40 MBit/s erreicht worden. Auf Basis der Netzwerktechnik von Ericsson werde ab dem Jahr 2018 breit NBN Fixed Wireless eingeführt.

kleinezeitung.at - 27. April 2016

Australien hat ein Alkoholproblem

Mehr als drei Viertel der Australier sind der Meinung, dass ihr Land ein chronisches Alkoholproblem hat. Dies geht aus einer  repräsentativen Umfrage hervor. Demnach glauben 78 %, dass in ihrer Heimat über-trieben viel getrunken wird. Fast die Hälfte der Befragten (44 %) gab an, sich von Zeit zu Zeit absichtlich zu betrinken. Die Umfrage wurde von der Stiftung für Alkohol-Aufklärung (Foundation for Alcohol Research and Education) in Auftrag gegeben. Der Stiftung zufolge werden jeden Tag durchschnittlich 430 Menschen wegen übertriebenen Trinkens ins Krankenhaus gebracht. Die australische Alkoholindustrie warf der Stiftung Stimmungsmache vor.

Welt.de - 23. April 2017

Nordkorea droht Australien mit Atomwaffenangriff

Nordkoreas Außenministerium hat nun auch Australien gedroht. Das Land komme „in die Reichweite eines Atomwaffenangriffs“. Dies berichtete die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA als Antwort auf ein Radiointerview der australischen Außenministerin Julie Bishop. Bishop sagte in dem Interview, dass Nordkorea ernsthaft den regionalen Frieden gefährde und sie unterstütze die US-Politik, dass „alle Optionen auf dem Tisch“ lägen. Ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums sagte, „die derzeitige australische Regierung stelle sind blind und pflichtbewusst auf die Linie der Amerikaner. Es ist kaum vorstellbar, gut gemeinte Aussagen von einem Außenminister eines solchen Landes zu be-kommen.“ Und der Sprecher macht die Drohung gegenüber Australien noch konkreter, wie der Sydney Morning Herald berichtet:  „Wenn Australien darauf besteht, den Schritten der USA zu folgen, Nord-korea zu isolieren und zu strangulieren und eine Stoßtruppe seines US-amerikanischen Herren zu blei-ben, dann wird dies zum Selbstmordakt in der Reichweite der strategischen Atomwaffen Nordkoreas.“ Ähnliche Drohungen vonseiten der Regierung in Pjöngjang gab es auch in Richtung China und den USA.

faz.net - 22. April 2017

Trump akzeptiert Flüchtlingsdeal mit Australien

Der amerikanische Präsident Donald Trump will sich an das von ihm scharf kritisierte Flüchtlingsabkom-men seines Vorgängers Barack Obama mit Australien halten. Das machte Trumps Stellvertreter Mike Pence bei einem Besuch in Sydney deutlich. „Wir werden diese Vereinbarung akzeptieren aus Respekt vor dieser enorm wichtigen Allianz“, sagte Pence auf einer Pressekonferenz mit dem australischen Minister-präsidenten Malcolm Turnbull.  In dem unter Obama geschlossenen Abkommen verpflichten sich die Vereinigten Staaten, bis zu 1250 Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in australischen Lagern in Papua Neuguinea und Nauru aufhalten. Im Gegenzug sollen Flüchtlinge aus El Salvador, Guatemala und Hon-duras nach Australien reisen. Trump hatte die Vereinbarung als „blödsinnig“ bezeichnet. Kurz nach dem Amtsantritt hatte der amerikanische Präsident mit Turnbull über das Thema gesprochen. Medienberich-ten zufolge lieferten sich die beiden ein scharfes Wortgefecht, bei dem Trump ausfällig geworden sei. Pence betonte nun, das Abkommen werde zwar eingehalten. Aber dies bedeute nicht, „dass wir es schät-zen“. Er bekräftigte, die für die Vereinigten Staaten bestimmten Flüchtlinge würden genau überprüft.

