Meine Australien-Impressionen
Meine Australien-Impressionen

Autoren-Fragebogen

 

Name: Klaus Kilian

 

Geburtstag und -ort: 29. Oktober 1948 in Selm/Westfalen

 

Familienstand: Seit 1976 glücklich verheiratet mit Ehefrau Maggie

 

Erzählen Sie uns etwas über Ihr privates Umfeld?

Wir wohnen vor den Toren Hamburgs im Alten Land. Unser Leben bestimmen die Schapendoes-Hunde Sheila & Bloke, die Norwegischen Waldkater Ole & Lasse, die Alpakas Amigo, Bonito & Chico und

zehn Blausperberhühner.

 

Wie war Ihr beruflicher Werdegang?

Studium der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Dortmund. Verlagsleiter bei der Woche in Australien in Sydney. Assistent beim Vorstand Vertrieb im Axel Springer Verlag, Hamburg.            Ebenfalls in Hamburg: Verlagsleiter Bild am Sonntag - später Verlagsleiter AutoBild und SportBild.

 

Welche Bücher lesen Sie?

Alle Bestsellerautoren. Meine Hauptlektüre sind berufsbedingt Zeitungen und Zeitschriften.´Der tägliche Blick in die Webseiten der australischen ‚Northern Territory News‘ rundet dabei mein Weltbild ab.

 

Und welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Der große Entwurf. Darin erkundet der Physiker Stephen Hawking das Geheimnis des Seins. Der Koautor (und Star Trek-Drehbuchschreiber) Leonard Mlodinow schafft es, komplexe  Zusammenhänge einfach und humorvoll zu erklären.

 

Für wen schreiben Sie die Bücher?

Jährlich erfüllen sich mehr als 200.000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Traum einer Australienreise. Viele Besucher interessieren sich für die Hintergründe des Landes.

Diese Informationen - in eine spannende Handlung verpackt - liefern jedem Australienfan eine tolle Urlaubslektüre. Für die 50.000 deutschsprachigen Jugendlichen, die zum Studium oder zu Working Holidays auf den Fünften Kontinent fliegen, sind die Bücher die beste Vorbereitung. Hinzu kommen

die Deutschsprachigen in Australien und Australienfreunde in Deutschland …

 

Ihr größter Rückschlag im Leben?

Die gut überstandene Krebskrankheit Non-Hodgkin im Jahr 2001.

Aus Dankbarkeit, dass die Ärzte mich vor 15 Jahren heilten, habe ich zu meinem 68. Geburtstag ein Büchlein mit lustigen Lebenserinnerungen geschrieben. Ein Euro je verkauftem Exemplar geht an die Eppendorfer Krebshilfe e.V. - Mehr dazu unter: Meine schönsten Flops.

 

Ihr Lebensmotto?

Carpe Diem – Genieße jeden Tag!

 

Wie entstand die Idee zu der Australien-Trilogie?

Mein Leben lang habe ich Berichte über Australien geschrieben. Beim Sortieren der Artikel kam die Idee, daraus ein Buch zu entwickeln. Schnell entstand ein Werk von 1000 Seiten. Meine Frau (die 23 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte) riet mir: „Es fehlt der spannende Plot. Außerdem wird das Buch zu umfangreich. Mach' eine Trilogie daraus.“

 

Der erste Teil Ihrer Trilogie heißt DUBIOS. Gibt es schon Titel für die Teile 2 & 3?

Über die Romane berichte ich gern unter dem Menüpunkt Australien-Trilogie. Dort verrate ich auch den Inhalt und Erscheinungstermine.

 

Wie beschreiben Sie sich selbst?

Guter Zuhörer. Kreativer Umsetzer. Auch in schwierigen Situationen Optimist.

 

Gibt es auch negative Eigenschaften?

Bei menschlichen Enttäuschungen kann ich schlecht verzeihen. Freunde meinen, ich sei zu ungeduldig.

 

Wann fühlen Sie sich richtig wohl?

Wenn ich beim morgendlichen Info-Surfen ein Tasse Kaffee trinke. Wenn ich mit Amy Macdonald-Songs aus dem Kopfhörer den Aufsitzmäher fahre und mich die Alpakas interessiert beobachten. Bei Facebook-Nachrichten von Freunden und Chatten mit Bekannten in aller Welt. Bei John Cleese-Filmen, gemütlich auf der Couch - um mich herum meine Frau, die Hunde und Katzen.

 

Und wann kommt bei Ihnen miese Stimmung auf?

Bei Stammtisch-Gelaber, Protzereien und Menschen, die Unfrieden stiften.

 

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Wenn die Einwände sachlich und gerechtfertigt sind, nehme ich Anregungen als Ansporn. Ansonsten hilft mir die Erkenntnis: You can’t win them all!

 

Und wie reagieren Sie auf Lob?

In meinem Leben gab es Situationen, in denen mein Vater stolz auf mich gewesen wäre. Meine Mutter hat immer alle Lobeshymnen über mich geglaubt. In Zeiten größter Euphorie holt mich meine Frau auf den Teppich zurück, indem sie mich erinnert: „Vergiss bitte nicht, die Aschentonne rauszustellen!“

 

Was sind Ihre Kindheitserinnerungen?

