Meine Australien-Impressionen
Meine Australien-Impressionen

Klaus Kilian beantwortet Fragen zur Australien-Trilogie:

Ohne meine Frau Maggie wäre die Australien-Trilogie nie entstanden.

Warum schreiben Sie die Australien-Trilogie?

Bei meinen Reisen stellte ich immer wieder fest, dass mir viele Hintergründe zu Land und Leuten fehlten. Wieder zu Hause recherchierte ich mit der Erkenntnis nach: „Hätte ich diese Informationen doch nur vor der Reise gehabt.“

Trockene Historienliteratur lese ich nicht gern. Anpreisende Touristen-Broschüren hasse ich. Auf das Gelaber angeblicher Landeskenner bin ich häufig genug reingefallen. Die Idee war da: Gut recherchierte Informationen - in einen spannenden Roman verpackt - gefallen sicher vielen Australien-Fans.

 

Hatten Sie Hilfe beim Schreiben?

Meine Frau hat dreiundzwanzig Romane aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Sie kennt Australien noch besser als ich: Fast täglich chattet sie mit den Freunden in Down Under. Bei langen Spaziergängen hört sie sich meine Ideen zu Charakteren und Handlungen an. Sofort kommt Kritik, wenn ich den Wald vor  Bäumen nicht sehe. Als Lektorin korrigiert sie Zeile für Zeile.

 

Können Sie den Inhalt der Australien-Trilogie kurz erläutern?

Ein Journalist und eine CSI-Studentin erkunden reale - doch wenig bekannte - Themen rund um den Fünften Kontinent. Dabei erleben sie spannende - aber fiktive - Abenteuer.

Teil 1 behandelt die Historie Australiens, die Kolonialzeit, Land und Leute. Leitthema ist der deutsche Entdecker Ludwig Leichhardt, der 1848 unter mysteriösen Umständen im Outback verschwand.

Teil 2  startet mit dem Giftgas-Anschlag auf die U-Bahn in Tokio 1998. Die Aum-Sekte produzierte das Sarin in Westaustralien. Angeblich existieren die geheimen Labore noch heute.

Teil 3 führt in die Neuzeit: Australiens Reichtum sind die Rohstoffe Uran, Eisen und Kohle. Bei der Suche nach ‚Seltenen Erden‘ wird mit harten Bandagen um den Weltmarkt gekämpft. 

 

Welchen Schreibstil bevorzugen Sie?

Auf meinem Schreibtisch steht die Mahnung des amerikanischen Journalisten Joseph Pulitzer:

‚Schreibe kurz und sie werden dich lesen. Schreibe klar und sie werden dich verstehen. Schreibe

bildhaft und der Leser wird dich im Gedächtnis behalten.‘ - Ich gebe zu: Nicht immer gelingt das.

 

Was ist das wichtigste Wort in Ihrem Sprachschatz?

RESPEKT! – Es klingt in fast allen Sprachen gleich. Es steht für Achtung, Anerkennung, Ehrfurcht, Hochachtung, Rücksicht, Toleranz und Würde. Dieses eine Wort kann Fehden verhindern und die Welt verbessern. Jeder sollte an das Wort RESPEKT denken, bevor er eine andere Vokabel benutzt!

 

Haben Sie literarische Vorbilder?

Der amerikanische Autor Truman Capote! Sechs Jahre recherchierte er die Morde an einer Farmer- familie in Kansas. Dann veröffentlichte er den Tatsachenroman 'In Cold Blood'.

 

Kennen Sie Schreibblockaden oder völlige Blackouts?

In Momenten größter Selbstzweifel betrachte ich den vor Jahren in Darwin gekauften Schlüsselanhänger. Darauf steht: ‚Damn I’m good!“ – meistens hilft das.

 

Wie arbeiten Sie und welche Hilfsmittel nutzen Sie beim Schreiben?