Welt.de - 19. April 2017
Australien statt Korea: Trumps Flugzeugträger war unterwegs in die falsche Richtung
Eigentlich hatte das US-Pazifikkommando gemeldet, ein US-Flugzeugträger sei auf dem Weg in korea-nische Gewässer. Nur ist die „USS Carl Vinson“ dort bis heute nicht aufgetaucht. Sie war sogar in entge-gengesetzter Richtung unterwegs. Die Ankunft in den Gewässern vor der Koreanischen Halbinsel ist laut US-Medien nun erst in der kommenden Woche geplant ... Ein Sprecher des US-Pazifikkommandos er-klärte auf Anfrage, die „USS Carl Vinson“ sei mit ihren Begleitschiffen am 8. April von Singapur aus zu-nächst nach Australien aufgebrochen. Das ist die entgegengesetzte Richtung. Die Schiffe hätten vor der Nordwestküste Australiens an einer Trainingsmission mit der australischen Marine teilgenommen. Der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe seien nun auf ihrem Weg Richtung Norden in den Westpazifik.

nzz.ch - 18. April 2017

Australien zieht bei qualifizierten Einwanderern die Schraube an

Die australische Regierung hat beschlossen, die Visumkategorie 457 abzuschaffen. 457-Visa sind für Arbeitskräfte vorgesehen, deren Qualifikationen in Australien Mangelware sind und auf dem lokalen Arbeitsmarkt gesucht sind. Doch seit längerem sind die 457-Visa unter Beschuss. Kritiker monieren, dass sie zu leicht vergeben würden und Unternehmen sie genutzt hätten, um anstelle von Australiern Auslän-der mit tieferen Löhnen anzustellen ... Gegenwärtig sind 95 758 Personen mit einem 457-Visum in Australien tätig, Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen eingerechnet. Im Allgemeinen sind die Visa für vier Jahre gültig. Für ein Visum bewerben können sich Berufsleute, deren Qualifikationen auf regel-mässig aktualisierten Listen zu finden sind. Darauf zu finden sind viele Berufe im Gesundheitsbereich, zahlreiche Handwerksberufe, aber auch Köche, Tänzer, Ingenieure oder Förster. Bisher waren 651 Berufskategorien vertreten, nun wird die Liste auf 435 gekürzt. Nicht mehr qualifiziert sind zum Beispiel Archäologen, Schmiede, Taucher, Feuerwehrleute oder Schafscherer ...

nzz.ch - 18. April 2017

Nordkoreas Raketenprogramm: Japan und Australien stärken Sicherheitskooperation

Japan und Australien wollen ihre Sicherheitskooperation vor dem Hintergrund der Bedrohung durch Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm weiter stärken. Zu diesem Zweck kommen die Verteidigungs- und Aussenminister beider Länder am Donnerstag in Tokio zu Gesprächen zusammen, wie die Regierung am Dienstag wenige Stunden vor dem Eintreffen des amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence in Tokio bekanntgab. Auch bei den Gesprächen von Pence steht Nordkorea auf der Tagesordnung. Japan ist so wie auch Australien wichtiger Verbündeter der USA. Daher betrachtet Japan Australien ebenfalls als Verbündeten, auch wenn beide Staaten keinen bilateralen Sicherheitsvertrag haben.

ntv.de - 16. März 2017

Australisches Internierungslager: Soldaten randalieren in Flüchtlingscamp

Betrunkene Soldaten haben in Papua-Neuguinea in einem umstrittenen Lager für Bootsflüchtlinge aus Australien randaliert. Wie die Polizei mitteilte, drangen die Soldaten in das Internierungslager auf der Insel Manus ein, nachdem ein Kamerad angeblich von einem Asylbewerber angegriffen worden war. Die Soldaten seien schreiend durch das Lager gelaufen, hätten mit Gegenständen geworfen, Warnschüsse abgefeuert und "wahllos" Polizisten, Beamte und Flüchtlinge attackiert. Ein Asylbewerber und ein Ein-wanderungsbeamter seien nach dem Vorfall in einer Klinik behandelt worden, erklärte die Polizei. Wie der Rundfunksender ABC unter Berufung auf die Einwanderungsbehörde berichtete, wurde ein Mann durch einen Steinwurf verletzt. Es gebe auch Berichte über Schüsse. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden ... Australiens harter Kurs in der Flüchtlingspolitik wird seit langem kritisiert. Die australische Regierung argumentiert, dass ihre Politik Leben rette, weil Bootsflüchtlinge abgeschreckt würden.