Eine (zumeist) glückliche Familie mit sieben Geschwistern. Ein Opa mit dickem Wanst und Tante Erna, die mir faszinierende Geschichten von ihren Reisen nach China erzählte.

 

Welches Ereignis hat ihr Leben geprägt?

Das erste Treffen mit meiner Frau in Paris 1969.

 

Gab es weitere herausragende Ereignisse?

Die gemeinsame Seereise mit der Fairstar 1972 von Bremerhaven über Panama, Tahiti nach Sydney. Die Überlandtour für die deutsche Zeitschrift 'Quick' 1975 von Australien über Indonesien, Burma, Indien, Afghanistan nach Deutschland zurück.

 

Hängt Ihr Herz immer noch an Australien?

Der Fünfte Kontinent ist unsere zweite Heimat. Es gibt kaum einen Ort, den wir nicht bereist haben. Ohne die Treffen mit den australischen Freunden wäre das Leben nur halb so schön.

 

Wie lange haben Sie in Sydney gelebt?

Um korrekt zu sein, wohnten wir von 1972-75 in Merrylands. Ich fuhr täglich nach Bankstown zur Arbeit

bei der 'Woche'. Meine Frau unterrichtete an der Primary School in Villawood East und der German Saturday School in Blacktown.

 

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Sydney?

Das Millennium 2000! Wir hatten das Glück, auf einem Schiff vor dem Opera-House die Feier und das Feuerwerk zu erleben. Mir laufen noch heute die Schauer über den Rücken, wenn ich an den Schriftzug EternityEwigkeit an der Harbour-Bridge denke.

 

Ist Sydney Ihre Lieblingsstadt auf dem Fünften Kontinent?

Beruflich wie privat lernte ich alle großen Städte kennen. Von Melbourne war ich so fasziniert, dass ich vergaß, aus der City-Circle-Tram auszusteigen. Die Weinproben in Adelaide und dem Barossa-Valley möchte ich nicht missen. Die pulsierende Stadt Perth am Swan River besuche ich immer wieder gern.

Die tolle Entwicklung von Darwin nach der Zerstörung durch den Zyklon Tracy bewundere ich.

Brisbane ist Ausgangspunkt vieler Reisen, da unsere besten Freunde in dem Sonnenschein-Staat Queensland wohnen. Da ich drei Jahre in Sydney gelebt habe, muss ich aber gestehen, dass diese Stadt für mich die zweitschönste der Welt ist.

 

Gibt es noch weiße Flecken auf Ihrer Australien-Karte?

Tasmanien kenne ich noch nicht gut genug. Die Erkundung dieser zauberhaften Insel - fast so groß wie Irland - ist mein nächstes Ziel.

 

Was sind Ihre drei sehnlichsten Wünsche?

Gesundheit, Gesundheit und Gesundheit. – Ansonsten lässt sich (frei nach Novalis) mit Fleiß, Mut und festem Willen fast jeder Wunsch selbst erfüllen.

 

Ihre Hunde hören auf den Namen Sheila & Bloke. Sind das australische Namen?

Hören ist zu viel gesagt. Trotz guter Ausbildung in der Hundeschule haben beide ihren eigenen Willen. Als wir vor Jahren die Hündin aussuchten, gaben wir ihr den Spitznamen für australische Frauen Sheila. Klar, dass der Rüde Bloke heißen musste.

 

Welchen Personen haben Sie besonders zu danken?

Zunächst meinen Eltern. Dann in chronologischer Folge: John Jakobi, Inhaber der Woche in Australien – bei dem ich das Zeitungsmachen von der Pike auf lernte. Gerhardt Kripahle, Vertriebschef im Axel Springer Verlag und Vorsitzender im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger – der mir den Einstieg

in die große Medienwelt ermöglichte. Peter Boenisch, streitbarer Journalist – der mir beibrachte, sich von niemanden vereinnahmen zu lassen. Professor Dr. Dieter K. Hossfeld, Onkologe in Hamburg und

die vielen anderen Ärzte – die dafür sorgten, dass ich heute noch mein Leben genießen kann.

 

Ihre größte Erkenntnis beim Bücherschreiben?

Ich hätte nie gedacht, dass ein Historien-Roman so aufwendige Nachforschungen benötigt. Große Autoren wie Dan Brown oder John Grisham verfügen über eigene Rechercheteams. Ich habe alle

Fakten alleine recherchiert. Trotz guter Kenntnis über Australien habe ich z.B. die Fluss-Systeme auf

dem Fünften Kontinent mühsam in Anglerzeitungen studieren müssen.

 

Wann und wo entstehen die besten Ideen?

Beim täglichen Spaziergang an der Elbe mit meiner Frau und den Hunden. Bei komplizierten Themen setze ich mich in mein Auto und fahre über die Köhlbrandbrücke nach Hamburg. Der Blick auf den Hafen löst Explosionen in meinem Hirn aus.

 

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