Basis ist die 694 MB umfassende Recherche-Datei, in der ich alle Quellen gespeichert habe. Täglich aktualisiere ich die Plot-Datei, in der ich die Charaktere und Abläufe fortschreibe. Die Texte formuliere ich in Papyrus-Autor. Dieser - sehr zu empfehlende - Korrektor merzt sofort Rechtschreib-, Grammatik- und Stilfehler aus. Das abgeschlossene Kapitel kopiere ich in eine formatgerechte Word-Datei. Dabei achte ich auf Textlängen, Absätze und nehme den ‚Feinschliff‘ vor. Dieses Kapitel sende ich meiner Frau zur Korrektur auf ihren PC im Nebenzimmer. Jubelt sie nicht, ist mein Tag gelaufen. Im Normalfall diskutieren wir aber die Verbesserungsvorschläge. Nach und nach entsteht so das gesamte Manuskript.

 

Sie haben fünf Jahre recherchiert. Waren sie häufig unterwegs?

Hilfreich sind meine Kenntnisse von Land und Leuten durch die vielen Besuche auf dem Fünften Kontinent. Den Großteil der Recherchen kann ich daher von meinem Büro aus durchführen. Eine schnelle Leitung bringt mich in die Netze der australischen Bibliotheken und Archive. Acht Besuche in

der Handschriftenbibliothek der Universität Göttingen waren dennoch nötig, um die Originalschriften zu lesen. Zudem nutzte ich Göttingen als Korrespondenz-Bibliothek zur Mitchell-Library in Sydney.

Das Münchener Archiv des Deutschen Museums erlaubte mir den Einblick in die Originalbriefe von Ludwig Leichhardt. In der Staatsbibliothek Berlin erhielt ich Zutritt zu weiteren Raritäten. Über meine Heimatbücherei in Jork habe ich per 'Fernbibliothek' Zugriff auf alle Bibliotheken in Deutschland ...

Für die Unterstützung möchte ich mich bei allen Mitarbeitern herzlich bedanken.

 

Wie entstehen die Charaktere in Ihren Büchern?

Den Protagonisten und Antagonisten bin ich irgendwann im Leben real begegnet. Ich male das Aussehen durch den Vergleich mit einer prominenten Person aus. Mit der Zeit entstehen in meinem Kopf und auf dem Papier Figuren, die - entsprechend ihrer Rolle - einen eigenen Sprachstil entwickeln. Das ging bei DUBIOS so weit, dass ich nachts von dem tschechischen Professor Bucek träumte, der mir die Ent- stehung der Welt erklärte. Gott sei Dank hat mich meine Frau geweckt.

 

Sind alle Fakten in Ihren Romanen authentisch?

Meine Romane basieren auf Tatsachen. Als Journalist übernehme ich alle Fakten nur nach Prüfung von mindestens zwei Quellen. Als Schriftsteller habe ich allerdings die Freiheit, in Fiktionen zu schwelgen.

Da Realität und Erdachtes im Leben häufig nicht auseinander zu halten sind, überlasse ich es dem Leser, den Unterschied zu erkennen.

 

Was passiert, wenn Sie ein Buch fertig geschrieben haben?

Bei DUBIOS haben 50 Beta-Leser das Rohmanuskript gelesen: Journalisten, Historiker, Lehrer und Autoren. Meine Heimatbibliothek in Jork vermittelte mir zudem einige jugendliche Vielleser, die den Roman anonym rezensierten. Von allen Testlesern erhielt ich wertvolle Anregungen und Korrekturen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beta-Lesern bedanken, die sich zum Testlesen der weiteren Romane bereit erklärt haben.

 

Warum erscheint der erste Teil Ihrer Australien-Trilogie zunächst als eBook?

Gegenüber der Printversion hat ein eBook den großen Vorteil, dass z.B. Schauplätze mit Google Maps verlinkt werden können. So kann der Leser den Verlauf der Expeditionen verfolgen. Zudem ist der Verkaufspreis von 3,99 € - insbesondere für die jungen Leser - günstig. Amazon veröffentlicht das Buch in deutscher Sprache weltweit - also auch in Australien. Seit Ende 2015 gibt es DUBIOS zudem in allen Onlineshops von Tolino-Media: Hugendubel, Thalia, Weltbild, eBook.de ...

 

Wann kommen die Teile zwei und drei?

Die Romane stehen im Konzept. Teil zwei hat den Arbeitstitel 'Banjawarn Station'. Teil drei ist für Ende 2017 geplant.

 

 

Gern beantworte ich weitere Fragen zu meiner Arbeit.

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