 LübeckerNachrichten-online.de - 16. April 2017

Deutsches Paar bei Einreise nach Australien mit Kokain erwischt

Ein deutsches Paar ist am Flughafen von Sydney wegen Drogenschmuggels festgenommen worden. Bei der Einreise nach Australien fanden Kontrolleure im Gepäck der beiden Passagiere vier Kilogramm Kokain. Der 37 Jahre alte Mann und seine 49 Jahre alte Begleiterin kamen aus Düsseldorf. Das weiße Kokain-Pulver war im Futter ihrer Koffer versteckt.

welt.de - 12. April 2017

In Australien ist Rezession ein Fremdwort

„Down under“ meldet seit 26 Jahren Wirtschaftswachstum. Grund: Eine gute Einwanderungspolitik, stabile Banken und die Hassliebe zu China ... So hat Australien gleich doppelt von China profitiert. Erst verkaufte das Land dem aufstrebenden Industriegiganten große Mengen an Eisenerz, Gas, Öl und Kohle. Als sich dann das Wachstum im Reich der Mitte abschwächte und die Rohstoffpreise crashten, wurde das Image des grünen und nachhaltigen Australien herausgestellt und die Ökonomie flugs umgebaut. Fortan war es nicht nur das Urlaubsland reicher Chinesen. Die neue reiche Mittelschicht schickte ihre Kinder nach Australien zur Schule oder in die Universität... Ein (weiterer) wichtiger Erfolgsfaktor Australiens ist die Migrationspolitik. Zwischen 2010 und 2015 nahm das Land im Durchschnitt gut 200.000 Migranten pro Jahr auf... Und so geht ein Gutteil des australischen Wachstums auch auf den Bevölkerungszuwachs. Die Tageszeitung „Sydney Morning Herald“ schrieb kürzlich, dass die große Mehrheit vom Dauerwachs-tum kaum profitiere – weil die Kluft zwischen den Einkommen enorm sei und auch, weil mehr Leute in Australien wohnen als früher. Tatsächlich zählte das Land im letzten Rezessionsjahr 1991 erst etwas mehr als 17 Millionen Einwohner. Heute sind es fast 25 Millionen.

agrarheute.com - 10. April 2017

EU will mit Australien Freihandelsabkommen

Den baldigen Start der Verhandlungen zum Freihandelabkommen mit Australien hat die EU-Kommis-sion bekanntgegeben, nachdem sich zuvor Handelskommissarin Cecilia Malmström mit Australiens Handelsminister Steven Ciobo auf wesentliche Eckpunkte für die Gespräche geeinigt hatte. Laut Nach-richtendienst Agra-Europe ist es das Ziel, vor allem unnötige Handelsbarrieren zu reduzieren und den gegenseitigen Handel mit Gütern und Dienstleistungen sowie Investitionen zu erleichtern. Ein Schwer-punkt der Gespräche soll  dabei auf dem Handel mit Agrarprodukten liegen, die für beide Partner beson-ders sensible Bereiche darstellen. Allerdings wollen EU und Australien kein Produkt von vornherein aus-schließen. Im Agrarrat hatte bekanntlich Polen den Ausschluss des Milchsektors gefordert.

Zeit.de - 9. April 2017

Australien will von USA abgelehnte Flüchtlinge in Papua-Neuguinea lassen

Bootsflüchtlinge, die von der australischen Regierung in Lager in Papua-Neuguinea geschickt worden sind, müssen dort bleiben, falls sie nicht von den USA aufgenommen werden. Der australische Ein-wanderungsminister Peter Dutton teilte am Sonntag mit, derzeit prüften Vertreter des US-Außen- und des US-Heimatschutzministeriums jeden einzelnen Fall. Wer nicht von den USA aufgenommen werde, "bleibt in Papua-Neuguinea", sagte Dutton dem Sender Sky News.

Zeit.de - 6. April 2017

Milliardenschwere Steuernachforderung gegen Großkonzerne in Australien

Im Kampf gegen Steuertricks hat Australien sieben Großkonzerne zu riesigen Steuernachzahlungen verdonnert. Die australische Steuerbehörde erhob gegen sie Forderungen in Höhe von 2,9 Milliarden australischen Dollar (2,1 Milliarden Euro). Die Namen der betroffenen Firmen wurden nicht bekannt. Drei von ihnen sind laut Steuerbehörde im Energie- und Rohstoffsektor aktiv, vier im E-Commerce.

Tourism Australia - 6. April 2017

Australien übernimmt Gastgeberrolle für The World's 50 Best Restaurants 2017

Australien ist mit zwei Restaurants auf der Liste von The World's 50 Best Restaurants 2017 vertreten -- Ben Shewrys Attica in Melbourne belegt Platz 32 und ist damit zum fünften Mal auf der Liste und auch das Brae von Dan Hunter in Victoria schafft es unter die besten 50 auf Platz 44 ... Der Australier Neil Perry hat das australisch inspirierte Menü entworfen, das bei der offiziellen Zeremonie der The World's 50 Best Restaurants serviert wurde. Dabei legte er einen besonderen Schwerpunkt auf die Erzeugnisse Australiens: Wagyu-Fleisch von David Blackmore, Spannerkrabben von Fraser Island, Paroo-Känguru, Mooloolaba-Thunfisch, Scampi aus Westaustralien und Austern aus den Bundesstaaten New South Wales und South Australia - das sind nur einige der Highlights auf der langen Menükarte von Perry ...

Anmerkung: Die Nummer 1 der Weltbesten-Liste ist das Eleven Madison Park in New York, USA.     Die Nr. 2: Osteria Francescana in Modena, Italien - Nr. 3: El Celler de Can Roca, Girona, Spanien.

spiegel.de - 5. April 2017

Polizei konfisziert in Melbourne 903 Kilogramm Crystal Meth

Fahnder-Erfolg in Down Under: In einem Vorort der Millionenstadt Melbourne hat die Polizei mehr als 900 Kilogramm Crystal Meth entdeckt. Den Behörden zufolge hat das Rauschgift einen Straßenverkaufs-wert von 900 Millionen australischen Dollar, umgerechnet etwa 638 Millionen Euro ...  Australiens Justizminister Michael Keenan erklärte, es handele sich um die größte einzelne Menge Crystal Meth, die jemals auf dem Kontinent aus dem Verkehr gezogen wurde. Er sagte, Australien habe ein "sehr ernstes Drogenproblem". Seit Januar 2013 wurden dort bereits mehr als 13 Tonnen Crystal Meth beschlagnahmt.

gulli.com - 3. April 2017

Australien verschärft Smartphone- und Laptop-Kontrolle an Flughäfen

Wer auf den australischen Kontinent per Flugzeug einreisen will, sollte auf erweiterte Personenkontrollen vorbereitet sein - zumindest wenn der Flug von Dubai, Abu Dhabi oder Doha startet oder dort umgestie-gen wird. Besonders im Fokus der Behörden stehen dabei elektronische Geräte. Zwar dürfen die auch weiterhin mitgeführt werden, doch wer aus den entsprechenden Regionen kommt, muss bei Ankunft mit willkürlichen Kontrollen rechnen. Stichprobenhaft sollen Reisende aus dem Mittleren Osten demnach ausgewählt und auf Sprengstoffe und verdächtige Inhalte auf elektronischen Datenträgern überprüft werden... Betroffen sind die Fluglinien Quantas, Emirates, Qatar Airways und Etihad.

faz.net - 3. April 2017

Australien stöhnt unter dem eigenen Erfolg

Die Nummer 13 auf der Liste der größten Volkswirtschaften der Erde ist auf dem besten Wege, einen Weltrekord aufzustellen: Läuft alles so, wie Australien es vorhersieht, wird es die Niederlande als die-jenige Nation überholen, die die längste Zeit ohne eine Rezession erreicht hat... Die Feierlaune allerdings ist getrübt. Denn die Produktivität wächst nicht in dem Maße, wie es notwendig wäre, die Wähler sind unzufrieden mit Canberra und die Blase der Immobilienpreise lastet auf den Normalverdienern. Die Häuslebauer sind bis über beide Ohren verschuldet, und auch der Staat riskiert seine hervorragende Kreditbewertung von „AAA“, wenn er nicht einen glaubhaften Weg ausweist, wieder zu einem Überschuss zu gelangen. Der Regierung aber sind durch die Mehrheitsverhältnisse die Hände gebunden, und der mit großen Hoffnungen angetretene Ministerpräsident Malcolm Turnbull enttäuscht viele Wähler durch Tatenlosigkeit. Seit 2010 hat Australien fünf Ministerpräsidenten gezählt. Jüngst sprach Turnbull auf einem Wirtschaftsgipfel in Sydney davon, sein Land durchlebe eine Krise...

faz.net - 1. April 2017

Australiens Wahrzeichen: Louis-Vuitton ist an Akubra interessiert

...Schulkinder und Olympia-Athleten tragen ihn, der Golfprofi Greg Norman und "Crocodile Dundee", Spitzenpolitiker, Schauspieler, Könige und der Dalai Lama, wenn sie in down under zu Besuch weilen. Das Original in Feldgrau oder Oliv ist über mehr als ein Jahrhundert zum Symbol für den Fünften Kontinent, das Leben in der Wildnis und die Freiheit dort geworden ... in Australien ist es ein offenes Geheimnis, dass die Investitionsgesellschaft des französischen Luxuswarenherstellers längst versucht, Akubra zu kaufen. So wie sie es etwa mit der Bademodenmarke Seafolly oder dem Akubra-verwandten Stiefelhersteller R.M. Williams schon gemacht hat. Noch aber wehrt sich die Eigentümerfamilie...

faz.net - 31. März 2017

Missbrauchsskandal: Aufarbeitung in Nimmerland

Australien und Großbritannien arbeiten einen Jahrzehnte währenden Missbrauchsskandal auf: Die Opfer waren nach Übersee verschiffte Kinder. Die Suche nach Verantwortlichen gestaltet sich schwierig ... Über einen Zeitraum von 350 Jahren wurden von England mehr als 150 000 Fürsorgekinder in die Übersee-gebiete des Empire und späteren Commonwealth verschifft. Die ersten Transporte gingen nach Virginia, weitere nach Kanada, Neuseeland und Zimbabwe. Zwischen Kriegsende und den siebziger Jahren sind etwa 10000 Kinder nach Australien verfrachtet worden, manche von ihnen waren erst zwei Jahre alt. „Child migrant programme“ war der offizielle Begriff. In Wirklichkeit war es eine Deportation aus bevölkerungspolitischen Gründen. Die britische Regierung konnte so die Zahl der weißen Siedler in den Kolonien erhöhen, den „white stock“, und zu Hause Platz in den Fürsorgeeinrichtungen schaffen...

tagesspiegel.de - 29. März 2017

"Monstersturm" wütet in Queensland

Mit heftigen Windböen und Starkregen ist Zyklon "Debbie" am Dienstag auf die Nordostküste Australiens getroffen. Der Wirbelsturm im Bundesstaat Queensland erreichte in Böen Spitzengeschwindigkeiten von 270 Stundenkilometern, wie der Wetterdienst mitteilte. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und Bäume entwurzelt. Vielerorts fiel der Strom aus ... Zunächst hatte es Befürchtungen gegeben, "Debbie" könnte mit der Flut am frühen Morgen (Ortszeit) zusammentreffen und schwere Überschwemmungen auslösen. Der Sturm, der zu-nächst auf Stufe vier der fünfstufigen Skala eingeordnet worden war, schwächte sich später aber ab und traf am frühen Nachmittag zwischen den Orten Bowen und Airlie Beach auf die Küste. Am späten Abend wurde der Zyklon auf Kategorie zwei herabgestuft und sollte sich später weiter abschwächen.

science.orf.at - 27. März 2017

„Jurassic Park“ in den Kimberleys entdeckt

Forscher haben in einer abgelegenen Küstenregion Westaustraliens einen „australischen Jurassic Park“ entdeckt: In bis zu 140 Millionen Jahre altem Gestein haben dort mindestens 21 verschiedene Dinosau-rierarten ihre Fußspuren hinterlassen ... Beinahe wären die Zeugnisse der Vorzeit für immer verloren gewesen: Die Regierung von West-Australien hatte die Region 2008 als Standort für eine riesige Flüssiggas-Verarbeitungsanlage ausgewählt. Die von der Entscheidung alarmierten Aborigine-Einwohner der Region nahmen daraufhin Kontakt zum Dino-Forscher Salisbury und seinem Team auf und wiesen sie auf die Spuren hin, die den Ureinwohnern seit Langem bekannt waren.

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